Kopenhagen Fashion Week: Flower-Power-Charme trifft auf sexy Cut-Outs

am 12.08.2013 um 17:50 Uhr

Nichts ist faul im Staate Dänemark – höchstens, dass die Kopenhagen Fashion Week leider schon wieder ihre Pforten geschlossen hat. Aber drei Tage stand die dänische Hauptstadt unter dem heiß geliebten Fashion-Stern und die Designer zeigten einmal mehr, dass sie sich hinter New York, Paris oder Mailand nicht verstecken müssen. Ganz im Gegenteil. Zu sehen gab es puristische Designs, verspielte Looks und eine extra Prise Sexyness, die wir den kühlen Nordlichtern gar nicht zugetraut hätten.

Wir warfen ja schon einen Blick auf die neue Sportlichkeit von Asger Juel Larsen oder die von Chanel inspirierten Looks von Whiite – alles in allem sehr zeitlose und klassische Stücke. Nun wird es jedoch Zeit, dass wir zu Farbpalette und Schere greifen.

Nordische Flower Power

Zu allererst: Marimekko stammt zwar nicht aus Dänemark, aber wen interessiert das schon bei den beeindruckend farbenfrohen Designs. Das finnische Label, das bereits seit 60 Jahren auf dem Markt ist, ist jedoch vor allem in den nördlicheren Regionen beliebt und zeigte deshalb auch seine neueste Kollektion auf der Fashion Week Kopenhagen. Feminine Kleider, die entweder mit Blumendruck verziert sind oder bei denen man das Gefühl hat, eine Tüte Konfetti sei auf ihnen explodiert. Der Favorit der desired.de-Redaktion: Wer sagt denn, dass der Sommer-Trend Schachbrettmuster immer in Schwarz/Weiß oder wie bei Louis Vuitton in Gelb/Weiß daherkommen muss. Wir lieben das Marimekko-Dress mit bunten Kacheln – passend zum Laufsteg.

Auch beim dänischen Designer-Duo Baum und Pferdgarten wurden wir Flower-Power-technisch fündig. Das Label, das sonst eher für seine klassischen Styles und gedeckteren Töne bekannt ist, verzückte uns mit einem quietsch-orangefarbenen Kleid, das durch seine Transparenz mit eingearbeitetem Blumenmuster bestach.

Sie sehen: Auch im nächsten Sommer sollten Sie keine Angst vor Farbe haben.

Just cut it out

Auch Cut-Outs sind noch immer ein beliebtes Thema, allerdings gefallen uns die leicht avantgardistischen Wege, die Henrik Vibskov und Margrethe Skolen gegangen sind, besonders gut.

Der dänische Designer Henrik Vibskov verkörpert wohl wie kein anderer die typisch dänische Fashion-Experimentierfreude. Designs, die einen Hauch Futurismus in sich tragen und denen gleichzeitig durch folkloristische Elemente die gewisse Härte genommen wird. Ins Auge stachen uns hier der knielange, schwarze Rock aus dreieckigen Cut-Outs, sowie eine aus gleichem Material gestaltete Jacke, die sich über ein senfgelbes Kleid legt und somit einen tollen Effekt erzeugt.

Auch bei der Präsentation der dänischen Schule für Design, der Margrethe-Skolen, fanden wir eine ähnliche faszinierende Form von Cut-Outs, die sich in verschlungenen Linien über einen weißen Untergrund zogen und eher eine Art weißes Netz bildeten.

Cut it out, but sexy

Cut-Out-Looks, wie wir sie uns in naher Zukunft auch auf dem roten Teppich an Rihanna oder Miley Cyrus vorstellen können, fanden wir bei der dänischen Designern Stine Ladefoged, die sich bei ihren Kreationen vor allem auf Jersey und Strick beschränkt, diese Materialen aber durch Cut-Outs so gekonnt in Szene setzt, dass dadurch selbst edelste Seide oder Chiffon in den Schatten gestellt werden. Auch Farbe sucht man hier eher vergebens und Freunde von aufregenden Schwarz/Weiß-Kombinationen werden an der jungen Designerin ihre wahre Freude haben.

Auch Anne Sofie Madsen widmete sich zumindest teilweise diesen sexy Elementen und auch sie beschränkte sich auf futuristische Looks und Schwarz/Weiß-Kombinationen, spielt aber ein wenig mehr mit Prints, Formen und Materialien.

Alles in allem können wir nur mal wieder feststellen, dass auch die Kopenhagen Fashion Week bzw. die skandinavischen Designer unbedingt ganz nach oben auf etwaige Shopping-Listen gehören. Von unseren liebsten Flower-Power- und Cut-out-Designs der Kopenhagen Fashion Week können Sie sich jetzt noch einmal in unserer Bildergalerie einen Überblick verschaffen.

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