Schmuck fürs Gesicht

Schmuck fürs Gesicht: Das war’s mit Ringen und Ketten, jetzt schmücken uns Bindis

am 21.08.2015 um 15:23 Uhr

Das Jahr 2015 war bis jetzt schon ziemlich vollgestopft mit funkelnden Schmucktrends. Wir haben alles ausprobiert, die Zwei-Finger-Ringe genauso wie die Flash-Tattoos, die Handcuffs oder die Tribal-Ohrringe. Doch beim nächsten Trend hätten selbst wir nicht gedacht, dass er es tatsächlich noch einmal auf die Straßen der Modemetropolen schafft: Gesichtsschmuck. Wir verraten Ihnen hier und in unserer Fotoshow , welcher Schmuck-Trend aus den 90er-Jahren nun zurückkehrt und wo dieser eigentlich seinen Ursprung hat.

Viele kennen den schicken Funkel-Schmuck noch aus ihrem letzten Urlaub in Indien, bei anderen wecken Bindis Erinnerungen an die modischen Fehltritte der 90er-Jahre. Nun sind sie als Trend zurück.

Die Geschichte des Gesichtsschmucks

Während Bindis in den 90er-Jahren als modischer Trend einer Straßenkultur in die Geschichte eingingen, haben die funkelnden Steinchen in Indien eine religiöse und kulturelle Tradition. Früher war es beispielsweise so, dass verheiratete Frauen ein Bindi zwischen den Augen trugen, an jener Stelle, an der das dritte Auge sitzen soll. Außerdem gilt das Bindi als Symbol für Glück und Weisheit, weil nach dem hinduistischen Glauben an der Stelle zwischen den Augenbrauen das verborgene Wissen sitzt. Auch Nasen-Piercings sind in Indien üblich und werden als Ehrung der hinduistischen Muttergöttin Parvati verstanden. Doch mit modischen Details hatten diese Schmuckstücke nie wirklich etwas zu tun, zumindest nicht bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts.

Wenn Mode auf Punk macht

Bands wie die Ramones machten den Punkrock plötzlich zum Trend und etablierten den unkonventionellen, rebellischen Look samt Piercings und Tattoos. 1994 war es dann Jean Paul Gaultier, der als einer der ersten Designer tätowierte und gepiercte Models über den Laufsteg schickte. Und dann kam der Boom: Gwen Stefani sah man nur noch selten ohne ein Bindi zwischen den Augenbrauen. Angeblich war ihre Vorliebe für den Gesichtsschmuck vom indischen Background ihres damaligen Freundes und Bandkollegen Tony Kanal beeinflusst. In dieser Zeit waren Bindis DIE Accessoires, die das Gesicht einer stilsicheren Frau schmückten.

Wir outen uns. Auch wir haben in den 90er-Jahren Bindis getragen, sie zu Zickzack-Scheiteln und Plateauschuhen kombiniert. Doch mit der Auflösung der Spice Girls endete dann auch weitestgehend die Ära der zwischen den Augen oder im Augenwinkel funkelnden Klebe-Steinchen.

Bindi, Septum und Co. sind zurück

Pat McGrath zeigte mit ihrem Gesichtsschmuck für Givenchy jedoch keinen Raver-Style, wie wir ihn noch von damals kennen, sondern vermittelt mit schweren Smaragden und Rubinen eine dunkle Aura. Schon für den Sommer 2014 kündigte sie für Givenchy die Rückkehr des Gesichtsschmucks an. Damals allerdings in Form üppiger Schmuck-Masken, die kaum einen Zentimeter Haut im Gesicht der Models freiließen. Nicht wirklich tragbar.

2015 setzt sich der Trend dann allerdings wirklich durch: In Form von schwarz-roten, goldenen oder silbernen Steinchen sorgten die Bindis unters Auge, an die Mundwinkel oder ans Kinn geklebt für einen auffälligen Look. Auch große Fake-Septen an der Nasenscheidewand dürfen laut Givenchy nun absolut nicht mehr fehlen.

Oops we do it again

Plötzlich gibt es kein Festival mehr ohne Bindis und funkelnden Kopfschmuck. Besonders beliebt sind derzeit auch Piercings in der Nasenscheidewand. Allerdings können diese ganz schön wehtun. Wer den Schmerz umgehen möchte, der legt sich besser ein Fake-Septum zu und klemmt sich dieses ganz einfach bei der nächsten Party an die Nase. Wer sich dem funkelnden Trend anschließen möchte, der sollte dringend einmal in den Stores von Bindi World oder Carmen Cita Jones vorbei schauen.

Wie die angesagten Bindis aussehen und wer sie trägt, erfahren Sie in unserer Fotoshow.

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