Fermentierte Kosmetik: Die wichtigsten Fakten zum Beauty-Trend aus Korea

am 26.03.2015 um 10:26 Uhr

Viele der heute bekannten Beauty-Bestseller sind nicht etwa eine Erfindung aus Übersee, nein, in Sachen Beauty macht den Koreanerinnen keiner so leicht etwas vor: „Beauty made in Korea“ ist längst zu einem Qualitäts-Merkmal in der Branche geworden und BB-Cremes, Konjac-Schwämme, Papier-Masken sowie viele weitere Innovationen finden hier ihren Ursprung und überzeugen Frauen auf der ganzen Welt. Neuerdings werden nun Früchte, Pflanzen und Kräuter fermentiert, sprich bewusst gegoren, und als Wundermittel in vielen Schönmachern eingesetzt. Wie das funktioniert und warum dies derzeit als einer der größten Hypes gehandelt wird, das verraten wir Ihnen hier und in der Fotoshow .

Viele Koreanerinnen sind mit einer streichelzarten, reinen Haut und einem ebenmäßigen Porzellan-Teint gesegnet, für den sie von vielen Frauen beneidet werden. Kein Wunder, denn schließlich stehen die Pflege und der Schutz der Haut in fernöstlichen Gefilden an oberster Stelle. Wenn Produkte die anspruchsvollen Kundinnen faszinieren können, dann muss etwas Außergewöhnliches daran sein. Deshalb haben wir uns den Trend rund um fermentierte Kosmetik etwas genauer angesehen.

Fermentieren: Was genau ist das eigentlich?

Fermentierte Lebensmittel werden seit Jahrhunderten in vielen Kulturen hergestellt und dienten in der Vergangenheit vor allem dafür, Obst und Gemüse für den Winter haltbar zu machen, ohne dass wichtige Nährstoffe verloren werden. Die Fermentierung beschreibt dabei die enzymatische Umwandlung organischer Stoffe und wird durch die Zugabe von bestimmten Bakterien-, Pilz- und weiteren Zellkulturen herbeigeführt. Häufig findet dieser Prozess unter Ausschluss von Sauerstoff statt und wird dann als Gärung bezeichnet. Die daraus resultierenden, natürlichen Mikroorganismen sind in der Lage, Nährstoffe zu bilden, die sich beispielsweise bei einer chemischen Methode gar nicht oder nur schwer herstellen lassen.

Heute wird die positive Wirkung fermentierten Gemüses wieder vermehrt geschätzt, denn die Lebensmittel erhalten durch den Prozess zusätzliche Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente und sollen so die Abwehrkräfte und das Immunsystem stärken können. Die lebendigen Bakterienkulturen sollen zudem zu einer gesunden Darmflora verhelfen. Das wohl bekannteste, fermentierte Gemüse ist das Sauerkraut, bei dem Kohl durch Milchsäuregärung zum Kraut wird.

Fermentierte Inhaltsstoffe in Beauty-Produkten

Was durch den Verzehr von fermentierten Lebensmitteln von innen nach außen schön und gesund macht, soll auch andersherum funktionieren und auf die Haut übertragbar sein. Um eine möglichst hohe Konzentration der natürlichen Inhaltsstoffe zu erhalten und die Wirkung dieser zu intensivieren, werden Rosenblätter, Bambussprossen, weißer Ginseng heilende Kräuter mit Bakterien und Co. versetzt und gegoren.

Das Ergebnis? Laut Studien sollen fermentierte Kräuter dazu geführt haben, dass die Produktion der körpereigenen Hyaluronsäure in der Haut angeregt wurde, die beispielsweise Falten und der Alterung vorbeugt. Weiterhin sollen fermentierte Inhaltsstoffe die Pigmentbildung auf der Haut reduzieren und hemmen können. Die fermentierten Schönmacher sind vor allem für Frauen mit einer sehr sensiblen und trockenen Haut geeignet, denn die Zutaten sind rein natürlich und die Zellfunktion der Haut wird bei der Fermentierung nachgeahmt und so unterstützt. Zudem werden herkömmliche Pflegeprodukte häufig unter dem Einfluss von sehr hohen Temperaturen hergestellt. Diese Hitze kann die Wirkung der natürlichen Stoffe mindern und sie negativ beeinträchtigen.

Wer jetzt von dem Trend begeistert ist und sich selbst einmal davon überzeugen möchte, der kann in der Fotoshow noch einmal die wichtigsten Fakten zu fermentierter Kosmetik sowie einige ausgewählte Pflegeprodukte entdecken.

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