London Fashion Week

Peace, Love and Happiness: Hippie-Feeling bei Burberry Prorsum

am 24.02.2015 um 13:56 Uhr

“Patchwork, Pattern & Prints” – der Name der Kollektion war bei der Show von Burberry Prorsum Programm. Christopher Bailey zeigte eine von den Hippie-Zeiten angehauchte Kollektion, deren Pieces wir uns am liebsten direkt vom Catwalk in unseren Kleiderschrank gehangen hätten. Wie der Designer sein Motto mit Bravour in die Tat umsetzte, welcher Gast durch Unpünktlichkeit auffiel und was die Highlights der Show von Burberry Prorsum während der Fashion Week in London waren, erfahren Sie hier und in unserer Fotoshow .

Burberry ist die erfolgreichste Marke Großbritanniens. Wir sind uns daher ziemlich sicher, dass viele der gezeigten Kollektionsstücke von Christopher Bailey schon bald wieder in den unterschiedlichsten Interpretationen kopiert und in der Boutique um die Ecke verkauft werden. Freuen wir uns also auf einen Herbst voller Love, Peace und Happiness.

Die Kollektion

Wie der Name bereits vermuten lässt, zeigte Christopher Bailey für den Herbst und Winter 2015/2016 eine verträumte Kollektion voller Patchworks, Boho-Ponchos, Fransen und Quilt-ähnlichen Strukturen.

Bereits der erste Look, ein langer, türkisfarbener und in Grasgrün bedruckter Poncho mit langen Wildleder-Fransen, gab den Ton für die neue Kollektion maßgeblich an. Was danach folgte, waren volkstümlich anmutende Kleider in zarten Materialien, die wie zu guten, alten Hippie-Zeiten oder auf ausgelassenen Festivals die eigentliche Leichtigkeit des Lebens wecken. Leicht transparente Paisley-Kleider mit Blumenmustern, Leder- und Fellmäntel sowie die klassischen Burberry-Trenchcoats in neuer Hippie-Optik und vor allem Fransen soweit das Auge reicht, waren Baileys Interpretation des Mottos “Patchwork, Pattern & Prints”.

Interessant waren auch die Widersprüche in den Outfit-Kombinationen: Eine Leoparden-Clutch kombiniert zum hauchdünnen Rock, Fransen-Boots und Woll-Poncho oder Wildleder-Mäntel mit Fransen zu beinahe durchsichtiger Baumwolle gestylt. Kontraste, die allerdings nicht nur durch wildes Kombinieren entstanden, sondern durchaus einen tieferen Sinn hatten: Die Ruhe mit der Schnelllebigkeit zu verbinden.

Die Trendfarben: So, wie man sich den Hippie-Look vorstellt, waren Farben wie Marsala, verschiedene Braun-, Grün- Blau- und Senfgelb-Töne in auffälligen Prints und Patchworks bestimmend. Erlaubt ist, was Spaß macht.

Unser Lieblingslook: Zugegeben, wir lieben den Look der Hippie-lastigen 70er-Jahre, besonders angetan hat es uns allerdings ein sandfarbener Wildledermantel und ein leicht transparentes Paisley-Maxikleid in Beige, welches zu einer kurzen, schwarzen Weste getragen wurde.

Schnell versus langsam

Bei seiner neuen Kollektion für den Herbst und Winter 2015/2016 soll es Bailey am Herzen gelegen haben, die Produktion per Hand wieder in den Vordergrund zu stellen. Nach der Show äußerste sich der Designer über seine Inspirationsquellen für den 70er-Jahre-Flair: „Der 70er-Jahre-Style war nicht beabsichtigt. Angefangen hat die Kollektion nicht mit einer Ära, sondern vielmehr mit einer typisch britischen Idee. Ich wollte all die britischen Handwerke mit anderen Kulturen vermischen.”

Doch nicht nur die Volkstümlichkeit lag dem Designer für die nächste Saison am Herzen, sondern auch der Fakt, dass Handarbeit sehr viel Zeit kostet und das ausgerechnet in dieser schnelllebigen Generation: „Diese handgefertigten Stücke nehmen sehr viel Zeit in Anspruch und können nicht nebenbei gefertigt werden. Diesen Kontrast zu unserer sehr schnelllebigen Welt mag ich sehr“.

Die Front-Row: Burberry wartet auf niemanden

Burberry Prorsum ist nur nicht dafür bekannt, bei seinen Shows durch und durch prominente First-Rows vorweisen zu können, sondern auch dafür, zu den wenigen Labels zu gehören, die ihre Präsentation stets pünktlich beginnen. Mit nur fünf Minuten Verspätung ging es los, schließlich sollten ja auch die Millionen Menschen am Livestream auf ihre Kosten kommen. Einem prominenten Gast war die Zeit allerdings so egal, dass er die Show beinahe verpasst hätte.

Liebe Naomi Campbell, Burberry Prorsum wartet nicht, auch nicht auf Sie.

Während sich Maggie Gyllenhaal, Paloma Faith, Jourdan Dunn, Kate Moss, Cara Delevingne und Starfotograf Mario Testino brav in der ersten Reihe platzierten und die Show pünktlich starten konnte, stöckelte zehn Minuten später auch Naomi Campbell zu ihrem Platz neben Testino. Zuvor hatte ein Security Testino und Co. gebeten, ein wenig nach rechts zu rücken, damit Miss Campbell auch noch ihr Plätzchen findet. Moss brach in herzhaftes Lachen aus und das alles während der Show, versteht sich.

Sehen Sie sich die schönsten Looks der verträumten Kollektion von Christopher Bailey für Burberry Prorsum und den Herbst/Winter 2015/2016 noch einmal in unserer Fotoshow an.

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