Unter der Lupe: Diese Beauty-Mythen halten sich hartnäckig

am 27.05.2013 um 17:42 Uhr

Das Outfit ist perfekt, die Haare sitzen und vor der Tür wartet schon die beste Freundin, um mit Ihnen in eine aufregende Party-Nacht zu starten. Es gibt nur noch ein Hindernis: Der Nagellack auf den Fingern will einfach nicht trocken werden. Schon fangen Sie an, wie wild auf ihre Nägel zu pusten, in der Hoffnung, der Lack möge endlich trocknen. Doch hilft das wirklich? Oder stammt dieser Tipp auch aus der großen Truhe der Beauty-Mythen?

Derart gibt es nämlich so einige und viele davon halten sich hartnäckig – wie es Mythen eben so an sich haben. Deshalb wird es Zeit, einmal mit einigen dieser Irrtümer hart ins Gericht zu gehen, und die Wahrheit ans Tageslicht zu befördern.

Beauty-Mythen aus der Kosmetiktasche

Fangen wir doch einmal mit der anfangs beschriebenen Nagellack-Episode an: Trägt das Pusten wirklich dazu bei, dass der Lack schneller trocknet? Wir sagen nein. Das ganze Gegenteil ist der Fall: Durch das Pusten dauert es noch länger, da der feuchte Atem den Prozess verlangsamt. In den meisten Lacken sind nämlich Lösungsmittel, die verdampfen müssen, um den Lack zu trocknen. Deshalb rät es sich wirklich, Geduld zu haben oder aber schon beim Kauf auf schnell trocknenden Nagellack zu achten.

Und wie steht es um die angeblich so gefährliche Mascara? Auch so ein Halb-Mythos – die Mascara an sich ist nicht schädlich für die Wimpern. Inzwischen enthalten die meisten Wimperntuschen sogar pflegende Stoffe, die die Wimpern schützen. Viel gefährlicher ist das unbedingt notwendige Abschminken! Hier sollten Sie sehr vorsichtig vorgehen und am besten ölhaltige Pads verwenden. Kurz auf die geschlossenen Augen drücken, dass das Öl einwirken kann und dann die Mascara mit dem Pad sachte abnehmen.

Ein weiterer Beauty-Mythos: Make-up und Puder verstopfen die Poren und sind somit schlecht für die Haut. Doch auch das stimmt so nicht (mehr). Gutes Make-up enthält inzwischen alle notwendigen Pflegestoffe, die auch in einer gut abgestimmten Tagescreme zu finden sind – sogar UV-Schutz. Ein schlechtes Gewissen sollte man also nicht haben, wenn man sich täglich schminkt.

Haarige Beauty-Mythen

Wenn es doch so einfach wäre, aber leider stimmt auch dieser Beauty-Mythos nicht: Häufiges Haareschneiden trägt nämlich nicht dazu bei, dass ihr Haar schneller und dichter wächst. Auch wenn Sie jede Woche zum Spitzenschneiden den Friseur Ihres Vertrauens aufsuchen, die Art und Weise des Haarwuchses wird immer noch von der Haarwurzel bestimmt.

Auch der Verzicht auf häufiges Haarewaschen zugunsten einer langsameren Nachfettung der Haare, ist ein Mythos, der einem immer wieder begegnet. Ein Beauty-Tipp, der leider ins Negative umschlagen kann: Der längere Verzicht auf die Haarwäsche kann nämlich dazu führen, dass sich auf der Kopfhaut ungewollte Keime einnisten.

Und falls Sie auch darauf schwören sollten, dass zum Beispiel ihre Beinhaare nach der Rasur stärker nachwachsen und dunkler werden, sind Sie dem nächsten Mythos auf den Leim gegangen. Schon im Jahr 1928 untersuchte eine Studie den Haarwuchs: Hautpartien wurden unrasiert und rasiert untersucht. Mit dem Ergebnis, dass kein eindeutiger Unterschied der Haarstruktur festgestellt werden konnte. Denn auch in diesem Fall befinden sich die Merkmale für die Dicke und Dichte der Haare in der unter der Haut liegenden Wurzel.

Wie steht es um den Zahnpasta-Mythos?

Sicher kennen Sie das: Am nächsten Tag steht ein wichtiges Treffen oder ein romantisches Date an und beim Blick in den Spiegel trifft Sie der Schlag: ein rot leuchtender Pickel. Auf die Schnelle erfolgt der Griff zur Zahnpasta. Doch der allseits beliebte Zahnpasta-Tipp zur Pickelbekämpfung ist leider ebenfalls ein Mythos. Zwar ist in manchen Zahnpasten Zink enthalten, was durchaus für eine Linderung sorgt, aber enthaltendes Fluor kann die Entzündung nur noch vorantreiben. Für diesen Fall legen Sie sich lieber eine Tube Zinksalbe zu – punktuell auf den Pickel aufgetragen, ist eine schnelle Linderung in Sicht.

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