Dating

Achtung Liebesfalle: Warum Sie niemals Ihr Date googeln sollten

am 14.07.2015 um 17:18 Uhr

Facebook, Twitter, Instagram, Tumblr, Snapchat! Es war noch niemals so leicht, eine Person in den unendlichen Weiten des Internets ausfindig zu machen. Und was so kinderleicht ist, ist umso verlockender: Wieso sollte man sein Date nicht einfach vorher googeln, die geposteten Bilder durchkämmen und sich akribisch durch Hobbys, Likes und Interessen klicken? Schließlich ist man dann ja umso besser vorbereitet und könnte mit vielen Gemeinsamkeiten punkten. Aber falsch gedacht: Das Leben des Dates vor dem vermeintlichen Zusammentreffen intensiv zu ‚recherchieren‘ grenzt eher an eine Art Selbst-Sabotage, als wirklich förderlich zu sein und sollte eigentlich zu den Top-No-Gos des Dating-Knigge gehören. Warum und wieso, das erfahren Sie hier und in unserer Bildergalerie.

Natürlich – wer es noch niemals getan hat, der werfe den ersten Stein! Es ist aber auch zu leicht: Man findet seinen Schwarm auf einer der diversen Social-Media-Plattformen und hat sich dann ruckzuck auf sein Profil ‚verirrt‘. Gute zwei Minuten später hat man sämtliche Fotoalben, Verlinkungen und Likes abgegrast, gute zehn Minuten später suhlt man sich in dem Gefühl, man habe sich nun einen diebischen Vorteil verschafft. Aber hat man das wirklich?

Die „Ja! Ich auch!“-Falle

Tatsächlich gibt es einen Unterschied, ob Sie nun die Facebook-Seite Ihres Schwarms, den Sie seit Monaten schon anhimmeln und der irgendwie doch unerreichbar ist, mal ab und zu mit einem kleinen Interessensklick bekunden oder, ob Sie Ihr ganz reales Date ausspionieren. Warum? Haben Sie schon einmal daran gedacht, dass die beste Basis für ein lockeres und offenes Kennenlernen ist, wenn man unvoreingenommen in eine Situation hineingeht? Stellen Sie sich einfach einmal vor, dass jemand anhand Ihres Social-Media-Auftritts mit schnell gefällten Vorurteilen an Sie herantritt, weil er irgendetwas gelesen hat, was ihm nicht passt. Oder, noch viel schlimmer, dass Ihnen Ihr Date den ganzen Abend nur nach dem Mund redet! Plötzlich hat er die gleiche Lieblingsband, die selben Arthouse-Filme gesehen, liebt Rhabarber-Saftschorle, Star Wars und Sylvia Plath – das wäre Ihnen doch auch zu viel!

Niemand hat Interesse an einem Partner, der zu allem „Ja“ sagt. Wenn wir aber jemanden vor dem ersten Date schon auschecken, dann ist die Wahrscheinlichkeit in die „Ich auch“-Falle zu geraten viel höher: Wir glauben ja schon zu wissen, wie die andere Person tickt. Und daher ist es äußerst verlockend, sich mit ähnlichen Interessen und Vorlieben zu brüsten. Dass diese Attitüde bei unserem Date aber eventuell als nervig aufgenommen werden könnte, vergessen wir in diesem Moment.

Die verlockende Unwissenheit

Wenn man einmal darüber nachdenkt: Eigentlich ist es doch viel schöner mit einer entspannten Unwissenheit an das erste Date heranzugehen. Schließlich hat man dann auch nicht gleich einen überladenen Erwartungshorizont (‚Unsere Profile passen sooo gut zusammen, das muss einfach klappen!‘), sondern kann das Treffen locker und spontan auf sich zukommen lassen. So entgehen einem übrigens auch nicht die versteckten Traumtypen, die man sonst anhand des unvorteilhaften Profilfotos oder des falschen Musikgeschmacks schon ausgesiebt hätte. Außerdem kann man sich dann auf das Vertrauenstempo des Gegenübers einlassen: Möchte der andere etwas preisgeben und Details aus seinem Leben, seinen Interessen und Hobbys verraten, wird er das schon tun.

Und außerdem: Ob er die richtige Art von Humor und Charme hat und ob eine gemeinsame Chemie entsteht oder nicht, kann man eben doch nicht vorher stalken, sondern nur bei einem ersten Date herausfinden. Also bleiben Sie locker – und lassen Sie die Finger von Google!

Impressionen zur Frage, warum Dating und Googling nicht zusammen gehen sollten , finden Sie hier in unserer Bildergalerie.

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