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Fitness-Jahr 2015: Fünf Tipps, wie Sie Ihre Motivation langfristig halten

am 17.01.2015 um 14:58 Uhr

Das neue Jahr hat für viele mit den typischen Vorsätzen wie „mehr Sport zu treiben“ und „endlich abnehmen“ begonnen. In der ersten Kalenderwoche wird demnach hochmotiviert der längst fällige Vertrag im Fitnessstudio unterschrieben und der Kühlschrank ausschließlich mit Obst, Gemüse und Fisch gefüllt. Doch bereits wenige Tage später kehrt der Alltag wieder ein und die gut gemeinten Vorsätze werden schnell über Board geworfen. Damit Ihnen das bloß nicht passiert, haben wir im desired.de-Interview mit Experte und Personaltrainer Michael Bauer gesprochen, der uns hier und in der Bildergalerie sinnvolle Tipps und Tricks rund um das Thema Motivation gibt.

Als Motivationscoach für Profisportler und Personaltrainer, hat Michael Bauer schon so manch eine faule Ausrede gehört, um das Sport-Training ausfallen zu lassen und den Abend doch lieber auf der Couch zu verbringen. Denn ob man gerade wieder nach vielen Jahren anfängt, sich mit dem eigenen Körper zu beschäftigen, bereits regelmäßig zum Training geht oder Leistungssport betreibt, Tiefpunkte gehören dazu und treffen jeden. Um langfristige Erfolge zu sichern, ist es also um so wichtiger, diese Tiefpunkte nicht laut werden zu lassen und motiviert zu bleiben. Diese fünf Regeln könnten Ihnen dabei helfen…

Regel 1: Setzen Sie sich realistische Ziele

„10kg in nur zwei Wochen abnehmen“ – diese Schlagzeile haben wir schon allzu häufig gelesen und uns womöglich davon verleiten lassen. Es sollte allerdings nur bei einer Schlagzeile bleiben und nicht zu einem tatsächlich angestrebten Ziel werden. Denn das ist zum Scheitern verurteilt. „Step-by-Step“ ist das Zauberwort und so sollten Sie sich für den Anfang nicht zu viel vornehmen.

Das sagt der Experte: „Das Ziel, oder die Ziele müssen klar formuliert sein. Sie müssen zeitlich fixiert werden, es muss ein hieb- und stichfester, in den Alltag integrierbarer Plan aufgestellt werden und das Ziel oder die Ziele müssen visuell und emotional ‚greifbar’ sein.“

Regel 2: Bleiben Sie bei sich selbst

Sie haben mit Ihrer besten Freundin Neujahr ausgemacht, dass Sie ab sofort drei mal in der Woche zusammen trainieren, doch so ganz will das nicht klappen und irgendetwas kommt immer dazwischen? Wer kennt das nicht. Machen Sie sich daher unabhängig von Dritten und ziehen Sie Ihr eigenes Programm durch, wenn die beste Freundin dann ab und an mal mitkommt, ist das zwar schön, aber es hängt nicht mehr mit Ihrer eigenen Motivation zusammen.

Das sagt der Experte: „Ich übe den Beruf des Personaltrainers seit dreizehn Jahren aus. Die Realität zeigt, dass die Motivation von innen heraus kommen muss und von der eigenen Person abhängt. Verlasse ich mich auf einen Trainingspartner, bin ich zu sehr fremd gesteuert. Denn ist dieser krank oder verhindert, werde ich selber spätestens beim dritten Mal das Training vernachlässigen.“

Regel 3: Machen Sie sich einen Schlacht-Plan

Die tägliche Motivation hat vor allem etwas mit Routine und Ritualen zu tun. Denn gehört das Fitness-Programm oder eine gesunde Ernährung sowieso zum Alltag, wird es zu einem natürlichen Prozess und nicht als ein lästiges To-do empfunden. Im Vorfeld sollte also genau überlegt werden, wann man am besten trainieren kann und in welchem Zeitraum, welche Ziele erreicht werden wollen. Tragen Sie sich die Zeiten am Anfang wie Termine in den Kalender, bis diese wie selbstverständlich in den Tagesablauf übernommen werden.

Das sagt der Experte: „Es ist wichtig, motiviert zu sein. Aber, wenn ich mich selbst übermotiviere, bin ich auch ganz schnell deprimiert. Man sollte daher immer ehrlich zu sich selbst sein und Fachleute, zum Beispiel Coaches, fragen, was in welcher Zeit realistisch ist.“

Regel 4: Stellen Sie sich die Frage, wie Sie trainieren wollen

Der erste Probetag im Fitnessstudio ist oft der erste Schritt zur Umsetzung der guten Vorsätze. Ein Trainer erklärt die Geräte, das Studio zeigt sich von seiner besten Seite und noch am gleichen Tag ist der Zwei-Jahres-Vertrag unterschrieben. Rein theoretisch kann also jeden Tag trainiert werden und die Mitgliedschaft allein beruhigt bei vielen Menschen bereits das schlechte Gewissen. Doch nicht für jeden eignet sich das Fitnessstudio für die Realisierung seiner Ziele und nicht jedem macht das Training an Geräten Spaß. So gibt es weitaus mehr Möglichkeiten, sich körperlich zu betätigen: Schon einmal über Schwimmen, Volleyball spielen oder Reiten nachgedacht?

Das sagt der Experte: „Aus irgendeinem, mir nicht verständlichen Grund, denken viele Menschen noch immer, das sei DER auserwählte, einzige Weg. Natürlich habe ich nichts gegen Fitnessstudios, aber, vor der Anmeldung lohnt sich in jedem Fall der Blick nach links und rechts. Welche Möglichkeit gibt es noch? Machen Sie sich über das Internet, Freunde, Fitnessstudios, Vereine schlau und informieren Sie sich, was denn eigentlich noch alles angeboten wird. Probieren sie verschiedene Sachen aus, um alles einmal kennenzulernen, um sich dann in eine Richtung, oder für eine Kombinationen aus einigen Möglichkeiten zu entscheiden.“

Regel 5: Es gibt keinen inneren Schweinehund

Hand aufs Herz, wie oft haben Sie im eigenen Freundeskreis schon gehört oder sich selbst dabei ertappt, dass folgende Worte gefallen sind: „Ich würde ja gerne trainieren, aber ich müsste meinen inneren Schweinehund erst einmal überwinden.“ Persönlich bekannt ist dieser allgegenwärtige Feind, der innere Schweinehund, allerdings keinem und so zählt diese Ausrede ab sofort nicht mehr. Sie selbst können immer anfangen, etwas zu verändern oder entscheiden, an einer Sache dran bleiben, wenn Sie nur wollen.

Das sagt der Experte: „Der Schweinehund ist eine Erfindung aller derjenigen, die einen Schuldigen suchen. Es gibt einen tollen Satz, der alles was hierzu zu sagen ist, aussagt: ‚Wer will, findet Lösungen – wer nicht will, Gründe’.“

Entdecken Siein unserer Bildergalerie die Ansätze, mit denen Sie Ihre Motivation langfristig halten können und Sport sowie eine gesunde Ernährung zu Ihrem Alltag werden lassen.

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