Cornrows

Cornrows sind die Trendzöpfe 2015

am 11.03.2016 um 15:06 Uhr

Besinnen wir uns einmal auf 90er-Jahre, denken wir zurück an die Zeiten, in denen unter anderem Cornrows die Gemüter spalteten, diese Frisur zweifelsohne polarisierte. Cornrows, das sind diese typisch afrikanischen Flechtwerke, die eng an der Kopfhaut gebunden werden. Während die einen an von den Zöpfen an viel zu straff gebundene Frisuren aus Kindheitstagen erinnert wurden, schüttelten andere beim Anblick der Zöpfe den Kopf, da Cornrows eben eine traditionelle Haarkunst und keine Trendfrisur darstellten. Das sieht heute anders aus: Das Luxushaus Valentino zeigte beispielsweise, dass sich Cornrows neuerdings sogar in Kombination mit Haute-Couture-Roben behaupten. Wie das möglich ist? Ganz, einfach: Wir schwelgen eben nicht mehr nur in Erinnerungen, sondern interpretieren die traditionellen Flechtzöpfe mit modernen Einflüssen neu. Wie Sie die Trendfrisur von Valentino, Giorgio Armani und Co. nachmachen, das erklären wir Ihnen hier und in unserer Fotoshow .

Ihren Namen Cornrows (Deutsch: Kornreihen) verdanken die coolen Flechtzöpfe, die eng an der Kopfhaut geflochten werden, ihrem Look, der der Struktur eines Maiskolbens ähnelt. So aufwendig die Flechtkunstwerke auch aussehen mögen, mit etwas Geschick und Geduld, gelingen Sie auch uns.

Die Cornrows der Neuzeit

Wir haben es schon öfters erwähnt und werden es sicherlich auch noch das eine oder andere Mal tun: Zöpfe sind im Trend und das vielfältiger denn je. Ebenso sehen auch die eng am Kopf geflochtenen Cornrows nicht mehr nur aus, wie die traditionellen Flechtwerke. Sie werden entweder aufgelockert und sogar nur angedeutet, wie bei Giorgio Armani gesehen oder in den Längen zu witzigen Schlaufen gebunden, wie es das Label Schiaparelli zeigte.

Das Label Giamba nutzte die eng am Kopf gebundene Flechttechnik sogar lediglich für ein Mittelscheitel-Highlight, ähnlich wie Bibhu Mohapatra. Weitaus traditioneller ging es allerdings bei Valentinos Pre-Fall-Kollektion 2015 zu: Das Luxuslabel etablierte die ganz klassisch gebundenen Cornrows nun sogar in der Haute-Couture-Welt und sorgte damit gleichermaßen für Begeisterung und Verwunderung. Aber, warum eigentlich nicht? Cool und praktisch sind die Zöpfe allemal, um im Sommer einen kühlen Kopf zu bewahren.

Cornrows Anleitung – so geht’s

Zugeben, Cornrows sind nicht die einfachsten aller Frisuren, mit ein wenig Geduld und etwas Fingerspitzengefühl gelingen die Flechtzöpfe aber auch einem Nicht-Stylisten.

Ihre Haare sollten mindestens 10 Zentimeter lang sein, wobei längere Haare sich selbstverständlich noch besser flechten lassen und die Zöpfe in ihnen auch deutlich besser halten als in kurzen Haaren. Außerdem lassen sich Haare grundsätzlich am besten flechten, wenn sie etwas feucht, aber nicht frisch gewaschen, sind. Der Grund dafür ist, dass der Zopf so sehr dicht geflochten werden kann, ohne übermäßig am Haar zu ziehen. Besprühen Sie Ihr Haar also mit etwas Wasser oder einer Ölmixtur und kämmen Sie es sorgfältig, bevor Sie mit dem Flechten beginnen.

Cornrows selber zu machen erfordert etwas Planung. Machen Sie sich also Gedanken darüber, wie viele Zöpfe Sie zum Schluss auf Ihrem Kopf zählen möchten oder wie beispielsweise der Scheitel gelegt sein soll. Für den Anfang sind vier bis sechs Zöpfe mit geradem Scheitel die einfachste Variante.

Teilen Sie Ihre Haare mit einem Stielkamm in die gewünschte Anzahl an Abschnitten und binden Sie diese jeweils mit einem kleinen Gummi fest, damit Sie ohne fliegendes Haar an einer Strähne arbeiten können. Beginnen Sie dann, die einzelnen Haarsträhnen nach der französischen Flechtmethode zu flechten: Teilen Sie die Strähne in drei kleinere und flechten Sie dann erst zweimal den Beginn eines normalen Zopfes, bevor Sie mit der mittleren Strähne etwas Haar von unter der Flechtung aufnehmen, dann einmal normal weiter flechten und wieder Haar mit der mittleren Strähne aufnehmen.

Diese Flechttechnik setzen Sie fort, bis Sie am Ende angekommen sind. Sollten Sie dann noch Haarspitzen übrig haben, flechten Sie diese einfach normal bis zum Schluss oder knoten Ihre Haare leicht und lassen die Längen offen. Fixieren Sie den fertigen Zopf mit einer Perle, Spange, einem leichten Knoten oder einer Haarklemme.

Cornrows: Good to know

Durch sehr präzises Flechten wird die Frisur haltbarer, nicht etwa durch zu starkes Ziehen der Haare, das führt nämlich lediglich zu Kopfschmerzen, gehobener Kopfhaut und Haarausfall. Außerdem halten schmale Zöpfe länger als breite und Cornrows in krausem oder gelocktem Haar besser als in sehr dünnen, glatten Haarstrukturen. Bis zu einem Monat können gut geflochtene Cornrows beispielsweise in krausem Haar überstehen. Dabei lassen sich die Zöpfe selbstverständlich auch waschen. Verwenden Sie dafür spezielles Braids Shampoo oder schäumen Sie Ihr Shampoo in der Hand mit Wasser auf und verteilen Sie es dann auf den Haaren. Das Shampoo wird nicht in den Haaren verrieben, sondern entweder aufgesprüht oder durch das Zusammendrücken der Zöpfe im Haar verteilt. Spülen Sie die Cornrows danach mit klarem Wasser aus und besprühen Sie sie dann mit Conditioner.

Welche Designer den Cornrow-Trend prägten und wie Sie Ihr eigenes Flechtwerk kreieren und pflegen, erfahren Sie in unserer Fotoshow.

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