Schnief!

Tränenreiche Top 10: Die schönsten Filme zum Weinen

Der Sommer hat zwar Einzug gehalten, doch hier und da fühlt man sich schon glatt wieder wie November. Der Regen vor dem Fenster, die grauen Wolken am Himmel und die aufsteigende melancholische Stimmung tun ihr Übriges und schon hat frau mal wieder das Bedürfnis, einen wirklich traurigen Film zu sehen und einfach mal mit der besten Freundin zu wimmern. Kennen Sie das auch? Dann haben wir hier für Sie die zehn schönsten Filme zum Weinen.

„Der Film war so schön, ich hab nur geweint!“ Kennen Sie diesen Satz? Wahrscheinlich haben auch Sie den schon öfter gesagt, wenn die Nachbarin Sie nach dem Kinobesuch fragt, wie Sie den neuesten Hollywood-Streifen fanden. Was für Männer unverständlich ist und keinen Sinn ergibt, kann jede Frau nur zu gut nachvollziehen. Manchmal braucht man einfach einen Film, der in seiner emotionalen Tiefe so ergreifend ist und dermaßen mitreißt, dass man nicht anders kann, als 90 Minuten durchzuwimmern. Gewisse Dinge, wie zum Beispiel auch eine Handvoll Tränen, sollte man auch einfach nicht unterdrücken, denn wie hat Oma schon immer gesagt: Es muss raus, was keine Miete zahlt.

Tears dry on their own

Falls Sie bei Regenwetter und grauen Wolken der Wunsch ergreift, gemeinsam mit dem Story-Helden die Last der Welt auf den Schultern zu spüren, dann haben wir für Sie hier eine Top 10 zusammengestellt, die Sie auf jeden Fall zu Tränen rühren wird. Dabei haben wir die Klassiker wie „Titanic“ oder „The Notebook“ mal außen vor gelassen und ein paar Filme herausgesucht, die Sie vielleicht noch nicht kennen, aber die Sie nicht kalt lassen werden. Also Taschentücher gezückt und DVD-Player angeworfen: Das sind unsere „10 Movies to cry for“!

10) Stand By Me

Die emotionale Geschichte von vier jungen Freunden, die sich gemeinsam auf die Suche nach einer Leiche machen, berührt durch authentische Charaktere, aufwühlende Geständnisse und großartige Kinder-Schauspieler. Der Film von 1986 ist ein Drama, wie es im Buche steht und darf in solch einer Top 10 nicht fehlen.

9) Der Club der toten Dichter

„Captain, my Captain“: Wer vergoss keine Träne, als Robin Williams als John Keating in einer Jungenschule versuchte, seinen Schülern eigenständiges Denken und Handeln, Freude an Poesie und den Leitspruch „Carpe Diem“ beizubringen. Student Neil Perry findet sich und seine Wünsche in den Ansätzen von Keating wieder, doch sein Vater und dessen striktes, konservatives Denken treiben ihn letztendlich zum Selbstmord. Die tränenreichen, letzten Minuten des Films bleiben noch lang im Gedächtnis.

8) Die Verurteilten

Ungerechtigkeiten, Gang-Wesen und Korruption in einem amerikanischen Gefängnis werden hier auf eine sehr drastische und glaubwürdige Weise dargestellt. Im Mittelpunkt: die Freundschaft zwischen Andy und Red, die sich nach vielen sorgenvollen Jahren und Ausgeliefertsein hinter Gittern am Ende befreit in Mexiko wiedersehen, drückt mit voller Wucht auf die Tränendrüse. Da müssen selbst gestandene Männer ganz stark sein.

7) Jack

Jack ist ein Junge von zehn Jahren, der aufgrund eines genetischen Effekts körperlich in vierfacher Geschwindigkeit altert. Freunde zu finden und spielen zu gehen, ist für ihn nicht so leicht wie für seine Altersgenossen. Ablehnung und Skepsis machen ihn immer wieder zum Außenseiter. Und natürlich muss er sich viel zu früh mit Altersschwierigkeiten herumschlagen: Robin Williams in einer seiner Glanzrollen. Das Gefühlskino von 1994 mit Star-Besetzung berührt und ist ein herzergreifender Filmtipp für einen ruhigen Sonntagnachmittag.

6) Les Misérables

Anne Hathaway, Hugh Jackman, Russell Crowe und Eddie Redmayne singen sich in der Musical-Verfilmung „Les Misérables“ tatsächlich alle Emotionen von der Seele, da alle Musikstücke live eingesungen worden. Ein ungewöhnlicher Schritt, deswegen aber umso authentischer und ergreifender, sodass man förmlich selbst mitten in der Französischen Revolution steckt und all die Ungerechtigkeiten am eigenen Leib spürt.

5) The Green Mile

Tom Hanks und ein beeindruckender Michael Clarke Duncan in einer weiteren Stephen-King-Verfilmung, die mit viel Herz, Magie und hoher Schauspielkunst eine Geschichte erzählt, die wiederum von Ungerechtigkeit und einer schier grenzenlosen Tragik ergriffen ist und unendlich berührt. Der Gefangene John Coffey wird mehr oder weniger aufgrund seiner Hautfarbe verdächtigt, zwei Mädchen vergewaltigt zu haben und wird trotz seiner Unschuld am Ende des Film auf den elektrischen Stuhl geschickt. Da bleiben die Taschentücher nicht trocken.

4) 50/50

Adam, gespielt von Jospeh Gordon-Levitt, hat Krebs. Ein Mensch, der nicht gesünder und vorsichtiger leben könnte. Mit Unverständnis, aber viel vorgegaukelter Gelassenheit nimmt er die Behandlung an, aber in den Momenten, in denen er sich gehen lässt und seine wahren Gefühle zeigt, rollen bei Ihnen die Tränen literweise – das können wir Ihnen versprechen. Anjelica Houston als überbesorgte Mutter ist ein unglaublicher Zugewinn für den Film und rundet „50/50“ noch ab.

3) Alles, was wir geben mussten

Ein Film nach dem gleichnamigen Roman von Kazuo Ishiguro, den Englischstudenten definitiv kennen, allen anderen möchten wir den Roman plus großartiger Verfilmung mit Keira Knightley, Andrew Garfield und Carey Mulligan wärmstens ans Herz legen: Durch einen Durchbruch in der Wissenschaft werden die Menschen bis zu 100 Jahre alt. Grund sind Klone, die als Organspender herangezogen werden und die keine andere Aufgabe in ihrem meist sehr kurzen Leben haben, als Ersatzteillager zu sein. Die Geschichte erzählt das Leben drei dieser Klone, die behandelt werden wie Roboter, aber auch menschliche Gefühle haben und gern länger leben wollen. Packende Story und tolle Schauspieler.

2) Ich bin Sam

Sam (Sean Penn) ist geistig zurückgeblieben, kümmert sich aber liebevoll um seine Tochter (Dakota Fanning). Als diese sieben Jahre alt wird, möchte der Staat das Kind aber in eine Pflegefamilie geben, da der Vater angeblich nicht mehr ausreichend für sie sorgen kann. Ein verzweifelter und harter Kampf um das Sorgerecht für die kleine Lucy beginnt. Sean Penn verlore bei der Oscar-Verleihung die Trophäe zwar damals an Denzel Washington in „Training Day“, doch seine Darstellung des geistig behinderten Sam ist oscarreif und die bedingungslose Liebe zwischen Vater und Tochter einfach herzzerreißend.

1) Abbitte

Eines der größten Meisterwerk der letzten Jahre – filmisch meisterhaft umgesetzt und inspirierend verkörpert von den Hauptdarstellern Keira Knightley, James McAvoy und Saoirse Ronan. Die Geschichte wird quasi in Rückblenden erzählt von Briony, die durch ein Missverständnis das Leben von Cecilia und Robbie völlig auf den Kopf stellt und zerstört. Mithilfe eines Romans versucht sie, Abbitte zu leisten und erfindet den beiden ein glückliches, gemeinsames Lebensende. Nach dem Roman von Ian McEwan und ein Garant für verbrauchte Taschentücher. Unsere absolute Nummer eins!

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