No Poo

No Poo: Nie mehr Shampoo für die Haare

am 07.05.2014 um 22:22 Uhr

No Poo ist der neuste Beauty-Trend in den USA und findet berühmte Anhänger, wie beispielsweise die Olsen-Zwillinge. War jüngst noch von der Cleansing Reduction die Rede, welche das weniger häufige Reinigen des Körpers voraussetzt, wird nun auf die Pflege der Haare ohne Shampoo vertraut. No Poo bedeutet No Shampoo und stellt eine Gegenbewegung zu chemischen Haarshampoos dar. Wir haben uns die Vor- und Nachteile des etwas fragwürdigen Trends einmal angeschaut und präsentieren anhängige Stars in unserer Fotoshow.

Ekelhaft und unhygienisch mögen es die einen finden, die anderen schwören auf den Wundereffekt, den das Ausbleiben des Shampoos beim Haarewaschen mit sich bringen soll. Viele würden bemerken, dass allein der Gedanke daran, die Haare nach der Yoga-Stunde oder dem Grillabend nur mit klarem Wasser zu waschen, einen gewissen unangenehmen Geruch mit sich bringt. Und das ist auch richtig, denn nicht geschäumte Haare riechen anders.

Wie die Haare sich selbst pflegen

Vor allem Frauen waschen sich ihre Haare gern jeden zweiten, wenn nicht sogar jeden Tag und vertrauen dabei auf die Zusätze von Shampoos und Ölen aus der Drogerie. Die Vorstellung, die Haare ohne Shampoo zu waschen, lässt uns wahrscheinlich schon ganz nervös werden. Tatsächlich profitieren das Haar und die Kopfhaut allerdings davon, längere Abstände zwischen den Wäschen zu bewahren, um das natürliche Haaröl in Balance zu bringen. Durch das häufige Einschäumen der Haare mit Tensiden und Silikonen gerät der natürliche Haushalt durcheinander und kommt ohne Pflege nicht mehr aus. Das wissen auch Stars wie Mary-Kate und Ashley Olsen, Jessica Simpson, Amanda Seyfried und Adele, die angeblich ohne Shampoo waschen oder nur auf klares Wasser setzen.

Wie No Poo funktioniert

Bei der No-Poo-Methode gibt es ganz unterschiedliche Grade der Herangehensweise. Zu extrem ist es auf jeden Fall, komplett auf das Schäumen der Haare zu verzichten und nur auf klares Wasser zu setzen. Zwar ist Fett ab 50 Grad löslich und somit die Reinigung der Haare gewährleistet, allerdings fangen die Haare mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nach bereits einer Woche an zu riechen. Auch die beliebte Variante, die Haare mit Backpulver zu „waschen“ und mit Essig zu pflegen, bringt negative Folgen in Bezug auf die Geruchsentwicklung mit sich. Sicher ist auch, dass die No-Poo-Methode, vor allem zu Beginn, das schamhafte Zurückbinden der Haare oder das Tragen einer Mütze mit sich führt.

Ja oder Nein zum Nichtschäumen?

Der Trend weg von unnötigen Zusätzen im Shampoo ist im Ansatz gar nicht so falsch. Trockenshampoos, Haarpuder und Waschseifen von Marken wie No Drought, Algemarina, Batiste und Organicum oder sogar Babypuder stellen eine gute Alternative zu herkömmlichen, chemischen Shampoos dar und ersetzen die in der No-Poo-Szene bekannte Essig-Backpulver-Mischung. Diese sorgt, nebenbei gesagt, nicht nur für einen unangenehmen Geruch, sondern ist auch zeitaufwendiger als die Wäsche aus der Flasche. Trockenshampoos und Co. greifen, im Gegensatz zu normalen Haarwäschen, die Talgdrüsen der Kopfhaut nicht an, sodass eine zusätzliche Talgproduktion und schnelles Nachfetten verhindert werden. Das Puder saugt sich förmlich mit den Verunreinigungen voll und reinigt somit das Haar. Fakt ist, dass den Haaren das weniger häufige Waschen und vor allem das Waschen mit weniger chemischen Substanzen gut tut. Allerdings wird das Haar auch nur dank Schaum schnell und richtig sauber.

Milde Shampoos, die Schäumen ermöglichen

Es gibt genügend milde Shampoos ohne Zusätze, die dem Haar und der Kopfhaut nicht schaden und das Haar trotzdem duftend reinigen. Marius Fabre für etwa 11 Euro die Flasche, Schönenberger für 6 Euro, Ihle Vital für 12 Euro die Flasche, Lavera für 4 Euro, Heliotrop für 14 Euro oder Weleda für 7 Euro sind milde Haarshampoos, die den Kopf sanft reinigen und angenehm riechen. Zu finden sind diese in Drogerien mit Naturkosmetik, Reformhäusern und Apotheken.

Sehen Sie in unserer Fotoshow, welche Stars auf die No-Poo-Methode setzen und welchen milden Produkten Sie bei der Haarpflege vertrauen können.

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