Essverhalten

Knacken, kleckern, krümeln: Leiden Sie unter öffentlichem Food Shame?

am 12.11.2015 um 13:23 Uhr

Jetzt bloß nicht auffallen. Schnell einen Keks genommen, reingebissen, Mist, das war ganz schön laut. Schaut schon jemand? Und schon landen die ersten Krümel auf dem Pullover. Das hat jetzt definitiv jemand gesehen und schon wird der Kopf rot. Haben Sie eine solche Situation auch schon einmal erlebt oder fühlen sich sogar öfter beim Essen schamvoll ertappt oder beobachtet? Dann lassen Sie sich gesagt sein: Mit diesem Food-Shame-Gefühl stehen Sie nicht alleine da. Erfahren Sie hier und in der Bildergalerie , wie Sie Ihr Essen künftig wieder genießen können.

Es klingt ja schon irgendwie nach einer Lappalie, die man mit einem Lachen abwinken kann. Oder? Ja, nämlich dann, wenn man es noch nie erlebt hat. Diejenigen, die jedoch regelrecht Angst davor haben, in der Öffentlichkeit etwas zu essen, für die ist der nächste Hunger besonders nervenaufreibend. Die Devise lautet dann nämlich: Lieber ein ruhiges Plätzchen zum Essen suchen oder den Magen knurren lassen, als sich zu blamieren. Aber was ist am Essen eigentlich peinlich? Die Antwort von Food-Shame-Betroffenen: ALLES.

Die ewige Scham oder: Murphy’s Food-Law

Tatsächlich kann man Murphy’s Gesetz in diesem Fall als ständiges Motto beim Food Shame sehen: „Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen“. Hallo, Pessimismus, Drama und nackte Panik! Woran Sie erkennen können, dass Sie auch unter Food Shame leiden? Wenn Ihnen diese fünf Gedanken beispielsweise bekannt vorkommen:

1. „Meine Hände werden anfangen zu zittern und ich lasse meine Gabel fallen.“

2. „Ich sehe beim Essen bestimmt schrecklich unattraktiv aus.“

3. „Ich werde mit Sicherheit etwas verschütten oder mich verschlucken.“

4. „Von scharfem Essen werde ich ganz rot, das sieht bestimmt jeder.“

5. „Jeder schaut mir beim Essen zu und verurteilt mich.“

Das Anti-Shame-Programm: Was man gegen die Essensangst tun kann

Keine Sorge, wenn Sie sich jetzt wiedererkannt haben oder Ihnen Ihr Food Shame bereits bewusst war. Im Prinzip gilt es wie bei jeder Angst, sie in kleinen Schritten zu bekämpfen. Also, ran an den Speck, wortwörtlich!

Fangen Sie zum Beispiel damit an, sich für eine Mahlzeit zu entscheiden, die gar nicht erst dafür sorgt, dass Sie sich in irgendeiner Weise blamieren können. Heißt: Nichts, was schon allein beim Ansehen auseinanderfällt oder kleckert wie eine üppig belegte Pizza oder ein Teller Pasta mit reichlich Soße. Haben Sie sich entschieden, gilt es, das Essen mundgerecht zu schneiden, denn mit einem riesigen Stück Schnitzel zu kämpfen ist leider wirklich nicht sonderlich ansehnlich. Also lieber kleine Portionen, klein geschnitten, in kleinen Bissen verzehrt. Klingt simpel, erspart aber eine Menge potentieller Peinlichkeitsquellen.

Bewahren Sie zudem Ihre Tischmanieren, denn auch das macht so einiges aus, wie Ihr Essverhalten auf Ihr Gegenüber und schließlich auch Sie selbst wirkt. Wie es die Eltern schon zu Kindertagen gesagt haben: Gerade sitzen, Gabel zum Mund, Hände auf den Tisch. Eine Serviette auf dem Schoß ist übrigens nach wie vor die immer griffbereite, rettende Waffe gegen einen Klecker-Fauxpas.

Doch bei all diesen Tipps sollten Sie vor allem eines nicht vergessen: Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie jemand für Ihr Essen in der Öffentlichkeit verurteilt, ist gleich Null. Stellen Sie sich vor, Sie sitzen in einem Restaurant. Würden Sie sich hier eher mit dem Essverhalten der anderen beschäftigen oder mit Ihrem Teller vor sich? Eben. Und selbst, wenn Sie alleine dasitzen und essen, wird sich garantiert niemand über Sie echauffieren. Schließlich heißt keiner mit Nachnamen Knigge und wird auch selbst keinen Preis für schönes Essverhalten bekommen. Also: Bleiben Sie gelassen und steigern Sie sich nicht in Ihre Angst rein! Hätte, würde, sollte, am Ende ist es eben doch nur essen.

Klicken Sie sich nun durch unsere Bildergalerie und erfahren Sie nochmal alles Wichtige rund um das Thema Food Shame .

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