Fitness

Schlaf oder Workout? Treffen Sie die richtige Entscheidung

am 17.09.2015 um 13:42 Uhr

Punkt sieben Uhr morgens, herbstliches Regenwetter und der Wecker klingelt – Was tun? Eigentlich wäre es ja an der Zeit, in die Sport-Leggings zu schlüpfen und zum Yoga, Joggen oder Bauch-Beine-Po-Kurs zu gehen. Es gibt nur ein Problem: Sie sind wirklich wirklich wirklich müde und würden am liebsten geradewegs zurück ins Bett krabbeln. Keine Frage, die Entscheidung ist nicht leicht! Erfahren Sie hier und in unserer Bildergalerie , wann Sie den inneren Schweinehund überwinden und trainieren sollten, und wann Sie zurück ins Traumland dürfen.

Gerade, wenn es draußen nass, kalt und ungemütlich ist, fällt es uns noch schwerer, unsere sportliche Morgen-Routine nicht komplett über Bord zu werfen und zurück in die Kissen zu sinken. Das ist aber ganz normal: Schließlich fehlt uns die gewohnte Dosis Vitamin D, die uns im Sommer wacher macht und gleichzeitig Endorphine in unserem Körper ausschüttet. So gilt es nun, sich ganz alleine zu motivieren – und das ist gar nicht so leicht.

Pro Schlafen

Das Dilemma ist groß, vor allem, wenn Ihre Tage von morgens bis abends durchgeplant und vollgestopft sind mit Arbeit, Terminen und den alltäglichen Pflichten. Ungemütliche Morgen-Workouts sind aber oftmals die einzige Option, noch irgendwie ein bisschen Sport in Ihren Tagesablauf zu integrieren. Aber macht es wirklich Sinn den Schlaf zu verkürzen, um Sport zu machen?

Schlaf ist grundsätzlich gesehen extrem wichtig für unseren Körper, er hilft unser Gehirn fit und gesund zu halten und gibt uns die nötige Energie für den Tag. Außerdem beeinflusst unsere Schlafroutine die hormonelle Aktivität, die unseren Appetit steuert. Was heißt das? Schlaf steht in direkter Verbindung zu unseren Ernährungsgewohnheiten und hat mehr Einfluss auf unser Gewicht, als wir glauben. Eine im Jahr 2004 in der „Public Library of Science“ veröffentlichte Studie fand heraus, dass Menschen, die regelmäßig weniger als sieben Stunden pro Nacht schliefen, wesentlich mehr aßen und auch wogen, als Menschen, die länger schliefen. Verantwortlich dafür sind zwei Appetit-regulierende Hormone namens Leptin und Ghrelin. Diese funktionieren wie eine Waage im Gehirn, die unser Sättigungs- und Hungergefühl ausbalanciert. Schläft man zu wenig, dann sinken die Leptin-Level, die dafür sorgen, dass wir uns satt fühlen, während sich zeitgleich die Ghrelin-Level erhöhen. Die Folge? Heißhunger auf salzige und süße Zucker-Produkte.

#Fakt Eine gesunde Portion von sieben bis acht Stunden Schlaf ist also unabdinglich, um uns fit zu fühlen, unser Immunsystem auf Trab und unseren Heißhunger unter Kontrolle zu halten.

Pro Frühsport

Aber, aber Ladys, nicht so schnell: Morgendliche Workout-Sessions haben ebenfalls so einige gesundheitliche Vorteile! Sie produzieren eine erhebliche Menge an Endorphinen, diesen so wichtigen Glückshormonen, die unseren Stress-Pegel reduzieren und uns leichter durch den anstrengenden Office-Alltag kommen lassen. Außerdem führt frühes Sporteln dazu, dass Sie nachts besser einschlafen können. Wieso? Gehen Sie erst nach der Arbeit am späten Abend zum Sport, dann sind Sie noch viel länger aktiv und vom Sport so aufgeputscht, dass Sie Schwierigkeiten haben, rechtzeitig einzuschlafen. Somit geraten Sie in einen Teufelskreis von spätem Sport, wenig Schlaf und frühem Aufstehen.

#Fakt Früher Sport führt also automatisch dazu, dass Sie auch früher einschlafen und somit auch theoretisch länger ausschlafen können – eine Win-Win-Situation.

Was nun: Snoozen oder Schwitzen?

Wenn Sie die Nacht sieben bis acht Stunden geschlafen haben: Motivieren Sie sich und gehen Sie zum Frühsport! Wenn Sie sich immer noch müde fühlen, liegt es definitiv nicht daran, dass Sie nicht genug geschlafen haben, sondern daran, dass Sie sich nicht genügend bewegen.

Wenn Sie weniger als sechs Stunden geschlafen haben: Passiert das nur ab und zu, und fühlen Sie sich trotzdem in der Lage Sport zu machen, dann tun Sie es. Wenn Sie die ganze Woche aber nur sechs Stunden und weniger geschlafen haben und sich erschöpft fühlen, dann sollten Sie lieber weiterschlafen. Denn ein Workout bringt, wenn Sie schlapp und müde sind, gar nichts und bedeutet für Ihren Körper nur zusätzlichen Stress.

Wenn Sie erst ein Workout die Woche hatten, und es ist schon Freitag: Raffen Sie sich auf und gehen Sie zum Sport! Um sich fit und gesund zu halten brauchen Sie circa 150 sportliche Minuten pro Woche. Also bringen Sie es hinter sich und schlafen Sie morgen aus.

Wenn Sie die Nacht durchgemacht haben: Lassen Sie den Sport unbedingt weg! Nicht nur, dass Sie sich wohlmöglich wie gerädert fühlen, Ihre Koordination ist auch noch eingeschränkt und kann zu ernsthaften Verletzungen führen. Der Schlafentzug ist für Ihren müden Körper schon stressig genug, laugen Sie ihn noch zusätzlich mit Sport aus, dann kann Ihr Immunsystem so geschwächt werden, dass Sie auch noch die nächstbeste Erkältung einfangen. Also don’t!

Fazit?

Wenn Sie konstant zwischen Schlaf und Sport entscheiden müssen, dann machen Sie leider etwas grundlegend falsch. Die Kunst des gesunden Lebens liegt nämlich darin, Zeit für beides zu finden – Schlaf und Workout. Versuchen Sie doch einfach, sich langsam in eine morgendliche Sport-Routine einzufinden: Gehen Sie 15 Minuten früher ins Bett und stehen dementsprechend auch früher auf, um ein paar leichte Stretching- oder Pilates-Übungen vor der Dusche einzuschieben. Erhöhen Sie das Frühsport-Pensum nach einer Weile auf 30 Minuten. Sie werden sich wundern, wie leicht das geht, haben Sie sich nur einmal daran gewöhnt.

Entdecken Sie nun hier in unserer Bildergalerie einige Impressionen zum Thema „Sport oder Schlaf?“ .

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