Fashion Week Berlin: ein Mann in High-Heels?!

am 19.01.2013 um 14:58 Uhr

Dabei kann es sich nur um einen Designer handeln: Marcel Ostertag, der seine Schau höchstpersönlich und traditionell in waghalsigen Heels abschließt. Der vierte Tag der Fashion Week ist vorüber und wir blicken ein letztes Mal auf die vergangenen Schauen zurück und präsentieren Ihnen unsere heutigen Highlights.

Marcel Ostertag – im Reich der Nixen

Marcel Ostertag verwandelte den Laufsteg im Fashion Week Zelt in eine faszinierende Meereslandschaft. Das Tartanmuster sah man auf Trenchcoats, Hosen und Röcken in Kombination mit verschiedenen Wasserfarben von Petrol, Smaragdgrün, Mauve bis Stahlblau. Schillernd glitzernde Kleider und Roben mit unzähligen Paillettendetails waren Gegenstand seiner neuen Herbst/ Winter Kollektion. Models, wie Franziska Knuppe trugen grüne Strähnchen in den langen Mähnen. Nach Dip-Dye Hair ein neuer Haar-Trend?

Michael Sontag – die Kollektion ohne Namen

Seit seiner ersten Kollektion verzichtet Michael Sontag auf ein Motto und gibt seinen Kollektionen keinen Namen. Viel Interpretationsraum ließ er auch diesmal auf dem Laufsteg. Monochrome, scheinbar formlose Looks in ruhigen, gedeckten Farben wie Weinrot, Altrosé und Tiefblau bestimmten das Bild. Asymmetrische Details und aufwendige Drapierungen vollendeten die Kreationen. Dabei wirkte jedes Outfit voller Gefühl und Harmonie. Der dunkel gehaltene Laufsteg hauchte den Looks Melancholie ein.

Guido Maria Kretschmer – Ausflug nach Afrika

Neben seiner Modekollektion für den Herbst/ Winter 2013 präsentierte Guido Maria Kretschmer auch eine Schuhkollektion, die er für das österreichische Schuhlabel Högl entworfen hatte. Deutlich in seiner Kollektion zu erkennen, war das “Okapi” Tier als Inspirationsquelle. Animalische Prints, wilde Felloptiken und viele Erdtöne wurden unter dem Motto „Okapi“ von den Models mit großen Afro-Perücken präsentiert. Aber auch funkelnde Abendkleider mit Pailletten und Patch-Work Details waren ein einzigartiger Blickfang an diesem Abend.

Issever Bahri – multikulturelle Einflüsse

Issever Bahri – das sind die zwei Berliner Designerinnen Derya Issever und Cimen Bachri. Die beiden legen viel Wert darauf, ihre griechischen und türkischen Wurzeln in ihre Arbeit hineinfließen zu lassen, traditionelles Handwerk und die nationalen Modestile nachhaltig und langlebig zu pflegen. So sah man auf dem Laufsteg ein Zusammenspiel von Kontrasten wie Schwarz und Weiß, grobem Strick und Seide, Baumwolle und Spitze, Stickereien, Leder und Applikationen. Überdimensionale Wollpullover wurden zu engen Maxi-Röcken kombiniert. Weiße Rollkragenpullover und weiße Strumpfhosen zu offenen Plateau-Heels ergänzten das Gesamtbild.

Dawid Tomaszewski – Schwarzes Selbstbewusstsein

Der Designer Dawid Tomaszewski beendete nun am Freitag die Fashion Week. Wie jedes Jahr tummelten sich auch hier wieder Modebegeisterte, die sich die Abschluss-Show nicht entgehen lassen wollten. Der Andrang war riesig und wer doch noch eine Karte bekam, konnte sich über eine großartige Show freuen. Ganz im Dunkeln saßen die Zuschauer, als es losging. Melancholisch-düstere Geigenklänge drängten aus den Lautsprechern. Die Models kamen eine nach der anderen auf den Laufsteg und einzig das Model wurde bei ihrem Gang beleuchtet. Der Rest des Raumes lag weiterhin im Dunkeln. Mit viel Selbstbewusstsein und eleganter Schönheit präsentierten die Models seine neuesten Designs – auch hier galt wieder: Black is Back. Schwarze, bodenlange Kleider, schwarze Mäntel, schwarzes Selbstbewusstsein. Das gefiel den Anwesenden sehr gut und so gab es lauten Applaus.

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