Schlaue Pflicht oder blöder Quark – Kosmetik-Mythen und Beauty-Märchen im Test

am 27.05.2013 um 17:46 Uhr

Es gibt viele mehr oder weniger bekannte Regeln, die man auf dem Weg zu schöner Haut, strahlenden Haaren und echter Schönheit unbedingt beachten soll. Aber warum eigentlich? Was ist wirklich dran an alten Geheimtipps wie Zahncreme gegen Pickel oder 100 Bürstenstriche pro Tag für seidenes Haar? Sind Beauty To-Dos zwischen Omas altem Rezept und bewährter Mundpropaganda wirklich wirksam?

Ist es die Macht der Gewohnheit und Kosmetik-Konzerne oder ein echt effektives Mittel für fleißige Schönheits-Spezialisten? Wir prüfen für Sie nach, welche Beauty-Geheimtipps zu dick auftragen, und mit welchem Schönheits-Ritual Sie sich wirklich etwas Gutes tun.

Zahnpasta hilft gegen Pickel

“Hilft gegen Zahnstein, Karies und Pickel” – Einer der echten Klassiker unter den Beauty-Mythen. Wenn Sie bisher glaubten, Zahnpasta hilft nicht nur bei schlechtem Atem, sondern auch gegen fiese, kleine Pustel, müssen wir Sie leider enttäuschen: Zahnpasta enthält zwar meist Stoffe wie Zink und Menthol, die entzündungshemmend wirken können. Wegen der niedrigen Dosierung ist die Paste für schöne Beisserchen aber einfach nicht als Anti-Pickel-Mittel geeignet. Außerdem können enthaltene Fluoride die Haut zusätzlich reizen. Stellen Sie neben die Zahnpasta lieber ein anderes altes Hausmittel gegen Pickel: Teebaumöl. Schon die australischen Ureinwohner könnten viele Geschichten über die stark desinfizierende Wirkung des Öls erzählen. Im Gegensatz zu Zahnpasta ist Teebaumöl eben ein Beauty-Märchen mit wahrem Kern.

Nagellack macht Nägel kaputt

Dank pflegender Inhaltstoffe sind Nagellacke heutzutage eigentlich unbedenklich für die Nagelgesundheit. Ein echter Bösewicht in Sachen Nagelpflege ist eher Nagellackentferner, der das Lösungsmittel Aceton enthält. Dieser kann die Nägel spröde und rissig machen. Wollen Sie Ihren Nägeln etwas Gutes tun, nutzen Sie also lieber schonende Alternativen mit pflegendem Öl. Übrigens hält sich auch ein weiterer Nagellack -Mythos tapfer: Durch Pusten trocknet Lack nicht schneller. Die Feuchtigkeit in der Atemluft bewirkt sogar das Gegenteil. Unser Tipp: Kurz antrocknen lassen und dann in kaltes Wasser tauchen. Ganz harte Nagelkünstler können ihre Finger auch eine Minute ins Gefrierfach stecken.

100 Bürstenstriche pro Tag machen schönes Haar?

Die schöne Prinzessin sitzt vorm Spiegel und bürstet stundenlang ihr Haar: Diese märchenhafte Szene ist fest in viele Frauenköpfen verankert. Viel Bürsten macht also schönes Haar? Dieses Beauty-Märchen ist leider falsch. Tatsächlich fördert zu fleißiges Haarebürsten die Talgproduktion in der Kopfhaut und verteilt das Fett gleichmäßig vom Haaransatz bis in die Spitzen. Die Folge: Die Haare werden schwer und sehen schnell ungepflegt aus. Mit der richtigen Dosis können Sie aber effektiv Schmutz und Staub aus dem Haar bürsten und die Struktur verfeinern. Übrigens: Falls Sie den Drang zum ständigen Striegeln nicht unterdrücken können, benutzen Sie unbedingt eine hochwertige Bürste mit Naturborsten. Diese schont die Schuppenschicht der Haare und verhindert Spliss.

Buttermilch ist gut für die Haut?

Schon Kleopatra soll in ihr gebadet haben. Aus der Werbung kennt wohl jeder den Spruch “Wenn’s schön macht”. Endlich haben wir eine alte Beauty-Weisheit mit wahrem Kern gefunden. Buttermilch ist tatsächlich eine kleine Geheimwaffe für schöne Haut. Dank reichhaltigen Inhaltstoffen wie Calcium, Magnesium und den Vitaminen A, B, C, E sowie Lecithin bringt Buttermilch vieles mit, was der Haut hilft. So soll beispielsweise Vitamin B5 hautglättend wirken. Vitamin A hilft der Haut bei der Regeneration. Buttermilch hält also tatsächlich dem Beauty-Mythos stand.

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