Job-Etiquette – Emotionsfalle Frust!

am 12.07.2013 um 13:20 Uhr

Wie man im Arbeitsalltag mit Emotionen umgeht, ist eine umstrittene Sache. Wer seinen Gefühlen freien Lauf lässt, wirkt schnell überfordert, wer sich jedoch komplett kontrolliert, gilt als zu kühl. Was also tun? Wie soll man also mit seinen Empfindungen am Arbeitsplatz umgehen, vor allem mit negativen Emotionen wie Empörung und Wut?

Über Gefühle spricht man nicht, vor allem nicht im Berufsleben! Und wenn doch, dann nur überaus diplomatisch. Dampf wird gefälligst zu Hause oder beim Sport abgelassen, nicht jedoch am Arbeitsplatz. Das sind leider gängige Devisen, die sich längst an vielen Arbeitsplätzen niedergelassen haben: Es regieren Unzufriedenheit und Frust! Doch leider ist vor allem Frust auch der Kreativitätskiller Nummer eins: Wer permanent damit zu tun hat, seine Gefühle im Schach zu halten, der hat sicherlich nicht mehr genug Raum für Originalität und Produktivität.

Die eigene Stimmung hat einen großen Einfluss auf alles, was wir tun, sie wirkt bis hin zur Körpersprache. Wenn wir also permanent lustlos und leidenschaftslos sind, behindern wir uns selbst, fühlen wir uns gut, laufen die Dinge wie von selbst. Trotzdem ist es ganz normal, dass sich manchmal eben auch Gefühle anstauen und diese dürfen dann auch nicht ignoriert werden.

Die goldene Mitte

Hier kommt ein besonderer Begriff ins Spiel und zwar die emotionale Intelligenz. Am Arbeitsplatz sollte nicht erwartet werden, dass man Gefühle vollkommen ignoriert, aber sehr wohl, dass man sie angemessen ausdrückt. Unkontrollierte Gefühlsausbrüche haben im Beruf beispielsweise nichts zu suchen, lautes Schreien oder hemmungslose Tränen wirken dann tatsächlich unprofessionell und überfordert. Schließlich muss man mit den Kollegen und dem Vorgesetzten auch morgen und übermorgen noch zurechtkommen. Aber Gefühle in einer angemessenen Art und Weise auszudrücken, ist sehr wohl gestattet und kann enorm befreiend wirken.

Mut zur Wut

Unsere Emotionen sind Triebfedern unserer Kreativität, viele unserer Entscheidungen begründen sich sogar in ihnen. Halbwegs souverän nach außen hin eingesetzt, sind ausgelebte Emotionen befreiend für uns, eine Bereicherung und oft auch zielführend für die eigene Firma. Natürlich gibt es auch immer das gewisse Rest-Risiko, wenn man Farbe bekennt und Mut zur Wut. Doch auch hier hängt alles von einer guten Führung ab: Ist der Chef für Emotionen und Eigenarbeit empfänglich, motiviert seine Leute und lässt konstruktive Kritik zu, dann kann man es durchaus auch wagen, negative Gefühle zu kommunizieren.

Zauberwort Kommunikation

Gefühle zu haben und sie zu zeigen, ist also ein großer Unterschied! Lernen Sie, Ihre Emotionen zu steuern und sie in einer souveränen Art und Weise zu zeigen. Negative Gefühle (vor allem Frust!) entstehen oft dann, wenn man sich emotional abschottet und zu sehr mit sich selbst beschäftigt ist. Dagegen hilft nur: Gehen Sie auf Ihre Kollegen/Ihren Chef zu, kommunizieren Sie! Das kann wahre Wunder wirken!

Die acht besten Tipps zum Umgang mit Emotionen im Job finden Sie in unserer Bildershow.

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