“Black Ivory” ist der teuerste Kaffee der Welt

am 08.12.2012 um 15:41 Uhr

“Black Ivory”, die Sensation für Connaisseurs, löst den Katzenkaffee “Kopi Luwak” ab und wird zum teuersten Kaffee der Welt – dreißig Elefanten aus den Anantara Ressorts sei Dank.

Für die einen ist Kaffee ein täglicher Wachmacher, der zum Frühstück dazugehört und von der Einkaufsliste nicht weggestrichen wird. Für die anderen ist er ein edles Genussmittel, das sich die Gourmets auch gerne etwas kosten lassen. Kaffeeliebhaber – in Deutschland immerhin 70 Prozent – sollten jetzt hellhörig werden, denn der bisher teuerste Kaffee aus Katzendung wird nun durch einen neuen, noch edleren Tropfen abgelöst. Bisher veredelten Connaisseurs ihren Tag durch eine schöne Tasse “Kopi Luwak”, dessen Bohne aus den unverdauten, wieder ausgeschiedenen Kaffeekirschen von Schleichkatzen herausgefiltert wird. Eine feine Spezialität unter Kennern. Doch nun erreicht uns ein neuer Trend, der den Kaffeemarkt mit noch mehr Luxus übersät. Genussmenschen mit dem Gaumen für besondere Köstlichkeiten verwöhnen ihre Sinne nun mit einer neuen Besonderheit: Elefantenkaffee. Da bekommt das Sprichwort “Ein Elefant im Porzellanladen” doch gleich eine ganz andere Bedeutung.

Eine feine Milde für einen Gourmet-Gaumen

“Black Ivory” – schon allein der Name ist äußerst verheißungsvoll – nennt sich die seltene und hochfeine Bohne des luxuriösen Heißgetränks und wird in ausschließlich vier Standorten der Welt hergestellt. In den Anantara Ressorts auf den Malediven und in Thailand füttert man dreißig Dickhäuter mit Thai-Arabica-Kaffeebohnen, die auf einer Höhe von ungefähr 1.500 Metern gepflückt werden. Enzyme im elefantastischen Verdauungstrakt spalten die Proteine in der Bohne, die für die Bitterkeit verantwortlich sind. Demnach soll der aufgebrühte Kaffee eher mild und nach Milchschokolade schmecken, leicht nussig mit einem Hauch von Gewürzen und roten Beeren. Ein wirklich exklusiver Geschmack und gar nicht so abschreckend, wie es anfangs erscheint. Aber warum ist “Black Ivory” nun der teuerste Kaffee der Welt?

40 Euro für eine Tasse “Black Ivory”

Im Moment kostet ein Kilo der Bohnen zirka 865 Euro und somit liegt der Betrag für eine Tasse bei ungefähr 40 Euro. Ein kostspieliger Genuss, der aus diversen Gründen eine einzigartige Sensation ist. Erstens: Die Elefanten müssen sage und schreibe zirka 35 Kilo Kaffeekirschen essen, um knapp weniger als zweieinhalb Pfund Kaffeebohnen zu produzieren. Zweitens: Diese zweieinhalb Pfund werden aus dem Dung der großen, grauen Schwergewichtler von den mahouts, den Elefantentrainern, handverlesen, um dann sonnengetrocknet zu werden. Ziemlich viel Aufwand und noch dazu äußerst tierfreundlich. Laut der Website gehen acht Prozent der Einnahmen an das Anantara Golden Triangle Elephant Camp, welches die Nahrungs- und tierärztliche Versorgung bereitstellt. Eben ein Kaffee mit besonderer Wertigkeit: Ökologisch, kostspielig und eine Rarität. Derzeit sollen angeblich nur 50 Kilos zum Verkauf stehen, weswegen man eine Tasse Elefanten-Kaffee bisher nur in den Anantara Ressorts selbst bekommt, wo er für den Gast aufwändig und im alten Kolonialstil direkt am Tisch frisch aufgebrüht wird. Bis das braune Goldwässerchen auch in Deutschland erhältlich sein wird, könnte daher noch ziemlich viel Zeit vergehen. Aber bis dahin können wir uns ja auf den Katzendung stürzen und darauf warten, aus welchen animalischen Exkrementen man die nächste verheißungsvolle Kaffeesorte filtert. Vorschlag von unserer Seite: Krokodildung könnte schon allein wegen der risikoreichen Bergung noch teurer angeboten und spektakulärer vermarktet werden.

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