Kino

Herbst da, Film ab! Die desired.de Kino-Tipps

am 10.10.2014 um 18:07 Uhr

Draußen tobt ein ungemütlicher Herbststurm, die Tage sind von einem düsteren Nebelschleier umzogen, aber sich immer nur zu Hause auf der Couch einkuscheln wird Ihnen auf Dauer auch zu langweilig? Genau deswegen ist der Herbst die perfekte Jahreszeit, um endlich mal wieder ins Kino zu gehen. Bei einer leichten Komödie werden die Herbstdepressionen einfach davon gelacht, beim Krimi steigt die Spannung ins Unermessliche und ein Thriller bietet die Möglichkeit, sich in die Arme Ihres Liebsten zu kuscheln, der Ihnen das Mitfiebern erleichtert. Ja, so schön kann Kino sein. Deshalb haben wir für Sie hier und in der Fotoshow ein kleines herbstliches Kinoprogramm zusammengestellt. Film ab!

Jeden Donnerstag landen in den deutschen Lichtspielhäusern neue Filme – ob für Klein oder Groß, zum Lachen, Weinen, Gruseln oder Weiterbilden, die Auswahl ist zum Glück riesig.

Komödie: Die Facetten der Liebe

Gleich vier neue Komödien haben unsere Aufmerksamkeit erregt, die alle im Zeichen der Liebe stehen. Ein Themenfeld, welches die unterschiedlichsten Möglichkeiten bietet, Irrungen und Wirrungen zwischenmenschlicher Beziehungen auf die Leinwand und uns zum Lachen zu bringen. Im Film „Wie in alten Zeiten“ jagt das geschiedene Ehepaar Richard und Kate Jones, gespielt von Pierce Brosnan und Emma Thompson, einen dubiosen Investor, der mit ihren Ersparnissen davon ist und findet dabei wieder zueinander. „Das grenzt an Liebe“ dreht sich hingegen um den egoistischen Immobilienmakler Oren Little (Michael Douglas), der nichts weiter will, als sich zur Ruhe zu setzen, von jetzt auf gleich aber mit seiner Enkeltochter konfrontiert wird, von der er bis dato nichts wusste. Hilfe bekommt er dabei von seiner lebenslustigen Nachbarin Leah (Diane Keaton). Natürlich schaffen die beiden es, auch in Oren so langsam wieder die Lebenslust zu wecken.
Die klassische Liebesgeschichte finden wir hingegen in „Wie schreibt man Liebe“. Unschlagbares Argument: Hugh Grant in der Hauptrolle. Als Drehbuchautor ohne Aufträge verschlägt es ihn schließlich an eine Provinzuni, an der er einen Kurs im Drehbuchschreiben gibt und ganz nebenbei auch an seinem persönlichen Liebesleben schreibt.
Woody Allens „Plötzlich Gigolo“ beschäftigt sich hingegen mit der körperlichen Seite der Liebe, vielmehr mit der käuflichen. Die Freunde Floravante (John Turturro) und Murray (Woody Allen) entwickeln zur Rettung ihres Buchladens eine brillante Geschäftsidee, die sie in die Welt der Prostitution treibt. Denn Murray vermittelt seinen Freund Floravante an wohlhabende und gut zahlende Frauen, die sich von den Qualitäten des vermeintlich feurigen Liebhabers überzeugen wollen.

Drama: Existenzängste

Für unsere nächsten beiden Filmtipps der dramatischen Art verschlägt es Sie entweder ins raue Irland oder ins ländliche Frankreich. Falls Sie Gefallen haben an düsterer, fast schon melancholischer Landschaft und dem Einhergehen von kriminaler Spannung, dann ist „Am Sonntag bist du tot“ definitiv der richtige Film für sie. Hier dreht sich alles um den Pfarrer mit dem guten Herzen, James Lavelle, der es in seiner kleinen irischen Gemeinde allerdings alles andere als einfach hat und von dieser auch nicht wirklich gut behandelt wird. Im Beichtstuhl erfährt er, dass jemand plant, ihn umzubringen, weil das eigentliche Ziel des Anschlags schon tot ist und sich das Opfer einer Vergewaltigung aus den Reihen der katholischen Priester nun an einem geistlichen Vertreter rächen will. Da der Pfarrer ans Beichtgeheimnis gebunden ist, bleibt ihm nichts anderes übrig, als seinen Mörder selbst zu jagen und ihn von seinem Plan abzubringen.
Überlebensängste anderer Art plagen hingegen Sandra, gespielt von Marion Cotillard, im Film „Zwei Tage, eine Nacht“. In der Fabrik, in der sie arbeitet, gab es eine Abstimmung darüber, ob der Rest der Belegschaft für das Gehalt Sandras auf seine Bonuszahlungen verzichten würde. Falls das nicht der Fall wäre, würde Sandra ihren Job und somit ihre Lebensgrundlage verlieren. Das Ergebnis der ersten Abstimmung fällt für Sandra negativ aus. Bis zur nächsten hat sie nun zwei Tage Zeit, jeden Einzelnen davon zu überzeugen, dem doch noch zuzustimmen und beginnt ihre Reise von Tür zu Tür.

Thriller: Die Reise ins Ich

Kenne ich mich wirklich? Bin ich wirklich der, der ich jeden Tag bin? Oder schlummert in mir etwas, von dem ich nicht einmal die Spur einer Ahnung habe? Fragen, die sich die Protagonisten unserer Thriller-Filmtipps auf ganz unterschiedliche Art und Weise stellen (müssen).
„Ich.Darf.Nicht.Schlafen.“, denn sobald sich die Schriftstellerin Christine Lucas, gespielt von Nicole Kidman, zu Bett begibt, wird sie aufwachen und nichts mehr von dem wissen, was am Tag, geschweige denn in den Wochen, Monaten und Jahren zuvor passiert ist. Als sie sich endlich in psychologische Behandlung begibt, beginnt für sie eine mehr als aufwühlende Reise ins eigene Ich. Begleitet von Zweifeln und Ängsten, wem sie überhaupt noch trauen kann – sich selbst eingeschlossen.
Im zweiten Film „Ruhet in Frieden“ entführt uns Liam Neeson in Gestalt des ehemaligen Cops Matthew Scudde in die New Yorker Unterwelten. Noch immer geht er nämlich als Privatermittler dem Verbrechen auf die Spur. So auch, als die Frau eines Heroinschmugglers entführt und auf grausame Art und Weise ermordet wird. Auf der Suche nach der Gerechtigkeit übertritt er nicht nur die Grenzen des Gesetzes, sondern auch die der Moral und läuft Gefahr, selbst zu dem Monster zu werden, das er eigentlich jagt. Letztlich muss also auch er sich die Frage stellen, ob er wirklich der ist, der er zu sein glaubt.

Erfahren Sie mehr zu unseren herbstlichen Film-Tipps und ab wann Sie diese im Kino erleben können in unserer Fotoshow.

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