Buch-Tipp für hochzeits-feindliche Bros & kaltfüßige Chicks

am 17.03.2013 um 11:00 Uhr

Wir möchten Sie gerne auf ein durchaus alltagsrelevantes Terrain entführen: Die Bro- und Chickologie. Nach dem Bro-Code, dem Playbook und dem Chick-Code gibt es jetzt Nachschub: „Warum Bros nicht heiraten wollen und Chicks immer kalte Füße kriegen“ heißt das neue Buch des Riva Verlags, welches er- und aufklärt und uns für ein gelungenes Miteinander aller Bros & Chicks sensibilisiert.

Die Bro- und Chickologie

Samstagnacht nackt im Bett. Sie:„Was denkst du?“ Er: „Nichts“. Und Boom macht sich Enttäuschung breit. Und jetzt stellen Sie sich mal folgende Situation vor – Sie: „Was denkst du?“ Er: „An all die Menschen, die nicht so ein großes Glück haben, wie wir beide“ oder noch besser: „Daran, wie unser Kind wohl aussehen würde“, alternativ könnte er auch sagen: „An Kätzchen“. Es könnte alles so einfach sein zwischen Männlein (=Bros) und Weiblein (=Chicks) – das neue Ratgeberbuch verrät uns sehr humorvoll wie.

Waschechte Bros und originale Chicks

Doch was ist hier Bro und was Chick? Das Buch bringt es kurz und knapp auf den Punkt: Ein waschechter Bro empfindet einen Kasten Bier als optimales Geschenk und interpretiert sein gelegentliches Kopfnicken in der Disco als Tanzen; ein originales Chick hingegen unterbricht eine Liebesnacht wegen einer heulenden Freundin auf der Mailbox oder eben eines Bad Hair Days. Und wenn wir Chicks verliebt sind, dann planen wir nach der Sternzeichen-Analyse gleich die Hochzeit und ignorieren unseren Bro, um seine Jagdinstinkte zu wecken.

Do you speak Bro or Chick?

Das erste Kapitel umfasst ein Wörterbuch, wo erst einmal die elementaren Sprachbarrieren zwischen den Geschlechtern aufgearbeitet werden, beispielsweise der nicht an Aktualität verlierender Klassiker „Nichts“:

Er: „Was ist denn plötzlich los?“

Sie:„Nichts!“

Er:„Du bist aber komisch?!“

Sie:„Es ist nichts!“

Er:„Ich habe doch gar nichts gemacht!“

Stille.

Was wir mit „Viel Spaß!“, „Mach doch, was du willst!“, „Na toll!“ & Co. meinen, wird prägnant für Männer veranschaulicht. Aber genauso einfach wie bei Leo.org, erfahren wir, was er mit „Ich bin müde“, „Ich rufe dich an“ sowie „Ich liebe dich“ meint.

Gesetz ist Gesetz

In den insgesamt 16 kurzen Kapiteln der insgesamt 181 Seiten werden alle Phasen des Miteinanders zwischen Bros und Chicks beleuchtet: Von der ersten Anmache bis zum ersten Date, von den häufigsten Beschwerden bis hin zur Trennung –  und der Zurückeroberung. Viele Kapitel beinhalten dabei praxisbezogene Checklisten und Gesetze – Paragrafen-Kunde separat dargestellt für Bros und Chicks.

Unser Lieblingsgesetz für Bros:

Heute würde sie vielleicht am liebsten mit dir durchbrennen – aber morgen will sie vielleicht lieber einen kleinen Babydrachen und Superkräfte.

Unser Lieblingsgesetz für Chicks:

Gemeinsam lachen ist wichtig in einer Beziehung. Das Wort gemeinsam heißt alle beide. Es heißt nicht, „dass er mich zum Lachen bringt“ ist wichtig für eine Beziehung.

Die ganze Wahrheit über Chicks & Bros

Trotz der Verwendung stereotyper Geschlechter-Schubladen (in die wir natürlich aufgrund der jeder von uns immanenten Einzigartigkeit nicht passen), zeichnet sich das Buch dadurch aus, dass es für Männer und Frauen geschrieben ist – wodurch man sowohl etwas über den Liebsten als auch über sich selbst erfährt. Fernab von den existentiell-ernsten Beziehungsratgebern für Frauen oder den deprimierenden Single-Lektüren, liegt die Stärke des Buches in der Verbindung aus zwei Dingen: Die überspitzten Klischees erlauben es uns dank einer großen Portion Humor zwischen den Zeilen der Wahrheit auf die Schliche zu kommen.

Genau, wie die von uns zitierten Lieblingsgesetze für Bros und Chicks es verdeutlichen, geht es darum einander besser zu verstehen. Und diese Aussage zieht sich wie ein roter Faden durch den Ratgeber: Es bringt nichts den Partner immer verändern zu wollen oder mit seinen Erwartungen zu überfordern. Männer und Frauen sind unterschiedlich – und das ist auch gut so. Aber wenn man sein Gegenüber besser versteht, sind die Kniffe ganz einfach umzusetzen.

Also, liebe Bros – was antwortet ihr das nächste Mal auf die Frage: „Was denkst du?“ – eventuell sorgen wir dann auch für genügend Bier im Kühlschrank und sehen endlich ein, dass Wein kein Ersatz für Bier ist.

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