Haar-Mythen

Haar-Lügen: Diese zehn Mythen sollten Sie Ihrem Friseur besser nicht glauben

am 05.02.2015 um 14:50 Uhr

Der Besuch bei dem Friseur des Vertrauens ist im besten Fall so etwas wie ein Treffen mit der besten Freundin: Es wird über den neuesten Klatsch getratscht, durch Fashion- und Beauty-Magazine geblättert und über andere Frauen gelästert, stimmt’s? Ganz nebenbei bekommt man zu alledem noch einen neuen Haarschnitt verpasst oder die langersehnte Farbe zurück. Doch Achtung: Die vermeintlich gut gemeinten Tipps und Tricks Ihres Friseurs sollten Sie nicht immer ganz so ernst nehmen. Wir sind uns sicher, so manch einen der folgenden Ratschläge haben Sie in der Vergangenheit auch schon einmal gehört. Dass Ihr Friseur hier manchmal flunkert oder schlichtweg zur Übertreibung neigt, das beweisen wir Ihnen hier und in unserer Bildergalerie .

Wir räumen heute ein für alle Mal mit den gängigsten Gerüchten auf, die Haar-Gurus nur all zu gern über Haar-Struktur, -Schnitt, Kolorierungen, falsche Styling-Produkte, Pflege und Co. verbreiten und die sich dadurch seit jeher hartnäckig halten. Welche das genau sind, erfahren Sie jetzt.

„Pflege-Produkte aus dem Drogeriemarkt sind ein No-Go“

Irgendwie schafft es der Lieblings-Friseur am Ende des Besuchs immer noch ein sündhaft teures Styling- oder Pflegeprodukt zu verkaufen, mit der festen Überzeugung, dass nur dieses einen tollen Effekt erzielen könnte. Das ist allerdings falsch, denn sollten Sie ein Produkt gefunden haben, das zu Ihnen passt, warum sollten Sie es dann nicht benutzen? Nur weil jene Produkte vom Friseur teurer sind, heißt das noch lange nicht, dass diese auch besser als die Pendants aus dem Einzelhandel sind. Häufig werden bei teuren Produkten die hochwertigen Inhaltsstoffe hervorgehoben, obwohl das Produkt als solches auch andere, minderwertigere enthält. Sie dürfen also beim nächsten Friseur-Besuch dankend ablehnen und müssen nicht jeden Ratschlag befolgen.

„Sie müssen unbedingt alle vier bis sechs Wochen die Haare schneiden“

Auch dieses Gerücht hält sich und ist die Standard-Antwort in jedem Salon, auf die Frage, wann der nächste Termin fällig ist. Hier können wir wieder Entwarnung geben, denn das lässt sich gar nicht so pauschal sagen, schließlich kommt es auf die eigene Haarstruktur und Frisur an, um sagen zu können, wann es wieder an der Zeit ist. Wer einen präzisen Haarschnitt hat oder zu Spliss neigt, der kann sich an die Regel halten, doch wer „nur“ zum Spitzen schneiden den Friseur aufsucht und gesunde Haare besitzt, der kann schon einmal drei bis sechs Monate warten, schließlich wachsen die Haare im Durchschnitt pro Monat gerade einmal einen Zentimeter.

„Die Haare dürfen in keinem Fall jeden Tag gewaschen werden“

Wenn es nach Friseuren geht, sollte man sich die Haare so wenig wie möglich reinigen. Denn es wird angenommen, dass der Shampoo-Schaum die Haare austrocknet und langfristig schädigt. Ganz richtig liegt der Friseur hier ebenfalls nicht. Denn viel schädigender ist die Kombination aus zu viel Waschen und Föhnen oder generell direkte Hitze-Einwirkung durch Glätteisen, Heizwickler und Co. Wer diese weg lässt, der kann sich auch jeden Tag die Haare waschen. Prinzipiell gilt dann aber, dass das Haarshampoo im besten Fall so schonend wie möglich ist, pflegende Öle aufweist und mit dem Zusatz „mild“ gekennzeichnet ist.

„Je öfter Sie die Haare schneiden lassen, desto schneller wachsen sie“

Das klingt doch zu schön, um wahr zu sein. Und so ist es nämlich auch. Nur weil die Spitzen geschnitten werden, sprießen die Haare noch lange nicht auf Rapunzel-Länge. Wer die Haare öfter schneiden lässt, der hält seine Haarpracht allerdings gesünder und vermeidet, dass sich Spliss bildet. Dieser kann nämlich dazu führen, dass die Haare aufgrund der ungepflegten Optik bei einem der nächsten Besuche um einige Zentimeter gekürzt werden müssen.

„Vieles Bürsten der Haare, macht diese glänzend“

Sie haben eventuell schon mal von dem Mythos gehört, dass Sie 100 Bürstenstriche am Tag zu einem wahren Glanz-Boost verhelfen sollen. Die Idee dahinter: Man verteilt die natürlichen Fette, die von der Kopfhaut abgegeben werden mit Hilfe der Bürste auf das ganze Haar und soll so vor allem die Spitzen nähren. Ganz so falsch ist dieser Gedanke natürlich nicht, allerdings geht dies heute doch viel effektiver, indem man in eine gute Feuchtigkeits-Pflege oder ein Haaröl speziell für die Spitzen investiert.

Entdecken Sie in der Fotoshow diese und fünf weitere Gerüchte, die von Hair-Stylisten verbreitet werden und nicht immer stimmen.

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