Glamour, Kung-Fu und Protest: 63. Berlinale eröffnet

am 08.02.2013 um 14:33 Uhr

Mit viel Glamour und hochkarätiger Promibesetzung wurde am Donnerstag in der Hauptstadt die 63. Berlinale eröffnet. Zum Start des Filmfestivals kamen neben Mario Adorf, Senta Berger oder Jürgen Vogel auch internationale Stars wie Isabella Rossellini und Jane Fonda.

“Ich war 1963 zum ersten Mal hier, aber seitdem leider nicht mehr. Ich bin froh endlich wieder hier zu sein!”, sagte die 75-jährige Fonda, die in einem langen glitzernden Kleid würdevoll über den roten Teppich schritt und das Peace-Zeichen zum Gruß zeigte. Deutlich lockerer gab sich Armin Rohde, der für die Fotografen in Kung-Fu-Haltung posierte. Eine Anspielung auf den chinesischen Film “The Grandmaster” (Der Großmeister), mit dem die Berlinale eröffnet wurde.

Stars im Blitzlichtgewitter

Zum Festivalauftakt gab es neben edlen Roben und jeder Menge Blitzlicht auch wieder Schneeflocken. Doch das machte den Gästen nichts aus. Ob Iris Berben oder Heike Makatsch, Hollywood-Kameramann Michael Ballhaus oder Tom Tykwer, sie alle nahmen sich Zeit für die Fotografen.

Moderiert wurde die Gala von Festivaldirektor Dieter Kosslick und Comedystar Anke Engelke. Ulrich Tukur spielte auf der Bühne mit seiner Band. Anschließend stieg eine große Party.

“Femen” protestierten

Das Filmfest hatte aber auch eine politische Note. Kulturstaatsminister Bernd Neumann betonte, er freue sich, dass der Berlinale-Wettbewerb den neuen Film des in seiner Heimat verfolgten iranischen Regisseurs Jafar Panahi zeigt. Er rief die iranische Regierung dazu auf, Panahi zur Weltpremiere von “Geschlossener Vorhang” nach Berlin reisen zu lassen.

Vor den Türen demonstrierte eine Gruppe von Aktivistinnen der ukrainischen Frauenrechtsorganisation “Femen” mit entblößten Oberkörpern, um gegen die Beschneidung von Frauen zu demonstrieren. Sicherheitskräfte griffen sofort ein und führten sie ab. Da der Veranstalter keinen Strafantrag stellte, müssen die jungen Frauen nicht mit weiteren Konsequenzen rechnen, wie ein Polizeisprecher auf Anfrage sagte.

Bis zum 17. Februar zeigen die Internationalen Filmfestspiele Berlin mehr als 400 Filme. Das Rennen um den Goldenen und die Silbernen Bären beginnt am 8. Februar. Zum Start zeigt unter anderem US-Regisseur Gus Van Sant (“Good Will Hunting”) das Öko-Drama “Promised Land” mit Hollywoodstar Matt Damon in der Hauptrolle. Der Österreicher Ulrich Seidl schließt mit dem Film “Paradies: Hoffnung” seine “Paradies”-Trilogie ab.

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