Chanel Métiers d'Art

Chanel Métiers d’Art: Kaiserlicher Trachtenumzug in Salzburg

am 05.12.2014 um 12:30 Uhr

King Karl hat wieder zugeschlagen und die internationale Modewelt mit großem Tamtam bei der Vorführung seiner Métiers d’Art-Kollektion vereint. Seit 2002 sucht sich der Meister irgendwo auf dieser Welt ein Örtchen, an dem er seine legendäre Zwischenlinie preisgibt, präsentiert diese dann mit Bezug zum Ort und spiegelt dazu meist ein Lebensergebnis aus Coco Chanels Leben wider. Bei der diesjährigen Kollektion fiel die Wahl auf Salzburg. Passend dazu diente das Kaiserpaar Sissi und Franz ebenso als Inspiration wie die Stadt Salzburg an sich, in der sich Coco Chanel bei einem Urlaub für ihr wohl berühmtestes Kleidungsstück – die Chanel-Jacke – inspirieren ließ. Und das von einem Liftboy. Alle Details und Highlights der Show verraten wir Ihnen hier und in unserer großen Fotoshow.

Im Schloss Leopoldskron zu Salzburg wurden die pompösen Räume eigens für King Karl, seine Chanel-Inszenierung und die rund 500 geladenen Gäste komplett neu eingerichtet, mit silbernen Etageren und üppigen Delikatessen, Samtstühlen, Teppichen, Kerzen und familiärer Atmosphäre bestückt. Rokoko-Fundstücke aus ganz Europa kamen in der Haupthalle des Schlosses, der Bibliothek und einigen Salons für die Métiers d’Art-Show als Interieur zum Einsatz. Dreimal wurde die Show insgesamt vorgeführt. 

Die Kollektion: Rokoko und traditionelle Trachten in einem Meisterwerk vereint, das ist die aktuelle Métiers d’Art-Kollektion von Karl Lagerfeld für Chanel und seine begeisterten Anhänger. Die Kollektion passte perfekt ins malerische, opulente Setting der Show: Bodenlange Lodenmäntel mit aufwendigen Brokat-Stickereien, Leder-Hotpants mit Schmetterlingsdekorationen, Blusen mit gerüschtem Stehkragen und feinsten Kristallblüten des Stickerei-Ateliers Lesage gehörten zu den kennzeichnenden Looks. Viele Kleider wurden neben in Kleinstarbeit gefertigten Kristallmustern auch von Federn geschmückt, für die sich der Federspezialist Maison Lemarié verantwortlich fühlte. Ein wichtiger Hauptteil der Kollektion waren natürlich die unzähligen Neuinterpretationen des legendären Chanel-Janker, der vom Kostüm eines Liftboys inspiriert wurde. Mal etwas kürzer, mal aus Leder, mal mit weiten Ärmeln, mal ganz klassisch, aber immer mit einem Hauch Tradition und Tragbarkeit vereint. Die Hüte, die einige Models um Cara Delevingne und Kendall Jenner trugen, stammten vom für seine Kunst bekannten, Pariser Hutmacher Maison Michel.

Besonderer Eyecatcher: Wenn sich Karl Lagerfeld, Pharrell Williams und Cara Delevingne zusammenfügen, lässt sich nur vermuten, dass etwas Geniales dabei herauskommen muss. Neben seiner Zwischenkollektion für den kommenden Spätsommer, stellte Karl Lagerfeld auch seinen Kurzfilm „Reincarnation“ (deutsch: Wiedergeburt) für Chanel vor. In diesem von dem Designer, Fotografen und eben auch Regisseur präsentierten Film wird die Geschichte der legendären Chanel-Jacke und ihrer Erfinderin Coco Chanel (eigentlich Gabrielle Bonheur Chanel) erzählt. In den Hauptrollen: Geraldine Chaplin als Coco Chanel, die 1945 einen Urlaub in der Nähe von Salzburg machte, sowie Cara Delevingne als Kellnerin und Pharrell Williams als Liftboy, die sich im Traum in Kaiser Franz Joseph I. und seine Sissi verwandeln. Der Soundtrack zum Film „CC The World“ wurde natürlich eigens für Kaiser Karl von Pharrell Williams im Duett mit Cara geliefert.

Der Beauty-Look: Das Deckhaar der Models wurde, wenn nicht von einem Hut aus dem Hause Maison Michel getoppt, am Hinterkopf mit einer Spange in Schleifenform locker festgesteckt. Ansonsten fielen die Haare natürlich, glatt und offen über die Schultern der Trachten-Trägerinnen. Das Make-up gestaltete sich mit Nude-Lippen, reinem, blassem Teint und kaum Rouge schlicht, Hingucker war hier ein dunkles aber einfaches Augen-Make-up mit schimmernd, schwarzem Lidschatten.

Im nächsten Jahr soll die Métiers d’Art-Kollektion in Rom vorgestellt werden. Wir dürfen gespannt sein, welchen Coup sich König Karl bis dahin überlegt und laden Sie in unserer Bildergalerie der Salzburg-Show zum lauten Seufzen und Staunen ein.

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