Fashionable, indeed! Ausstellung “Fashion Rules” mit royalen Couture-Kleidern

am 08.08.2013 um 16:49 Uhr

Natürlich steht die königliche Familie in Großbritannien an erster Stelle für die Regierung, für Tradition, für Stabilität und Struktur. Durch das neue Mitglied, Herzogin Kate, verschiebt sich das royale Image jedoch in eine jugendfreundlichere und Lifestyle-affinere Richtung. Plötzlich ist Mode wieder ein wichtiger Bestandteil, das war zuletzt zwischen den 50ern und 80ern des letzten Jahrhunderts der Fall. Da sorgten Ihre Majestät, Königin Elizabeth II., Prinzessin Margaret und Prinzessin Diana dafür, dass der Spaß an der Mode nicht vollkommen von der Hofetikette verdrängt wurde. Diesen drei Fashion-Ladys wird im Kensington Palace nun die Ausstellung „Fashion Rules“ mit Original-Couture-Kleidern und zahlreichen Informationen gewidmet.

Wenn wir heute an die britische Monarchie denken, dann sehen wir definitiv mehr vor uns als noch vor ein paar Jahren. Herzogin Kate und der kleine Nachwuchs des Thronfolgers, Prinz George, haben dafür gesorgt, dass sich der Blick auf die königliche Familie bedeutend änderte. So sieht auch die englische Jugend inzwischen gern auf zu den royalen Vertretern ihres Landes und Themen wie Mode, Beauty und Lifestyle werden vor allem bei den Damen ein immer wichtigerer Anhaltspunkt. Kates Kleider, mit denen sie sich in der Öffentlichkeit zeigt, sorgen für einen Ansturm auf die Online-Shops, sind binnen weniger Minuten ausverkauft und der Hype scheint auch nach zwei Jahren Ehe mit dem Thronfolger Prinz William kein Ende nehmen zu wollen.

Fashion Forward

Die Parallelen zu Prinzessin Diana werden daher zuhauf gesucht und teilweise tatsächlich gefunden. Auch sie war eine überaus modebegeisterte und modebewusste, junge Frau, die zu offiziellen Anlässen immer ein Blickfang und mit ihrer eleganten und zurückhaltenden Art eine der schönsten Frauen der 80er Jahre war. Neben Diana waren (und sind) aber auch die Kostüme und Kopfbedeckungen Ihrer Majestät, der Königin ein beliebtes Gesprächsthema, sowie die Kleidung der schillernden Prinzessin Margaret, der jüngeren Schwester der Queen. Diese war ein sehr geselliger Typ, lebte für royale Verhältnisse eher skandalträchtig und pflegte in ihren 30ern und 40ern regen Umgang mit den Größen des Show-Business, wie zum Beispiel Mick Jagger.

Dressed to Impress

Im prestigeträchtigen Kensington Palace zeigt eine Ausstellung nun, wie diese drei Damen von den 1950ern bis 80ern die Zeichen der Zeit verkörperten und in ihren Mode-Stilen die Veränderungen der britischen Gesellschaft wiederspiegelten. So trug die Queen in den 50ern vor allem elegante Kleider mit Korsett-Taillen und weit schwingenden Röcken, ein Zeichen dafür, dass nach dem Krieg die Frauen wieder die Arbeit niederlegen sollten und nach Hause zurückkehrten. Ihre schönsten, ikonischen Designer-Kleider werden in der Ausstellung „Fashion Rules“ gezeigt, aber es wird auch beschrieben, wie genau durchdacht jedes einzelne ihrer Outfits war. Schließlich musste zum Beispiel auch berücksichtigt werden, wie die Königin auf den Schwarz/Weiß-Fotos aussehen würde und um herauszustechen, trug sie meist sehr helle Farben.

Fashion Rules, Royals Rock

In den 70ern wurde es mit Prinzessin Margaret etwas jugendlicher, was einerseits ihrer Stellung geschuldet war, schließlich musste sie nicht wie ihre große Schwester die Hofetikette bis ins kleinste Detail beachten. Aber auch das Aufkeimen einer sehr starken, popkulturellen Bewegung in England floss in ihren Style mit ein. In den 70ern kam dann die Punk- und Grunge-Phase, die die Prinzessin auf ihre royale Art und Weise ebenfalls interpretierte. Diana in den 80ern brachte dann den Glamour mit viel Glitzer, edlen Materialien und großen Schulterpolstern. Ein Ausdruck eines emanzipierten Frauen-Typus, der in diesem Jahrzehnt begann, auch höhere Karrierepositionen einzunehmen und den femininen Business-Suit, sogenanntes „Power Dressing“ mit breiten Schultern, salonfähig zu machen.

Spaß vs. Etikette

„Fashion Rules“ – einerseits ein umgangssprachlicher Ausdruck dessen, das Mode Spaß macht und die drei Damen begeisterte Anhänger von Designern wie Catherine Walker und Marc Bohan for Christian Dior waren, aber gleichzeitig auch der Fingerzeig darauf, dass die Vertreter des englischen Hofes sich an gewisse Mode-Regeln halten müssen, die unsereins nur bedingt verstehen kann. Dies und mehr wird in fünf Räumen des Kensington Palace noch bis zum Sommer 2015 ausgestellt, um der Öffentlichkeit einen Einblick zu gewähren in den spaßigen Teil, aber auch in das seriöse Business und Marketing dahinter. 21 außergewöhnliche Couture-Kleider, die alle zu Statement-Pieces wurden, begleitet von Fotografien und Filmaufnahmen, geben einen Rundum-Blick in die Welt der Royals, in den Zeitgeist und den Ausdruck durch die Mode. In unserer Bildergalerie können Sie sich von „Fashion Rules“ schon mal einen ersten Eindruck verschaffen.

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