Psychologie

Positiv im Gedächtnis bleiben: So hinterlassen Sie einen guten ersten Eindruck

am 01.12.2015 um 14:04 Uhr

Kennen Sie das auch? Sie begegnen einer Person zum ersten Mal und ehe Sie diese näher kennenlernen konnten, haben Sie schon ein Gefühl für Sympathie oder Ablehnung entwickelt. Woran das genau liegt, kann man in solchen Momenten gar nicht so genau sagen. Doch tatsächlich stecken hinter unserem schnellen Urteil gewisse Faktoren, die man einmal genauer unter die Lupe nehmen sollte. Schließlich können wir diese dafür nutzen, um selbst einen guten ersten Eindruck bei anderen zu hinterlassen. Worauf Sie also künftig achten sollten, um gut anzukommen, verraten wir Ihnen hier und in der Bildergalerie .

Es geschieht im Bruchteil einer Sekunde. Ein Blick, eine Geste, schon entscheidet sich, wen wir nett oder unsympathisch finden. Egal, ob beim Vorstellungsgespräch oder bei einem Date, der erste Eindruck kann schnell zu einem entscheidenden Moment werden. Doch auch, wenn alles so schnell und unbewusst passiert, lässt sich dieser beeinflussen.

Warum wir gerne voreilige Schlüsse ziehen

Man soll ein Buch nicht nach seinem Einband beurteilen. Doch das ist einfacher gesagt als getan. Wenn man eine fremde Person trifft, starten nämlich unterbewusst so einige Denkvorgänge, die wir nicht kontrollieren können. Wir fragen uns dann nicht etwa ganz objektiv, wie diese Person wohl ist, sondern sind erst einmal misstrauisch. Wie kompetent ist die andere Person? Wie viel nützt sie mir? Könnte sie mir gefährlich werden?

Je nachdem, wie sich der Fremde dann gibt oder durch sein bloßes Äußeres im Gedächtnis bleibt, empfinden wir ihn als angenehm oder unangenehm, als Bedrohung oder Freund. Dieser erste Eindruck ist übrigens so stark, dass selbst nach längerer Kennenlernphase positive oder negative Eigenschaften einer Person, die sich hier erst im Laufe herausstellen, gerne einmal unter den Teppich gekehrt werden. Das ist natürlich problematisch, wenn wir unbedingt einen guten Eindruck hinterlassen wollen. Doch keine Sorge: Wir sind solchen Vorurteilen nicht komplett hilflos ausgesetzt, sondern können unsere Wirkung auf andere vom ersten Moment an positiv beeinflussen.

Fünf Tipps für einen positiven ersten Eindruck

1. Die richtige Kleiderwahl: Vergessen Sie den gut gemeinten Vorsatz, dass man andere nicht nach ihrem Äußeren beurteilen soll. Wir alle tun es und das ist auch nur logisch: Wenn man einer fremden Person zum ersten Mal begegnet, ist es schließlich das Aussehen, was wir von ihr zuerst registrieren. Nutzen Sie dies also bereits für Ihre Zwecke: Kleiden Sie sich dem Anlass entsprechend, legen Sie Wert auf einen guten Sitz und hochwertige Materialien. Das vermittelt Ihrem Gegenüber nämlich unbewusst, dass Sie einen hohen gesellschaftlichen und beruflichen Status haben.

2. Ein gepflegtes Äußeres: „Jemanden gut riechen können“ ist nicht einfach nur so daher gesagt, sondern stimmt tatsächlich. Wenn jemand für uns gut riecht, sei es ein eigener, frischer Körpergeruch oder ein betörendes Parfum, dann sind wir dieser Person eher zugeneigt. Dasselbe gilt aber auch generell für ein gepflegtes, sauberes Äußeres. Doch Achtung, halten Sie Maß. Ein aufdringlicher Duft oder ein aalglatter Auftritt können schnell unsympathisch und eingebildet wirken.

3. Ein fester Blick und eine offene, gerade Haltung: Wenn wir eine fremde Person treffen, dann achten wir auch sehr genau auf deren Körpersprache, um Empathie zu zeigen. Wenn Sie immer hastig zur Seite schauen, oft blinzeln, desinteressiert wirken oder gekrümmt und mit abwehrender Haltung dastehen, dann vermittelt das jedoch schnell einen falschen Eindruck. Ihr Gegenüber wird sich nämlich schnell unwohl fühlen, weil er Ihre Angst, Scheu oder Schüchternheit unbewusst nachempfindet. Versuchen Sie deshalb, von Anfang an dem anderen interessiert in die Augen zu sehen und mit einer offenen, selbstbewussten Körperhaltung zu punkten.

4. Eine ruhige, gefestigte Stimme: Nun stehen Sie also vor der fremden Person, die Sie beeindrucken wollen. Wichtig ist jetzt nicht nur, was Sie sagen, sondern auch, wie Sie es tun. Hier ist es ähnlich wie bei der Körperhaltung: Je nachdem, wie Sie sich geben, beeinflussen Sie das Wohlbefinden Ihres Gegenübers. Stottern, verhaspeln, flüstern oder eine zu schrille Stimme lassen Sie unsicher wirken und vermitteln diesen Eindruck auch weiter. Eine zu laute, aufgesetzte Stimme sorgt jedoch ebenfalls für Minuspunkte in Sachen Sympathie. Wichtig ist also, dass Sie auch ganz wortwörtlich den richtigen Ton finden. Tipp: Denken Sie an eine leckere Mahlzeit und sagen Sie Mhmmm. Von diesem grundlegenden Ton, den Sie geäußert haben, sollten Sie bei Gesprächen nicht zu sehr abweichen, um einen selbstsicheren Eindruck zu hinterlassen.

5. Höflichkeit und Lächeln: So selbstbewusst und überzeugend Ihr Eindruck durch die vorherigen Tipps wirkt, vergessen Sie nicht, freundlich zu bleiben. Ein fester Händedruck zur Begrüßung, ein nettes Lächeln, vielleicht auch noch ein EHRLICHES Kompliment, schon fühlt sich Ihr Gegenüber wohl und zerstreut mögliche negative Vorurteile unbewusst. Bleiben Sie jedoch authentisch, denn gespieltes Einschmeicheln wird schnell wahrgenommen und wirkt sich dann natürlich negativ auf den ersten Eindruck aus.

In unserer Bildergalerie haben wir für Sie nochmal zusammengefasst, was Sie beachten sollten, um einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen .

Kommentare


Luxus: Mehr Artikel