Styling-Tipps

Aus Fashion-Hass wird Fashion-Liebe: 10 uncoole Trends, die gerade angesagter sind denn je

am 06.08.2014 um 15:37 Uhr

Die Modewelt macht einfach was sie will. Trends kommen und gehen in regelmäßigen Abständen, vor allem aber kommen sie wieder. Und das in den wohl unwahrscheinlichsten Variationen. Was wir derzeit auf den hippen Straßen der Mode-Metropolen beobachten können, sind Trends, die bis vor kurzem noch tierisch uncool waren und nun als heißbegehrt und super-stylisch gefeiert werden. Die Rede ist von Gürteltaschen, Bio-Latschen, Mom-Jeans, Hosenröcken, Bauchfrei-Tops und Co. Wir zeigen Ihnen hier und in unserer Fotoshow, was die eigentlichen No-Gos zu absoluten It-Pieces macht und wie Sie diese jetzt am besten stylen.

Die Mode steht Kopf und mit ihr die Trends. Auf einmal sind die absoluten Mode-Schrecks wieder angesagt und werden von Streetstylern auf Coolness getrimmt. Wir zeigen Ihnen, wie auch Sie uncoole Trends wieder zum Leben erwecken.

Nicht nur für Moms

Kennen Sie noch die Mom-Jeans? Das sind diese unsagbar unförmigen, ausgewaschenen Karottenhosen, die hoch in der Taille hängen, eigentlich viel zu viel Stoff im Schritt haben und mit Vorliebe in „Beverly Hills 90210“ getragen wurden. Genau die sind seit einiger Zeit die coolen Begleiter der Fashionistas. Aber keine Panik! Obwohl die Mom-Jeans zugegebenermaßen nicht unbedingt vorteilhaft das Hinterteil einer Frau betonen, es flach und breit wirken lassen, erscheinen die „neuen“ Modelle in Kombination mit High Heels oder coolen Flats und einem eleganten Top schon ziemlich trendy. Heute sind die Hosen high-waist im Boyfriend-Cut geschnitten und kommen vor allem kleineren Damen zugute, weil sie die Beine optisch strecken. Außerdem kaschieren sie Hüftgold und lassen keine Röllchen mehr über den Hosenbund quellen. Trotzdem können die Herren der Schöpfung diesen Trend so gar nicht nachvollziehen und wollen ihn besser nicht an uns sehen. Aber, interessiert uns das?

Der sexy Latz

Dass Latzhosen irgendwann einmal zum trendigen It-Piece der Frauen werden, hätten wohl viele nicht für möglich gehalten. Schon in der letzten Saison versuchten einige Designer den Latz-Trend zu etablieren. Erst jetzt hat er sich allerdings endgültig durchgesetzt. Kombiniert wird der Denim-Overall aus Jeans zu wirklich allem, über den Stil entscheiden dann allerdings die Schuhe – elegant wird der Look mit High Heels und lässig mit Flats oder Sneakern getragen. Vor allem knappe Bauchfrei-Tops oder leichte Spitzen-Oberteile sehen zu den lässigen Hosen cool aus und machen sie zum modernen Fashion-Trend. Im Herbst sind zudem nicht nur Jeans-Modelle, sondern auch Latzhosen aus Leder mehr als angesagt.

Die Nabel-Show

Mit den bauchfreien Tops, die toll zur Latzhose aussehen, wären wir auch schon beim nächsten, einst uncoolen, heute coolen Trend: Dem Crop-Top. So nennt man nämlich heute kurze, bauchfreie T-Shirts. Der Unterschied zu den Mini-Varianten der 90er Jahre liegt darin, dass beim stilvollen Treffen des Trends nur ein kleiner Schlitz Haut zu sehen sein darf und der Bauchnabel verdeckt bleibt. Somit sollten Sie beim Tragen von Crop-Tops immer auf taillenhohe Röcke und Hosen vertrauen, die den Nabel überdecken. Ansonsten sind Ihnen beim Kombinieren der brandheißen Tops kaum Grenzen gesetzt.

Midi statt Mini

Für Frauen, die etwa über dreißig sind und eben nicht mehr so viel nackte Haut zeigen wollen, gibt es auch schon das nächste Revival: Die Jermuda. Bitte was? Jermuda kommt von Jeans und Bermuda – Denim-Shorts also, die bis zum Knie reichen. Uncool war einmal, denn selten war diese Länge so angesagt wie heute. Das Gute an dem Trend ist, dass die alte Jeans ganz einfach umfunktioniert und ihre Beine lässig abgeschnitten werden können. Kombinieren können Sie die Shorts entweder cool mit flachen Schnürschuhen und einem klassischen T-Shirt, chic mit Seidentop sowie filigranen High Heels oder seriös mit Hemd und Blazer. Als kleine Faustregel sei Ihnen beim Folgen des Trends eines gesagt: Je schlanker das Bein desto enger darf die Jermuda sein.

Vom Schulhof auf den Catwalk

Was waren Sie nicht süß, diese niedlichen Kombinationen aus Rock und Hose, die einst Kindergärten und Schulhöfe bestimmten. Hosenröcke heißen heute Culotte. Das kommt aus dem Französischen und verpasst dem Jugendtrend doch irgendwie schon einen ganz anderen Beigeschmack. Aber auch die Kombination macht den wieder coolen Trend aus: Getragen werden die sehr weiten Hosen vorzugsweise zu engen Oberteilen und High Heels. Warum? Weil die Midi-Länge und der breite Schnitt den Look zwar erwachsener, die Beine allerdings kürzer scheinen lassen.

Bio ist in

Wenden wir uns doch einmal von der Kleidung ab und sehen, was die Schuhtrends so hergeben. Auch da gibt es nämlich einige besonders uncoole Trends, die heute angesagter denn je sind. Birkenstocks zum Beispiel. Vom Krankenhaus auf die Straßen, mauserten sich die einstigen Bio-Latschen zum hippen It-Piece. Aber Achtung: Damit der Look nicht zu unbekümmert wirkt, müssen Birkenstocks zu stylischen Outfits getragen werden. Mit dem Minimal-Stil, Grunge-Outifts oder simplen Sport-Looks sind Sie hier gut beraten.

Die verhasste Kultschlappe

Es gab wohl kaum einen Schuh, der so verhasst war, wie die Kultschlappe von Adidas. Unter dem Namen Adilette machte sich der schlichte Badelatsch mit der Zeit einen weniger guten Ruf und wurde zum Indiz der nervigen Deutschen auf Mallorca. Heute sieht das anders aus. Denn heute sind die Adiletten ein Indiz für ganz besonderes Stilbewusstsein und das am besten in Kombination zu lässigen Sommerlooks. Elegant oder chic sollten die eigentlichen Badelatschen natürlich nicht gestylt werden, das wäre dann wohl wirklich etwas zu viel des Guten.

Eine Ode an Mallorca-Urlauber

Neben der sportlichen Kultschlappe waren vor allem Tennissocken, die von vorrangig deutschen Touristen zu Sandalen getragen wurden, ein oft gesehener Mode-Fauxpas auf Mallorca. Doch mittlerweile sind Socken in Schlappen gar nicht mehr so abwegig. Zwar werden keine Tennissocken in Adiletten, aber süße Spitzen-Strümpfchen in High Heels und Sandalen getragen. Der Trend gibt jedem Kleid oder Rock einen sportlich lässigen Touch, der irgendwie in unsere Zeit passt. Kombinieren Sie allerdings nie Bermuda-Shorts oder Sporthosen zu diesem Trend, denn dann könnten Sie sehr schnell wieder als „typisch deutsch“ abgestempelt werden.

Sporty-Chic mal anders

Auch die prollige Gürteltasche erlebte vor einigen Jahren schon einmal ein Hoch, wurde allerdings quer über die Brust geschnallt hauptsächlich von Skatern getragen. Nun war es unter anderem das Label Chanel, welches der Gürteltasche ein Make-over verpasste und sie zum Kostüm im eleganten Stil ladylike strahlen ließ. Auch das Label Rachel Zoe belebte die Gürteltasche im glamourösen Look mit Schnallen und Ketten wieder zum Leben. Besonders angesagt sind die kleinen Modelle der Taschen, die Sie lässig um die Hüfte schnallen. Vor allem Schwarz und metallische Nuancen machen den Mode-Hass zum Must-have und stellen eine lässige Alternative zur eleganten Clutch dar.

Ein Tuch für alle Fälle

Unser letzter Trend richtet sich an die Rocker dieser Welt. Das Bandana war lange Zeit das Zeichen ungepflegter Rocker und tiefenentspannter Hippies. Heute ist das Tuch mit Paisley-Mustern ein echtes Allroundtalent und ein passendes Accessoire zu jedem Stil. Man trägt es entweder lässig über den Haaren und verkörpert damit den lässigen Hippie-Chic oder bindet es sich im „Rosie the Reviter“-Style um den Kopf. Wer das Tuch nicht als Kopfschmuck nutzen möchte, kann es sich ebenso als Accessoire zur Shorts um den Oberschenkel, als Hingucker um den Oberarm oder als Schmuckersatz ums Handgelenk binden. Auch an der Tasche baumelnd erfüllt das Bandana sämtliche Stilansprüche und löst den einst so angesagten Fuchsschwanz-Anhänger ab.

Wie Sie die eigentlich uncoolen zehn Trends richtig tragen, zeigen wir Ihnen mit Styling-Inspirationen in unserer Bildergalerie.

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