Berlinale 2013: Live-Gesang und Szenenapplaus bei “Les Misérables”

am 15.02.2013 um 09:36 Uhr

Wenn die Berlinale ruft, kommt die A-Prominenz in Scharen. Und das Wochenende hatte einiges zu bieten: Neben Anne Hathaway, die das Film-Festival regelrecht überstrahlt mit ihrer sympathischen Präsenz, haben sich auch ihr Co-Star Hugh Jackman, die Stars aus „The Necessary Death of Charlie Countryman“ Til Schweiger und Rupert Grint, Matt Damon, Joseph Gordon-Levitt und die wunderschöne Amanda Seyfried in Berlin die Ehre gegeben. Charlize Theron stellte zwar keinen Film vor, bekam aber einen Peis auf der „Cinema for Peace“-Gala. Unsere desired.de-Redakteurin Vanessa ist live für Sie vor Ort und hat dem „Les Misérables“-Cast ganz genau zugehört.

Musicalverfilmungen hatten lange Zeit einen eher schlechten Ruf, doch mit Filmen wie „Mamma Mia“ und  „Nine“ hat das Genre eine Wiederbelebung erfahren. Mit „Les Misérables“ traute sich Tom Hooper zudem auch noch an einen Klassiker in diesem Bereich. Mit einem beeindruckenden Cast bringt er den persönlichen Kampf eines französischen Mannes inmitten der Revolution auf die große Kinoleinwand. Mit Hugh Jackman in der Hauptrolle und Anne Hathaway, Amanda Seyfried, Eddie Redmayne, Russell Crowe, Helena Bonham Carter und Sacha Baron Cohen in den Nebenrollen schafft er ein Epos, das so noch nie zu sehen war.

„Wir singen alle live“

Auf der offiziellen Pressekonferenz im Rahmen der 63. Berlinale verriet Jackman: „Wir singen alle selbst und zwar live. Von A bis Z. Es war eine riesen Herausforderung und für mich bei Weitem die schwierigste Rolle meiner Karriere. Das hat es so vorher noch nie gegeben. Es war ein bisschen Furcht einflößend.“ Hooper fügte noch hinzu: „Es sieht so künstlich aus, wenn es schon vorher eingesungen wurde. Ich glaube, dass es die Menschen so mehr erreicht.“

Auf die Frage hin, wie sie das Musical und die Arbeit daran am besten zusammenfassen könnte, zitierte Hooper Victor Hugo, Hugh Jackman suchte sich die letzte Zeile des Musicals aus und Anne Hathaway überraschte mit einer sehr charmanten Antwort: „Ich möchte gern Beyoncé zitieren: ‚What goes around, comes around, baby!‘“ Dies sorgte nicht nur unter der anwesenden Presse für viel Gelächter, auch die Anwesenden auf der Bühne hatten sichtlich viel Spaß an der Promotion für ihren Film.

Acht Oscar-Nominierungen

Die beeindruckende Leistung der Schauspieler, die sich im gesamten Cast aus einer bunten Mischung aus Film-, Theater- und Musicaldarstellern zusammensetzt, wie Eddie Redmayne verriet, wurde auch schon mit drei Golden Globes und acht Oscar-Nominierungen belohnt. Anne freut sich über das positive Feedback, aber auch wenn es keinen Oscar-Regen geben sollte, ist sie stolz, wie sie verriet: „Ich bin 30 und bin schon zweimal nominiert. Das ist mehr, als ich mir hätte erträumen können. Letztes Jahr habe ich geheiratet, also wäre es nicht der schönste Tag meines Lebens, aber natürlich würde ich mich freuen. Aber es wäre auch nicht schlimm, keinen zu bekommen.“

Spontaner Szenenapplaus

Lang ist es bis dahin eh nicht mehr, bereits am 24. Februar wissen wir mehr. Kurz vorher, ab dem 21. Februar, können sich die deutschen Musical-Fans schon einmal selbst davon überzeugen, denn dann kommt der Film offiziell in unsere Kinos. Bei der Vorführung gestern Abend im Berliner Friedrichstadtpalast bekamen sogar einzelne Szenen spontanen Applaus. Ein gutes Zeichen!

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