Fashion: Was bevorzugen Sie, Copycat oder Original?

am 11.09.2013 um 17:53 Uhr

Die Designer versorgen uns in diesen Tagen virtuell und in den Stores mit den neuesten Kollektionen für den Herbst. Der Anblick ist zum Dahinschmelzen, die ausgeschriebenen Preise allerdings auch. Wir haben uns auf die Suche nach günstigen Alternativen gemacht und Pro- und Kontra-Argumente für die sogenannten Copycats gesammelt!

Bei Labels wie Acne, Céline, Stella McCartney, Valentino, Isabel Marant, Jil Sander & Co. fängt Ihr Puls an zu rasen und Ihr Verstand auszusetzen? Ohne hinzuschauen, könnten Sie jene Styles dem Warenkorb hinzufügen mit der Sicherheit, dass Ihnen einfach jedes Teil gefallen würde. Von der einen Schulter ruft ein kleiner Teufel: „Sofort einpacken, dieses Must-have brauchst du in dieser Saison in jedem Fall. Am besten noch vor allen anderen.“ Von der anderen jammert das Engelchen: „Aber denk doch an dein Konto, dieses finanzielle Loch lässt sich so leicht nicht stopfen, außerdem gibt es bei H&M, Zara und Co. doch die gleichen Sachen als Copycat“. Der Zwiespalt wächst, die Stimmen werden immer lauter – wie entscheiden?

Weniger ist mehr

Wer auf eines der Original-Must-haves spart, dürfte den Vorzug genießen, wenig andere Trend-Teile zu shoppen. Schließlich hat jeder ein gewisses Budget, was eingeteilt werden muss. Da dicke Labels nicht unbedingt als Schnäppchen gelten, wird das Ersparte also lieber für jenes bestimmte Objekt der Begierde aufgeopfert. Wer hingegen auf günstige Versionen zählt, gibt automatisch mehr Geld für viele solcher Alternativen aus und hat am Ende zwar einen prall gefüllten Kleiderschrank, der aber vielleicht nur für den Moment glücklich macht und wenige Klassiker besitzt?

Qualität hat seinen Preis

Leider ist an dieser Aussage nun einmal etwas Wahres dran. Die Copycats von Zara, Topshop, Asos und H&M kommen zwar optisch häufig an das Original der großen Labels heran, jedoch unterscheiden sie sich am Ende in einem wesentlichen Detail: im Material! Denn wer ein Blick in das Etikett wagt, wird dort bei den billigen Versionen häufig Polyester, Polyamid, Polyacryl und andere Kunstfasern, die alles andere als angenehm zu tragen sind. Die Redensart „Wer schön sein will, muss leiden“ könnte sich damit bewahrheiten oder es wird eben überlegt, doch in hochwertige Materialien zu investieren!

Nur für eine Saison

Oft kreieren große Designer vor allem It-Pieces, die lediglich für eine Saison aktuell und trendy sind. Spätestens zwei Saisons später sind die auffälligen und extravaganten Pieces out und satt gesehen. Wenn es sich also nur um temporäre Trends handelt, kann ein Copycat durchaus vorteilhafter sein. So kann der Trend kostengünstig mitgemacht und öfters mal etwas Neues ausprobiert werden. Zeitlose Designs können dann wieder teurer sein, denn schließlich hat man davon möglichst lange was.

Fair Trade

Bei diesem Punkt dürfte es unentschieden stehen. Denn auch die großen Designer lassen trotz hoher Verkaufspreise häufig in denselben Textil-Fabriken anfertigen wie günstige Anbieter. Ob nun Copycat oder Original, ganz sicher kann sich der Kunde am Ende nicht immer sein, dass das Geld in verbesserte Herstellungsbedingungen investiert wird. Es sei denn, Labels machen diesen Schritt transparent und da könnten wir bei großen Labels eher Glück haben.

Entdecken Sie in unserer Fotoshow verblüffend ähnliche Styles und erraten Sie, welches Trend-Teil vom Designer und welches die günstige Alternative ist.

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