Beziehung

Was Frauen wollen? So definieren Studien unseren Mr. Right

am 18.02.2015 um 15:34 Uhr

Er hilft nicht bei der Hausarbeit, seine Haare scheinen ungepflegt und überhaupt könnte er doch ein paar Muskeln hier und dort mehr haben. Was wollen wir Frauen eigentlich und wie stellen wir uns unseren Mr. Right vor? Aus den unterschiedlichsten Studien gehen zu diesem Thema die verschiedensten Ergebnisse hervor, esquire.com hat einige von diesen zusammengestellt. Wie man diese Ergebnisse zu deuten hat und welchen Aufschluss sie über den perfekten Mann, dem wir die ewige Treuer schwören wollen, geben, das verraten wir Ihnen hier und in unserer Fotoshow .

Hand aufs Herz, liebe Damen, muss unser Traummann denn wirklich muskulös, groß und gut verdienend sein? Nein, denn uns Frauen kommt es auf ganz andere Sachen an, wie es die verschiedensten Studien mehr oder weniger glaubwürdig belegen.

Macho oder Mr. Proper

Dass es durchaus angenehm ist, sich das Haus mit einem zu teilen, der mitmacht, kann sicher jede Frau bestätigen. Mitmacht beim Wäschewaschen, beim Geschirr abspülen, Wischen und Saugen. Wieso sollten wir Frauen auch nach einem hektischen Arbeitsalltag und dem darauffolgenden Großeinkauf allein durch das Haus wienern? Da kommt ein etwas rücksichtsvollerer Partner doch durchaus gelegen. Forscher der Cornell University gehen sogar soweit, dass Paare ihrer Meinung nach ein besseres Sexleben haben und dieses auch mit mehr Zufriedenheit genießen, wenn der Mann seine Frau bei der Hausarbeit unterstützt. Diese Ergebnisse gehen aus der Untersuchung von 4500 Ehepaaren aus ganz Amerika hervor.

Einen Mr. Proper wollen wir allerdings nicht. Eine andere Studie belegt nämlich, dass Männer, die sich mit typisch männlichen Arbeiten, wie etwa der Reparatur des Autos oder elektronischen Geräten beschäftigen, einen besonderen Reiz auf Frauen haben.

Wie viel Gesichtsbehaarung ist gut?

Die Wissenschaft belegt das, was wir alle denken: Dreitagebärte sind heiß! Doch neben dieser doch recht oberflächlichen Aussage, ging aus einer Studie ebenso hervor, dass Frauen Fruchtbarkeit und Männlichkeit mit einem Bart assoziieren und Männer mit Vollbart „als bessere Väter wahrgenommen werden, die ihre Nachkommen vorbildlich schützen und fördern“.

Männer mit glatt rasiertem Gesicht sollen laut der University of Pennsylvania im Gegensatz zu ihren haarigen Mitstreitern weitaus dominanter sein. Zu Zeiten von „Fifty Shades of Grey“ scheint das allerdings auch nicht mehr sonderlich abturnend – oder, liebe Damen?

Liebe auf Augenhöhe

Die Zeiten, in denen der Mann deutlich größer als die Frau sein musste, um eben seinen Mann zu stehen, das stärkere Geschlecht zu verkörpern, sind nicht nur in der Realität längst vorbei, sondern auch wissenschaftlich belegt. Nehmen wir doch die Streetstyle-Asse Veronika Heilbrunner und ihren Freund Justin O’Shea als Beispiel: Sie trägt nie hohe Schuhe, dennoch ist er ein paar Zentimeter kürzer geraten als seine Liebste und das ist auch überhaupt kein Problem.

Dalton Conley und Abigail Weitzman fanden bei der Untersuchung von etwa 5000 Familien heraus, dass kleine Männer auf wortwörtlicher Augenhöhe mehr Hausarbeit übernehmen, sich weniger häufig scheiden lassen und sogar für den größeren Teil des Haushaltseinkommens zuständig sind. Wir Frauen wussten ja schon immer, dass die Größe nicht entscheidend ist.

Groß, gut gebaut und smart muss er sein

Und noch ein weiteres Mal bestätigt die Wissenschaft, dass wir Frauen deutlich weniger auf das Äußere bedacht sind und uns viel mehr einen unterstützenden als gutaussehenden Partner wünschen. Wir wollen nämlich keine Modeltypen! Wir Frauen wünschen uns stattdessen oft Männer, die weniger attraktiv sind als wir selbst. Auch, wenn das wiederum sehr egoistisch klingt, hat das jedoch einen durchaus nachvollziehbaren Hintergrund: Laut der University of Tennessee bekommen unattraktivere Männer in einer Beziehung meist mehr, als sie erwarten und bemühen sich daher besonders, um die Beziehung aufrecht zu erhalten.

Eine weitere Studie des Journal of Evolutionary Biology belegt zudem, dass weniger attraktive Männer eine bessere Spermaqualität haben. Wie gesagt: Uns kommt es eben nicht nur nicht auf das Äußere an.

Eine starke Schulter zum Anlehnen

Selbstverständlich weiß jede von uns, was sich hinter den drei Buchstaben BMI versteckt. Der BMI (Body-Mass-Index) sollte bei uns Frauen zwischen 19 und 24 liegen, dann haben wir Normalgewicht. Schwieriges Thema, schließlich wollen wir ja perfekt aussehen und bloß nicht zu viel Gold auf unseren Hüften schleppen. Wie aber sieht das bei unseren Partnern aus? Ist uns sein BMI ebenso wichtig wie unser eigener? Ja! Und zwar sollte dieser höher sein.

Forscher haben nämlich herausgefunden, dass wir Frauen weitaus glücklicher und zufriedener in einer Beziehung sind, wenn der Partner einen höheren BMI hat als wir selbst. Dem möchten wir allerdings hinzufügen, dass beim BMI und dem Gewicht selbstverständlich nicht nur Fettmasse, sondern vor allem Muskeln eine große Rolle spielen. Wir suchen eben eine starke Schulter, an die wir uns lehnen können – nichts Neues, aber wissenschaftlich belegt.

Elterliche Beziehungen

Auch, wenn es über Schwiegereltern so gewisse Vorurteile gibt, liegt vor allem uns Frauen das Verhältnis zu ihnen sehr am Herzen. Noch viel wichtiger ist uns allerdings, dass unser Partner ein gutes Verhältnis zu seinen Eltern hat, um dem gemeinsamen Nachwuchs ein liebevolles Umfeld zu garantieren. Die University of Alberta führte dazu mit rund 3000 Menschen eine Studie durch und fand heraus, dass Menschen, die in ihrem Jugendalter eine schlechte Beziehung zu ihren Eltern hatten, im späteren Leben nur schwer Liebe zulassen konnten. Aus einer anderen Studie ging außerdem hervor, dass sogenannte „Muttersöhnchen“, also Teenager, die sich ihrer Mutter näher als dem Vater fühlen, später weniger Streit mit ihrem Lebensgefährten erfahren werden.

Wechselnde Partnerschaften

Obwohl es viele Ehen gibt, denen eine weitere Ehe oder eben andere Lebensgefährten voraus gehen, sollen wir Frauen vor allem dann eine glückliche Ehe führen, wenn die Zahl der Verflossenen gering ist. Das „National Marriage Project“ fand heraus, dass sich Männer, die vor ihrer Ehe viele verschiedene Sexpartner hatten, durchaus darüber im Klaren sind, dass es eben auch noch andere Alternativen zur Ehefrau gibt.

Mal ganz vom „durchschnittlichen“ Bild abgesehen, gibt es natürlich auch Paare, die nicht viel von Monogamie halten und sich mit einer offenen Partnerschaft einverstanden erklären. Dies kann laut verschiedener Forschungen sogar die Beziehung bereichern, sofern die Partner ehrlich über ihre Gefühle reden, sich klare Grenzen setzen und diese niemals überschreiten.

Worauf wir Frauen laut der Wissenschaft besonders viel Wert bei der Suche nach dem Lebenspartner legen, haben wir Ihnen noch einmal kurz und knapp in unserer Fotoshow zusammengefasst.

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