Frauen und eBooks: Ist ein Kauf sinnvoll? Die Pro-/Kontra-Liste

am 09.04.2013 um 13:27 Uhr

Über Frauen und Technik wurde ja schon viel erzählt und spekuliert. Natürlich leben wir nicht hinter dem Mond und kennen uns sehr gut mit Smartphones und Apps aus. Und auch eBooks sind uns nicht fremd. Viele technik-affine Damen haben sich schon einen eReader gekauft und gehören somit zu den rund elf Prozent der Deutschen, die letztes Jahr komplett auf das digitale Lesen umgestiegen sind. Wer noch keins hat, fragt sich natürlich: Ist ein Kauf sinnvoll? Wenn auch Sie zu der Gruppe Frauen gehören, die noch überlegen: Wir haben für Sie das Schreiben einer Pro- und Kontraliste übernommen. Sehen Sie hier das Ergebnis!

eBooks sind in aller Munde und kommen immer verstärkter zum Einsatz. Waren es 2010 noch vier Prozent der Deutschen, die sich mit dem angeblich vereinfachten, digitalen Lesen beschäftigten, stieg die Zahl der Deutschen, die kein Buch mehr in die Hand nehmen, im letzten Jahr bereits auf elf Prozent. In der Bahn, im Bus, auf Arbeit – überall werden die Kindles, Tolinos und Kobo Glos ausgepackt und es wird drauf losgelesen. Aber ist ein Kauf wirklich sinnvoll? Ganz im Stile einer Rory Gilmore haben wir für Sie eine Pro-/Kontra-Liste erstellt, die Ihnen bei dieser Entscheidung helfen kann.

Pro

Leichte Sache

Ein ganz klarer Vorteil ist natürlich das Gewicht. So wiegen die eReader zwischen 170 und 250 Gramm, egal, wie viele Bücher Sie darin herumtransportieren. Sollten Sie auf Reisen sein, ist es so natürlicher um einiges angenehmer, statt fünf Platz wegnehmende und schwere Bücher im Koffer zu verstauen, einfach mal fünf eBooks herunterzuladen und das kleine Gerät im Handgepäck spazieren zu tragen. Meist kann man sich eine Bibliothek aus Tausenden Büchern zusammenstellen und sie in einem kleinen Gerät aufbewahren – unschlagbar praktisch.

Schonend für die Augen

Durch E-Ink-Displays wird auch das Lesen am Strand, unter großem Sonneneinfall, kein Problem mehr. Besonders der Kindle Paperwhite 3G besticht dabei mit einem hohen Kontrast und einer angenehmen Beleuchtung. Der Sechs-Zoll-Bildschirm des Telekom Tolino Shine stellt die Texte durch eine hohe Pixelzahl gestochen scharf dar, die leicht bläuliche Beleuchtung, die zudem gedimmt werden kann, ist angenehm und fleckenlos.

Kostenlos? Will ich!

Definitiv in die Pro-Kategorie gehört, dass hin und wieder Bücher auch kostenlos angeboten werden. Natürlich nicht die gerade erschienenen Weltbestseller, aber ChickLit ist durchaus auch schon mal für 0 Euro runterzuladen.

Mehr Anonymität

In Bus und Bahn wird dadurch auch eines angenehmer: Die anderen Fahrgäste starren Ihnen nicht auf das Buchcover. Bisher sah Ihr Gegenüber immer sofort auf Ihrem Paperback-Exemplar, welchen Roman Sie derzeit lesen. Bei „50 Shades of Grey“ oder „Twilight“ könnte es aber auch mal unangenehm werden, wenn die Fremden gleich wissen, welche Lektüre Sie beschäftigt. Das fällt beim eBook natürlich weg.

Von Groß auf Klein

Auch immer mehr Zeitschriften bieten neben Apps und schnellen Informationen per Newsletter nun auch ihre gedruckte Ware für die eReader an: ePapers gibt es zum Beispiel schon vom Spiegel und dem Stern und lösen das Herumtragen und umständliche Lesen zu großer Blätter ab.

Kontra

Die (un)endlichen Weiten

Die Auswahl der Bücher, die Sie per Download lesen können, ist zwar schon groß, umfasst aber noch lange nicht alles, was ein größerer Buchladen an physischen Exemplaren zu bieten hat. Bei Amazon gibt es derzeit rund 120.000 deutsche Werke im Angebot, beim Telekom Tolino Shine, der mit den vier großen Ketten Weltbild, Hugendubel, Thalia und dem Bertelsmann-Club zusammenarbeitet, sind es bereits 300.000 Titel. Natürlich wächst diese Zahl stetig, aber durch fehlende Paragraphen in den Lizenzverträgen – vor ein paar Jahren wurde eine digitale Verwertung noch nicht in Betracht gezogen – dauert es vor allem bei älteren Werken etwas länger, bis Sie in den eBook-Shops erscheinen. Natürlich haben auch Buchläden nicht jedes denkbare Buch griffbereit, oftmals kann man es aber gleich vor Ort bestellt werden.

Kleine Geräte zum kleinen Preis?

Neben der Anschaffung des Endgerätes per se – der Tolino ist derzeit mit 99 Euro das günstigste Modell, danach folgen der Kobo Glo und der Kindle Paperwhite mit je ca. 130 Euro – kosten die Downloads vor allem bei Neuerscheinungen fast ebenso viel wie das gedruckte Werk. Ein finanzieller Vorteil ergibt sich oft also nur auf lange Sicht.

Nicht ganz greifbar

Der haptische Aspekt geht bei einem eBook natürlich verloren. Für echte Buchliebhaber ein großes Manko, allerdings kann die Schutzhülle die linke Buchseite imitieren und so teilweise ersetzen.

Wo ist die nächste Steckdose?

Der Akku ist ein wichtiger Aspekt und das Aufladen im Alltag ein ganz natürlicher Prozess, der keine Probleme mit sich bringt. Im Urlaub oder auf längeren Geschäftsreisen allerdings kann das auch anders aussehen. Durch die E-Ink-Displays wird bei den meisten Modellen einzig beim Umblättern Strom gebraucht. Dadurch halten die eReader auch meist zwischen zwei bis vier Tagen bei maximaler Beleuchtung. Und doch, wenn im Urlaub am Strand der Akku leer ist, kann man nichts machen.

Fazit

Beide Seiten, sowohl das physische Buch als auch die eBook-Variante, haben mehrere Vor- und Nachteile. Dabei kommt es nun ganz auf das Individuum an. Lieber ein echtes Buch in den Händen oder die Möglichkeit, immer wechseln zu können und viel Platz zu sparen?!

Falls Sie sich für eBooks entscheiden, empfehlen wir: den Amazon Kindle Paperwhite, der auch viele fremdsprachige Titel anbietet, und den Telekom Tolino Shine, der vor allem im deutschsprachigen Sektor eine große Titel-Auswahl bietet und – großer Pluspunkt – durch die WLan-Hotspots der Telekom und die automatische Anbindung an die Telekom Cloud auch von unterwegs problemlos bedienbar ist. Auch der Kobo Glo und der Sony PRS-T2 haben in den einschlägigen Fachmagazinen gute Bewertungen bekommen. Den Geruch und die Magie eines neu aufgeschlagenen Buches ersetzen sie zwar nicht, aber vor allem im Alltag sind sie um einiges handlicher.

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