Für die Umwelt

Mikroplastik in Kosmetik? Bitte nicht!

Susanne Falleram 16.06.2016 um 15:31 Uhr

Bei Kosmetikprodukten sollte man nicht nur darauf achten, dass sie möglichst keine fragwürdigen Chemikalien enthält. Auch darauf, ob sie Mikroplastik enthält, sollte man verstärkt achten. Damit tut man nicht nur der Umwelt etwas Gutes, sondern auch sich selbst. Warum, das erklären wir hier.

Sicherlich haben Sie auch schon mal eine Dokumentation gesehen, in der veranschaulicht wird, wie sehr Plastikmüll die Natur und speziell unsere Meere belastet. Tiere verfangen sich und verenden in einem Abfallberg. Wir können alle helfen, dieses Problem schon im Kleinen zu mindern, nämlich im Zuge unserer täglichen Beauty-Routine. Hier sollten wir hochwertige Produkte verwenden, die ohne Mikroplastik hergestellt werden.

Mikroplastik: Was ist das eigentlich?

Mikroplastik sind, wie der Name schon andeutet, winzige Plastik-Partikel. Diese sind zum Beispiel in Beauty-Produkten wie Peelings oder Reinigungslotionen enthalten und sollen eigentlich ganz unschuldig dafür sorgen, dass wir unsere Haut reinigen und von abgestorbenen Hautschüppchen befreien können. Auch als Bindemittel in Lippenstiften oder Lipgloss werden sie eingesetzt. Kurz gesagt: Unsere Kosmetik ist davon regelrecht verseucht.

Warum ist Mikroplastik so gefährlich?

Die Mikroplastik-Partikel sind mitunter so klein, dass sie sogar durch Filteranlagen bei der Trinkwasseraufbereitung fließen. So setzen sie sich also in sämtlichen Gewässern ab und gelangen schließlich auch in die Meere. Plastik baut sich jedoch nicht ab und so werden die Partikel von den Tieren bei der Nahrungsaufnahme mit verschluckt. Und so gelangen sie auch wiederum auf unseren Speiseplan.

Die Folge: Forscher haben herausgefunden, dass das abgelagerte Mikroplastik in Fischen Entzündungen hervorruft. Was beim Menschen auf Dauer passiert, ist noch nicht bekannt, könnte aber natürlich ähnlich sein.

Darauf sollte man bei Kosmetikprodukten achten

Wer sich und der Umwelt also etwas Gutes tun will, der sollte darauf achten, dass er nur Produkte verwendet, die ohne Mikropartikel auskommt. Ein Hinweis dafür: Wenn die Zutaten Polyethylen (PE) oder Polypropylen (PP) auf der Liste der Inhaltsstoffen stehen, sind Plastik-Partikel enthalten.

Das Gute: Man muss natürlich nicht auf Peelings und Co. verzichten, sondern nur nach Alternativen Ausschau halten, die andere, natürliche Partikel für denselben Effekt verwenden. Denn auch mit Salzen oder Tonerde lassen sich zum Beispiel die gewünschten Beauty-Ergebnisse erzielen.

Natürliche Tonerde und Inhaltsstoffe aus biologischem Anbau enthält zum Beispiel dieses Peeling von KORA Organics, das Sie über Net-A-Porter kaufen können.

Dieser Gesichtsreiniger von Liz Earle, den Sie über Amazon bekommen, ist mit Jojobaöl-Partikel angereichert, die das Gesicht sanft reinigen.

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