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Emmy Awards 2015: Von Premieren, Gewinnern und einem heißen, roten Teppich

am 22.09.2015 um 08:41 Uhr

Vorbei ist sie, die Verleihung der 67. Emmy Awards. Einmal mehr feierten sich jedoch die Großen der Fernsehbranche im Microsoft-Theater mitten in Los Angeles selbst und gegenseitig. Wir verraten Ihnen hier und in unserer Fotoshow , wie die Gewinner des Abends heißen, mit welchen Serien der Fernsehsender HBO die Emmys beherrschte und warum der rote Teppich zum heißen Teppich wurde.

Der amerikanische Fernsehsender HBO bleibt die unangefochtene Nummer Eins. Bei der Verleihung der 67. Emmy Awards konnte sich der Sender in den Königsklassen durchsetzen und die wichtigsten Preise abräumen.

Nichts geht über…

Nicht nur in der Königs-Sparte „Dramaserie“, sondern auch in der Kategorie „Comedyserie“ konnte sich der amerikanische Fernsehsender HBO mit „Game of Thrones“ und „Veep – die Vizepräsidentin“ die wichtigsten Preise sichern und die Emmys damit komplett beherrschen. Aber auch in der Kategorie „Miniserie/Fernsehfilm“ war der Sender der absolute Gewinner. Allein die Miniserie „Olive Kitteridge“ konnte in dieser Sparte acht Preise gewinnen. Als Favorit startete jedoch die Serie „Game of Thrones“ mit sage und schreibe 24 Nominierungen in den Wettbewerb. 12 Emmys kann sich die Crew der Serie letztendlich tatsächlich in den Trophäenschrank stellen. Damit wären wir mittlerweile bei 26 Emmys, die sich im Besitz der Schauspieler, Regisseure, Drehbuchautoren und Kostümbilder der Serie befinden.

Von Rekorden und Premieren

Es gab einige Highlights bei den diesjährigen Emmys. Fangen wir doch direkt mit einem neuen Rekord an, den selbstverständlich die Ausnahme-Serie „Game of Thrones“ mit ihren 12 Auszeichnungen aufstellte. Als Dramaserie mit den meisten Emmys galt nämlich bislang „The West Wing“. Die Serie konnte im Jahr 2000 neun Auszeichnungen für sich verbuchen, nun gibt es mit „Game of Thrones“ einen neuen Rekordhalter.

Ein weiteres Highlight war das inoffizielle Motto der Emmy-Verleihung, welches der Gastgeber des Abends, Komiker Andy Samberg, direkt zu Beginn der Veranstaltung prägte: Diversity (Deutsch: Vielfalt). Gemeint ist damit die ethnische Vielfalt, denn noch nie gab es bei einer Emmy-Verleihung derart viele afroamerikanische Nominierte. Eine von ihnen war Viola Davis. Sie gewann als erste Schwarze den Hauptrollen-Emmy in der Königskategorie „Dramaserien“ und sorgte damit für eine Premiere.

Ein weiteres Highlight des Abends war für uns zweifelsohne Jon Hamm. Denn er, der Leonardo Di Caprio des Fernsehens, der trotz 16 Nominierungen immer und immer wieder leer ausging, konnte nun endlich einen Preis mit nach Hause nehmen. Hamm gewann die Auszeichnung als bester Hauptdarsteller in einer Dramaserie mit seiner Rolle in „Mad Men“. Womöglich seine letzte Chance, schließlich endete die Serie in Amerika nach sieben Staffeln im Mai dieses Jahres.

Der Hot Carpet

Bei beinahe 38 Grad Außentemperatur kamen die Promis auf dem roten Teppich ganz schön ins Schwitzen. Lediglich für ein schnelles Foto legten die meisten Damen ihre elektronischen Mini-Ventilatoren zur Seite. Und obwohl eine solche Hitze tatsächlich alles andere als schön ist, akzeptieren wir sie nicht als Ausrede für schlechten Geschmack. Und der wurde uns leider auch bei der Verleihung der 67. Emmys präsentiert.

Wir sind wirklich sehr stolz einen solchen Exportschlager wie Heidi Klum zu haben, aber langsam haben wir genug Haut gesehen. Heidi Klum trug ein eigentlich hübsches, gelbes Kleid von Atelier Versace, dennoch wird uns all die Transparenz allmählich zu viel. Das komplette Gegenteil, also zu viel Stoff, entspricht allerdings auch nicht unserer Vorstellung eines gekonnten Red-Carpet-Looks. Das Fledermaus-Cape von Rubin Singer, welches Taryn Manning trug oder die Spitzenrobe von Jaime Elyse, für die sich „Parks and Recreation“-Star Retta entschied, weisen einfach zu viel Stoff auf.

Einen weitaus besseren Auftritt legten da schon die metallisch funkelnden Ladies hin: Kerry Washington im silbernen Kleid von Marc Jacobs und Claire Danes im violetten Paillettenkleid von Prada.

Die Preisträger des Abends

Beste Comedyserie: „Veep – die Vizepräsidentin“
Bester Hauptdarsteller in einer Comedyserie: Jeffrey Tambor – „Transparent“
Beste Hauptdarstellerin in einer Comedyserie: Julia Louis-Dreyfus – „Veep – die Vizepräsidentin“
Bester Nebendarsteller in einer Comedyserie: Tony Hale, „Veep – die Vizepräsidentin“
Beste Nebendarstellerin in einer Comedyserie: Allison Janney – „Mom“
Bester Gastdarsteller in einer Comedyserie: Bradley Whitford – „Transparent“
Beste Gastdarstellerin in einer Comedyserie: Joan Cusack – „Shameless“
Beste Regie bei einer Comedyserie: Jill Soloway – „Transparent (Episode: Best New Girl)”
Bestes Drehbuch bei einer Comedyserie: Simon Blackwell, Armando Iannucci. Tony Roche – “Veep – Die Vizepräsidentin (Episode: Election Night)“
Beste Dramaserie: „Game of Thrones“
Bester Hauptdarsteller in einer Dramaserie: Jon Hamm – „Mad Men“
Beste Hauptdarstellerin in einer Dramaserie: Viola Davis – „How to Get Away with Murder“
Bester Nebendarsteller in einer Dramaserie: Peter Dinklage – „Game of Thrones“
Beste Nebendarstellerin in einer Dramaserie: Uzo Aduba – „Orange Is the New Black“
Bester Gastdarsteller in einer Dramaserie: Reg E. Cathey – „ House of Cards“
Beste Gastdarstellerin in einer Dramaserie: Margo Martindale – „The Americans“
Beste Regie bei einer Dramaserie: David Nutter – „Game of Thrones (Episode: Mother’s Mercy)”
Bestes Drehbuch bei einer Dramaserie: David Benioff, D. B. Weiss – „Game of Thrones (Episode: Mother’s Mercy)”
Beste Miniserie: „Olive Kitteridge“
Bester Fernsehfilm: „Bessie“
Bester Hauptdarsteller in einer Miniserie oder einem Fernsehfilm: Richard Jenkins – „Olive Kitteridge“
Beste Hauptdarstellerin in einer Miniserie oder einem Fernsehfilm: Frances McDormand – „Olive Kitteridge“
Beste Varietésendung: „The Daily Show with Jon Stewart“ (Comedy Central)
Beste Animationsserie: „Hinter der Gartenmauer (Over the Garden Wall)“
Beste Reality-TV-Wettbewerbssendung: „The Voice“

In unserer Fotoshow zeigen wir Ihnen alle Highlights sowie die schönsten und schlimmsten Looks der 67. Emmys in Los Angeles.

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