Kampagne

Fashion Revolution: Dieser Trend ist hoffentlich von Dauer

am 24.04.2014 um 14:52 Uhr

„Ihre Sachen erzählen bereits eine Geschichte darüber, wer Sie sind. Jetzt können Sie allerdings eine bessere erzählen.“ – Zum Beispiel eine darüber, was hinter der berühmten und viel zitierten Fassade steckt. Täglich greifen wir in unseren Kleiderschrank, zu unseren Lieblingsteilen und zu den unzähligen Stücken, die wir irgendwann einmal im Vorbeigehen gekauft haben. Ohne darüber nachzudenken, woher diese eigentlich genau kommen. Warum Sie gerade deshalb Ihre Kleidung mal auf links tragen sollten, das erfahren Sie hier und in der Fotoshow.

Haben Sie schon von der „Fashion Revolution“ gehört? Nein, hierbei geht es nicht um den neusten abgefahrenen Trend auf einem der großen Laufstege, sondern um ein Thema, das wir alle viel zu oft außer Acht lassen: Woher kommt meine Kleidung eigentlich? Genau dieses Bewusstsein will die gleichnamige Organisation, deren Logo an ein High-Fashion-Label erinnert, nun regelmäßig stärken.

Fashion Revolution Day

Am 24. April 2013 kamen bei einem Brand in der Textilfabrik Rana Plaza in Dhaka/ Bangladesch 1133 Menschen ums Leben und mehr als 2500 Menschen wurden verletzt. Ein Ereignis, welches nicht nur die Köpfe hinter Fashion Revolution zum Nachdenken angeregt hat. Schließlich ist jeder von uns immer auf der Suche nach dem größten Schnäppchen und dabei wird viel zu häufig vergessen, dass gerade diese niedrigen Preise oftmals nur durch unfaire und menschenunwürdige Arbeitsbedingungen gewährleistet werden können. Während in puncto Umweltschutz bei vielen Textilherstellern schon ein Umdenken eingesetzt hat, sieht das in Bezug auf die Arbeiter und deren Löhne sowie Bedingungen noch anders aus. Eine australische Umfrage besagt sogar, dass 61 Prozent vieler Firmen nicht einmal genau wissen, woher die Kleidung, die Stoffe oder die Grundmaterialien stammen, die sie verwenden.

„Genug ist genug“, hat man sich bei Fashion Revolution gesagt und sich zum Ziel gesetzt, jedes Jahr – an eben diesem 24. April – mit diversen Aktionen und Kampagnen auf diesen Umstand aufmerksam zu machen: „Die Idee zu Fashion Revolution kam mir im Badezimmer. Ich dachte, dass das Desaster um Rana Plaza als Katalysator wirken könnte. Die Aufmerksamkeit für ethisch korrekt hergestellte Kleidung stieg auf einmal und das könnte doch ein Fenster zur wirklichen Veränderung geöffnet haben. Der Fashion Revolution Day ist eine große Chance Fashion-Liebhaber mit denen, die die Kleidung herstellen, zu verknüpfen.“, so die Gründerin von Fashion Revolution, Carry Somers.

„Wer macht Deine Kleidung?“

Haben Sie sich diese Frage auch schon einmal gestellt? Dann kommen Sie der Antwort doch ein wenig näher. Denn dieses Jahr steht der erste „Fashion Revolution“-Tag unter genau diesem Motto. Eine besonders einfache Aktion, die wirklich jeder schnell realisieren kann, soll in jedem das Bewusstsein über die Herkunft seiner Kleidung wecken. Dafür wird ein Kleidungsstück auf links gedreht, sodass das Label deutlich zu erkennen ist. Ein Foto davon wird mit dem Hashtag #insideout über die sozialen Medien wie Instagram, Facebook oder Twitter verbreitet.

Diese Aktion wird Menschen bestärken, sich den Weg des Kleidungsstückes ins Gedächtnis zu rufen – zurück zum Arbeiter, der es genäht hat, bis hin zum Bauern, der die Baumwolle angebaut hat. Wir hoffen, dass jeder Fashion Revolution Day den Entdeckergeist eines jeden weckt und die Aufmerksamkeit dafür schärft, dass der Kauf lediglich der letzte Schritt ist, in einem Prozess, an dem mehr als 100 Menschen beteiligt sind. Die unsichtbare Kraft hinter der Kleidung, die wir tragen.“, so Mitbegründern und Designerin Orsola de Castro.

Wenn Sie erfahren wollen, welche prominenten Gesichter sich für die Kampagne Fashion Revolution einsetzen, dann werfen Sie einen Blick in unsere Bildergalerie.

Kommentare


Luxus: Mehr Artikel