Ausstellung des deutsch-britischen Fotografen Bill Brandt im MoMA

am 06.03.2013 um 10:29 Uhr

Der in Hamburg geborene britische Fotograf Bill Brandt wird ab heute, dem 6. März, im New Yorker MoMA mit einer beeindruckenden Ausstellung geehrt. Dort werden 30 Jahre nach Brandts Tod noch einmal die wegweisenden Drucke des einzigartigen Visionärs gezeigt, der maßgeblich an der Entwicklung der modernen Photographie beteiligt war. „Bill Brandt: Shadow and Light“ wird bis zum 12. August zu sehen sein und ist eine Reise in den Big Apple auf jeden Fall wert.

Bill Brandt wurde am 3. Mai 1904 in Hamburg geboren und flüchtete dann gemeinsam mit seiner Familie aus Überzeugung zu Beginn des Nationalsozialismus in das Heimatland des Vaters, nach Großbritannien. Dort arbeitete er als Fotograf für renommierte Magazine, wie zum Beispiel die Harper’s Bazaar, um sich dann als einer der innovativsten seiner Zeit einen Namen im Fotografie-Business zu machen.

Im Zentrum seiner frühen Werke stehen oft Landschaften und die britische Gesellschaft, auch die englische Literatur war oft Mittelpunkt seiner Arbeiten. Vor allem das Leben der britischen Bevölkerung zu Zeiten der Depression und die realistische Darstellung der Welt, wie er sie beobachtete, sind dabei Werke, die den Betrachter nicht kalt lassen.

„Bill Brandt: Shadow and Light“

Später befasste sich Bill Brandt vorrangig mit Aktaufnahmen und zeigte die weiblichen Formen auf eine stark abstrakte und graphische Art und Weise und schaffte damit einmalige Fotografien. Charakteristisch für ihn war das Spiel mit Licht und Schatten, das deswegen auch im Titel der ihn ehrenden Ausstellung im New Yorker Museum of Modern Art erwähnt wird: „Bill Brandt: Shadow and Light“ wird ab heute, dem 6. März, bis zum 12. August 150 seine spannendsten Bilder zeigen.

Dabei wird die Ausstellung in sechs Sektionen unterteilt, jede ein wichtiger Aspekt seiner Karriere: London in den Dreißigern, Nordengland, der Zweite Weltkrieg, Porträts, Landschaften, Aktaufnahmen. Die Schwarz/Weiß-Fotografien laden zum Verweilen ein und rufen unwillkürlich tiefe Emotionen hervor. Somit ist die Ausstellung im MoMa definitiv einen Trip in den Big Apple wert!

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