Weltpremiere

Endlich im Kino: Unser Fazit zu Fifty Shades of Grey

am 12.02.2015 um 14:44 Uhr

Mit Trommeln, Trompeten und vor allem allerhand Frauen-Gekreische feierte die Verfilmung der Bestseller-Romane „Fifty Shades of Grey“ samt ihrer Hauptdarsteller am 11. Februar 2015 bei der Berlinale die mit Spannung erwartete Weltpremiere. Zu lange mussten die vielen Fans aber auch auf dieses Spektakel warten. Nun ist die Katze endlich aus dem Sack, die volle Ladung an Erotik, Sex und auch ein Fünkchen Liebe ab dem 14. Februar 2015, passend zum Valentinstag, in den Kinos zu sehen. Oder? Erfüllt der Film die Hoffnungen der Fans? Gibt es wirklich so viel Sex und schmutzige Sadomaso-Spielchen wie im Roman und wie unwiderstehlich sexy ist Mr. Grey in Wirklichkeit? Wir konnten bereits vor der Weltpremiere den Film sehen und erläutern Ihnen hier und in der Fotoshow unsere Sichtweise auf den (kommerziell) wichtigsten Film des Jahres.

Millionen Frauen auf dieser Welt warten seit geraumer Zeit darauf, den Mann ihrer Träume zu sehen, Mr. Grey endlich auf der Leinwand anhimmeln zu können. Nun ist die Zeit des sehnsüchtigen Wartens vorbei und der mehr als 70 Millionen mal verkaufte Roman Fifty Shades of Grey als softe FSK16-Version in den Kinos.

Die Macher des Films

Der Film basiert auf der Grundlage der drei Romane Fifty Shades of Grey (Geheimes Verlangen, Gefährliche Liebe, Befreite Lust) der britischen Bestsellerautorin E. L. James (Erika Leonard James). Eigentlich erzählen die Romane von einer Liebesgeschichte zwischen einer jungen Frau und einem Milliardär – einer Lovestory also, wie man sie eigentlich schon kennt. Für Schlagzeilen sorgten allerdings die vielen, pikanten Sexszenen – Pardon, die Sadomaso-Exzesse -, welche in den Romanen bis ins kleinste Details ausgeschlachtet wurden.

Um die bedingungslose Liebe, das emotionale Geben und Nehmen der beiden Protagonisten nun authentisch auf die Leinwand zu bringen, entschied sich James im März 2012 dafür, die Filmrechte aller drei Bücher an Universal Pictures und Focus Features zu vergeben. Als Mitproduzenten bekamen Michael De Luca und Dana Brunetti den Zuschlag für die Trilogie.  Nun ging es darum, einen geeigneten Drehbuchautor zu finden. Einen, dem es gelingen könnte, die gleiche Spannung, die während der drei Bücher herrscht, auch im Film umsetzen zu können und einen Regisseur, der diese in die Tat umsetzt. Die Wahl fiel auf die Autorin Kelly Marcel und die Regisseurin Sam Taylor-Johnson.

Alles auf Anfang: Die Story

Eine naive Studentin der englischen Literatur, Jungfrau selbstverständlich, trifft auf einen jungen, herrschsüchtigen, anzüglichen und verdammt gutaussehenden Milliardär. Anastasia Steele verliebt sich Hals über Kopf in den Kontrollfreak – wie in allen Märchen. Nicht ganz so märchenhaft ist dann das Geheimnis, welches der Geschäftsmann Christian Grey mit sich führt: Er hat eine dunkle Vorliebe, von der keiner wissen darf.

Christian Grey liebt es, zu dominieren. Im Bett. Er hat ein mystisches „Spielzimmer“ voller Fesseln, Peitschen, Ledermanschetten und allem, was das Sadomaso-Herz begehrt. Berührungen und Zärtlichkeiten mag er nicht, schließlich hat er eine schlimme Kindheit hinter sich und kann nur schwer Vertrauen fassen. Anastia soll also seine Liebessklavin werden. Die Hauptfrage „Wird sie sich ihm unterwerfen oder er sich für sie ändern“ zieht sich durch die gesamte Story und behält dabei stets Spannung, Witz und Provokation.

Die Filmbesetzung

Für die Rolle des attraktiven Kontrollfreaks mit schlimmer Kindheit konnte sich nach zahlreichen Castings Jamie Dornan durchsetzen, nachdem sich die ursprünglich erste Wahl, Charlie Hunnam, vom Projekt verabschiedete. Der Ire mag den meisten vor allem als Model mit Vollbart bekannt sein. Eine Wahl, die für viele der Roman-Fans wahrscheinlich wenig passend erscheint. Keine Sorge! Im Film zieht der smarte Ire wie erhofft ohne Vollbart, aber mit markanten Gesichtszügen, stählernem Körper und viel Männlichkeit alle Herzen auf sich. Auch die dominante Rolle des herrschsüchtigen Christian Grey scheint ihm zu liegen – die Intensität seiner Lust kommt definitiv bei uns an.

Als vorerst schüchterne Studentin Anastasia Steele bietet Dakota Johnson (Tochter von Don Johnson und Melanie Griffith) die optimale Balance aus Verletzlichkeit und Ungehorsam, Schönheit, Witz und Wut. Sie schafft es, das gehörige Mädchen genauso gut, wie die erwachsene Frau mit allerhand Selbstbewusstsein zu verkörpern. Und sie kann wunderbar schüchtern auf ihrer Lippe herum knabbern. Diese Rolle wird Dakota Johnson auf jeden Fall in die Riege der gefragten Hollywoodstars katapultieren.

Fazit

Wie bei so vielen Romanverfilmungen dürften einige der begeisterten Leser darüber enttäuscht sein, dass besonders pikante Szenen, die beim Lesen des Buches im Gedächtnis blieben, im Film ausbleiben. Manche mögen über zu wenig Sex, zu wenig Nacktheit (zumindest seitens Mr. Grey) meckern, allerdings sei dies den Machern des Films verziehen – irgendwie mussten die pornografischen Szenen ja durch Szenen, die für 16-Jährige geeignet sind, ersetzt werden.

Zu sehen gibt es viel Po, viel Busen, viel Erotik und etwas Schamhaar. Geschlechtsteile bleiben aus. Besonders freuen dürfen sich die Daumen allerdings auf den durchtrainierten Körper von Jamie Dornan alias Christian Grey und die besonders tief auf der Hüfte hängenden Jeans.

Trotz aller Kritik an fehlenden Sex-Szenen sind wir absolut begeistert vom Film. Die Besetzung hätte unserer Meinung nach kaum besser sein können: Die Dialoge sind authentisch, die Stimmung, die zwischen Ana und Christian herrscht, sowie Anas Wut, die Liebe und das Unverständnis glaubwürdig in Szene gesetzt. Und das Spielzimmer? Das Spielzimmer öffnet die Tür in eine verruchte Welt der Dominanz und Unterwerfung, in Christians Welt, der Ana allerdings auf zerbrechliche und weibliche Art Paroli bietet.

Nicht zu vergessen ist auch der fabelhafte Soundtrack, der vom Komponisten Danny Elfman stammt und zu dem unter anderem Beyoncé und Ellie Goulding ihre Stimmen beisteuerten. Vom Kennenlernen von Ana und Christian bis zu den erotischen Erfahrungen in Greys Spielzimmer sorgt die Musik für zusätzliche Spannung.

Ob man die Fortsetzung sehen muss? Unbedingt, schließlich bleiben viele Sachen ungeklärt: Tut sie es, tut sie es nicht, tut er es oder tun sie es beide? Ganz abgesehen davon, verstehen wir all die Kritik am fehlenden Sex nicht. Wer plakativen Sex sehen möchte, sollte sich lieber einschlägig bekannte Filmen widmen.  

Machen Sie sich selbst ein Bild davon, denn ab dem 14. Februar 2015 ist Fifty Shades of Grey in den Kinos. In unserer Fotoshow zeigen wir Ihnen bereits ein paar kleine Einblicke in den langersehnten Sex-Film mit Kuschelfakto r.

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