Material-Kunde

So pflegt man unterschiedliche Leder-Arten

Susanne Falleram 23.05.2016 um 15:15 Uhr

Aus der Mode ist Leder mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Dank des Siebziger-Trends sind Pieces aus Glatt- und Veloursleder aber gerade wieder einmal besonders gefragt. Besonders hochwertige Leder-Kleidungsstücke und -Accessoires füllen unsere Schränke und werden zu zeitlosen Begleitern. Was besonders wichtig ist, damit man lange Zeit Spaß an ihnen hat: Die richtige Leder-Pflege. Wir geben die wichtigsten Tipps zu den unterschiedlichen Leder-Arten.

Praktisch jeder von uns trägt es, doch er weiß schon genau, wie man Leder richtig pflegt? Die gegerbte Tierhaut ist ein Naturprodukt, das einer besonderen Behandlung bedarf. Durch wahlloses Verwenden von herkömmlichen Reinigungsprodukten, mit denen man Baumwolle und Co. wäscht, ruiniert man sich nämlich ganz schnell seine edlen Luxus-Leder-Teile. Worauf kommt es also bei den unterschiedlichen Leder-Sorten an?

Glattleder-Pflege

Leichte Verschmutzungen lassen sich von Glattleder am besten mit einer Leder-Bürste entfernen. Eine solche bekommt man zum Beispiel über Amazon. Gegen frische Fettflecken hilft es bereits, ein Stück Küchenpapier auf den Fleck zu legen, sodass es sich von alleine vollsaugen kann. Zu starkes Aufdrücken lässt den Fleck nur noch schneller in die Poren des Leders einziehen.

Allgemein hilft ein spezielles Leder-Balsam, das Material geschmeidig, weich und glänzend zu halten. Besonders gut eignet sich hierfür beispielsweise Bienenwachs, das man ebenfalls über Amazon kaufen kann. Dieses kann man vorsorglich alle sechs Monate anwenden.

Wildleder-Pflege

Bei Wildleder kann man gleich eines direkt nach dem Kauf machen, um es zu pflegen und einen langanhaltenden Schutz des empfindlichen Materials zu garantieren: Imprägnieren! Mit einem Imprägnierspray wie diesem, das Sie über Amazon bekommen, sprühen sie das Wildleder aus etwas Distanz ein, sodass es benetzt wird und sich eine schützende, Schmutz und Wasser abweisende Schicht auf das Leder legt.

Wenn sich trotz dieser Vorsorge mal ein Fleck auf dem Material breit macht, dann hilft eine weiche, unbenutzte Zahnbürste, um den Schmutz vorsichtig auszubürsten. Matsch oder ähnlichen Dreck vorher trocknen lassen! Es gibt aber auch spezielle Wildleder-Bürsten und Reinigungsgummi, mit denen man Flecken vorsichtig wegradieren und -bürsten kann. Jedoch sollte man aufpassen, dass man nicht zu fest aufdrückt und energisch rubbelt, sonst beschädigt man das Wildleder. Eine Kombi-Bürste aus Wildleder-Bürste und Radiergummi bekommen Sie ebenfalls aus Amazon. Achtung: Eine feuchte Reinigung mit Wasser sollte man besser sein lassen, da sich auf Wildleder schnell unschöne Wasserränder bilden.

Lackleder-Pflege

Die spiegelglatte Oberfläche von Lackleder säubert man am besten regelmäßig mit einem Mikrofaser-Tuch, welches feine Staubpartikel und Schmutz sanft entfernt. Gegen Kratzer und für einen dauerhaften Glanz hilft etwas Lack-Öl oder Schuhcreme. Letztere bekommen Sie speziell für Lackleder über Amazon.

Kunstleder-Pflege

Kunstleder ist, wie der Name schon sagt, kein echtes Leder und hat entsprechend auch nichts mit dessen Pflege-Anforderungen gemeinsam. Hier sollte man kein herkömmliches Pflege-Balsam für Echtleder verwenden, da dieses nicht wie bei der gegerbten Haut in das Material einziehen kann, sondern lediglich als Fettfilm auf der Oberfläche bleibt. Noch schlimmer: Das bei Kunstleder verwendete PVC kann mit Flecken auf die Reinigungsprodukte reagieren. Ein spezielles Kunstleder-Pflegebalsam ohne Öle, wie man es in diesem Set bei Amazon bekommt, sollte jedoch verwendet werden, da auch Kunstleder mit der Zeit brüchig werden kann.

Generell gilt für die Reinigung von Leder-Produkten: Nur dann an das Material gehen, wenn es auch wirklich nötig ist. Eine provisorische Säuberung ist nicht nötig, wohingegen gegen eine regelmäßige Pflege mit Balsam und Co. nichts einzuwenden ist. Als Aufbewahrungstipp für alle Leder-Teile: Nicht direkt in der Sonne aussetzen oder trockener Heizungsluft, so könnte das Material ausbleichen und austrocknen.

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