Cara Delevingne: Das heißeste Gesicht auf dem Planeten

am 24.06.2013 um 16:33 Uhr

Cara Delevingne hier, Cara Delevingne dort, Cara, Cara, Cara – Die 20-jährige Britin scheint momentan wirklich das heißeste Gesicht auf dem Planeten zu sein und ist omnipräsent in den Medien. Als Testimonial von Burberry und Yves Saint Laurent, Model des Jahres bei den „British Fashion Awards“, neues Lieblingslaufstegmädchen von Karl Lagerfeld, neue beste Freundin von Rihanna und Inhaberin von ungefähr fünf Twitter-Accounts ist sie einfach nicht mehr zu übersehen.

Dabei beweist Cara Delevingne auf ihren Instagram- und Twitter-Schnappschüssen ja allzu gerne, dass sie ein stinknormales Mädchen ist und zudem auch noch die verrücktesten Grimassen ziehen kann. Ganz frei nach dem Motto: Hallo, ich bin total normal und crazy, ich bin ganz genau wie ihr auch – das normale Mädchen von nebenan, mit Street Credibility. Die neue Kate Moss! Aber Fakt ist, Cara Delevingne ist eben nicht das ganz normale Mädchen von nebenan und mit Sicherheit auch nicht die neue Kate Moss.

Cara Delevingne die neue Kate Moss? Niemals!

Das jungenhafte Mädchen, das so viel Wert legt auf ein abgerocktes Äußeres, einen lockeren Look und eine „down to earth“-Attitüde legt, ist nämlich meilenweit von einem Arbeiterkind entfernt. Während Kate Moss im Londoner Stadtteil Croydon in tatsächlich bescheidenen Verhältnissen aufwuchs, stammt Cara aus Belgravia/Chelsea, einer der teuersten Innenstadtlagen Londons, dort wo es nur Botschaften, grüne Wiesen und Superreiche gibt. Cara Delevingnes Familie ist sehr wohlhabend und vor allem gut vernetzt – in den besten Kreisen der britischen Gesellschaft. Um es auf einen Nenner zu bringen: Caras Patentante ist keine Geringere als die britische Schauspielerin Joan Collins der Kultserie „Denver Clan“. „Massen von nützlichen Freunden und Pötten voller Geld“: So bringt die Daily Mail den Rich-Kids-Hintergrund der drei Delevingne-Schwestern auf den Punkt, die alle Privatschulen besuchten und höchstens dadurch auffielen, dass sie nicht nur reicher, sondern auch hübscher als alle anderen Mitschülerinnen waren. Street Credibility? Nö! Eher eine Vortäuschung von Authentizität.

Das Glück der Reichen: Was für ein Zufall!

Sarah Doukas, Gründerin der Londoner Modelagentur „Storm“ entdeckte damals die gerade 14-jährige Kate Moss, die wenig später als die neue Verkörperung des Jahrzehnte lang angesagten „Heroin Chic“-Looks gefeiert wurde. Doukas entdeckte auch Cara Delevingne, aber nicht auf einem New Yorker Flughafen und sicher auch nicht durch Zufall. Cara war nämlich schon von Kindesbeinen an eine Freundin von Doukas’ eigener Tochter, Genevieve Garner. Und so bekam die Sandkastenfreundin bereits 2009, mit 17 Jahren, ihren ersten Model-Vertrag bei „Storm“, derselben Agentur, die auch Kate Moss berühmt gemacht hatte. Von da an ging alles nur noch Schlag auf Schlag, eine Show jagte die nächste und nun steht Cara da, im großen Mittelpunkt, und zieht weiterhin ihre Grimassen, mit denen sie uns suggerieren möchte, sie sei alles, nur nicht das normale Rich Kid.

Chanel meets Primark

Sie zieht Schnuten, posiert in selbstironischen Posen, trägt Baseball-Caps und Sneaker, setzt auf den Tomboy-Look und Markenmix: Die super engen Skinny-Jeans sind verwaschen und abgewetzt, H&M trifft mal gerne auf Prada, Primark auf Chanel. Mit nur einem Unterschied: Wenn sie wollte, könnte alles Chanel sein, von Kopf bis Fuß. Stinkreich sein, aber posieren wie ein Straßenmädchen – das ist gerade angesagt, auch bei anderen High-Society-Girls.

Von den modelnden Jagger-Töchtern bis über Alice Dellal – all diese millionenschweren Töchter inszenieren sich in einer coolen Attitüde, die sie wohl kaum durch echte Lebenserfahrung erworben haben. Aber solange sie weiterhin ihre Grimassen ziehen und in abgewetzten Hosen posieren, dürfen sie sich als Teil der Durchschnittsbevölkerung fühlen. Solange man danach das I-Phone weglegen und sich in seine Upper-Class-Villa zurückziehen kann, ist ja alles im Lot.

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