Hair-Styling

Bunt, halblang, geflochten: Die schönsten Trendfrisuren 2014

am 31.12.2014 um 14:15 Uhr

Nicht nur modisch wurden in diesem Jahr wieder viele Trends gesetzt, auch in Sachen Frisuren gab es auf den Laufstegen so einiges zu bestaunen. Ob bunt gefärbt, akkurat geschnitten oder kunstvoll frisiert: Die unterschiedlichsten Stylings erlebten 2014 auf den Runways ihren Trend-Höhepunkt und haben uns zu eigenen Kreationen inspiriert. Wir lassen die Styling-Highlights des vergangenen Jahres noch einmal Revue passieren und präsentieren Ihnen hier und in unserer Fotoshow die schönsten Trendfrisuren 2014.

Für einen stilsicheren Auftritt sollte nicht nur die Kleidung, sondern auch die Frisur im Trend liegen. Natürlich setzen die Designer auf den Fashion Weeks auch in Sachen Haare wieder wegweisende Trends, schließlich wird auf dem Runway nichts dem Zufall überlassen und auf eine passende Frisur großen Wert gelegt.

Die Trendschnitte

In diesem Jahr wurde bei der Haarlänge kurzer Prozess gemacht: Statt langen Wallemähnen waren coole Bob-Varianten und Kurzhaarfrisuren angesagt. Ein Schnitt, der in vieler Munde und auf vielen Köpfen zu sehen war, war der Clavi-Cut. Dieser endet charakteristisch auf Höhe des Schlüsselbeins, woher die Frisur auch ihren englischen Namen hat: „Clavicle“ heißt auf Deutsch nämlich „Schlüsselbein“. Zu sehen war diese Frisur unter anderem auf dem Runway von Simon Porte Jacquemus und Tom Ford.

Eine Spur kürzer ist die zweite Trendfrisur 2014, der Long Bob, welcher oberhalb der Schulter endet und damit zwischen einem klassischen, kinnlangen Bob und dem Clavi-Cut liegt. Bei Marc Jacobs wurde der Long Bob als uniforme Frisur aller Models auf dem Runway für Herbst/Winter 2014 präsentiert und zelebriert. Kein Wunder, denn wie der Clavi-Cut verspricht der Long Bob eine Menge an Styling-Variationen gepaart mit einer natürlichen Lässigkeit, bei der lange Mähnen, die ständiger Pflege und Zuwendung bedürfen, nicht mithalten können. Eine Variante, diesen Haarschnitt zu stylen, wurde dieses Jahr vor allem von Promi-Damen zum Trend erklärt: Der „Wob“, die Kurzform für „Wavy Bob“, war einer der Hair-Styles schlechthin. Dabei wird der Long Bob in sanfte Wellen gelegt und seine natürliche Lässigkeit damit feminin unterstrichen.

Kurz, kürzer, Pixie-Cut: Wem Clavi-Cut und Long Bob noch zu lang sind, der findet seine Freude am Pixie-Cut, einem nur wenige Zentimeter langen, praktischen Haarschnitt, der sich auf dem Laufsteg großer Beliebtheit erfreut hat. Wer sich bisher davor gescheut hat, weil er die Kurzhaarfrisur als zu burschikos empfand, der wurde in diesem Jahr eines Besseren belehrt: Lässig verstrubbelte oder elegante Varianten im Wet-Look zierten zum Beispiel bei Emporio Armani und Moschino die Köpfe der Models und bewiesen, wie feminin ein Pixie-Cut mit dem richtigen Styling aussehen kann.

Zu all diesen Frisuren gesellte sich noch ein weiterer Trend in Sachen Haarschnitt: Der Pony feierte mal wieder ein Comeback. Als akkurat geschnittene gerade oder zu den Seiten hin abgerundete Version verleiht der Pony jeder Frisur eine rockige Attitüde. Zu sehen war dies unter anderem bei den Labels John Richmond und Milly by Michelle Smith.

Die Trendfarben

Auch in Sachen Haarfarbe boten sich uns Damen dieses Jahr einige Trends, die mal dezenter, mal wagemutiger waren. Zu den auffälligsten Frisuren gehörten wohl diejenigen, die als kunterbuntes Rainbow-Hair die Blicke auf sich zogen. Bei diesem farbenfrohen Trend leuchten die Haare in einer oder gleich mehreren bunten Nuancen. Ob violett, grün oder fließende Farbübergänge im Ombré-Stil: 2014 war das Jahr der mutigen Verwandlung. Für einen nicht zu künstlichen, sondern eher lässigen Look, setzte man beispielsweise bei Rodarte auf natürliche, dunkle Ansätze, die in einen sanften Rosaton übergingen.

Der nächste Farbtrend war ebenfalls durch eine leuchtende, jedoch nicht ganz so farbenfrohe Nuance gekennzeichnet: Platinblond, der hellste aller Blondtöne, war dieses Jahr ebenfalls einer der Top-Trends auf den Laufstegen. Bei Vera Wang war gleich eine ganze Armada an Models mit dem kühlen Weißblond auf den Köpfen zu bewundern. Feenhaft und beinahe zerbrechlich wirkt der Farbton zu einem Porzellanteint, wie es zum Beispiel auf dem Runway von Tom Ford gezeigt wurde.

Etwas frischer und natürlicher war dagegen der Sombré-Trend. Dieser löste den Ombré-Style ab, der für einen deutlich sichtbaren Farbverlauf zwischen einem dunkleren Ansatz und helleren Spitzen stand. Sombré bezeichnet eine abgeschwächte, noch natürlichere Version dieses Looks, den zum Beispiel Gisele Bündchen auf dem Laufsteg von Chanel präsentierte. Gerade zu gebräunter Haut, wie sie die Brasilianerin von Natur aus hat, sehen die sanften Farbverläufe gut aus und unterstreichen ein sommerlich-frisches Gesamtbild.

Die Trend-Stylings

Natürlich wurden die Haare 2014 nicht immer nur offen getragen. Zu den Frisuren-Evergreens und einem der Styling-Highlights, wenn auch möglicherweise erst auf den zweiten Blick, zählt der klassische Pferdeschwanz. Entgegen seinem Ruf als langweilige, schnell gebundene Frisur erwies sich der Zopf als zeitloser Begleiter mit vielen Variationsmöglichkeiten. Klassische Ponytails im Sleek-Look wurden bei Ralph Lauren als elegante Ergänzung zu zarten Kleidern gezeigt, bei David Koma wurde der Pferdeschwanz im Nacken nochmal festgeknotet und bekam somit einen edgy Look verpasst, passend zu den modernen Designs der Kollektion.

Im Gegensatz zu den eher geradlinigen Ponytail-Frisuren waren 2014 auch romantische, lässig gestylte Flechtfrisuren angesagt. Fernab von Alpenwiesen und Oktoberfesten eroberten die Zöpfe variantenreich die internationalen Laufstege. Bei DKNY und Marchesa versprühten die Flechtfrisuren dank Cornrow-Style einen Hip-Hop-Charme, während sie bei Bora Aksu bäuerlich-mädchenhaft um den Kopf drapiert und mit einer Schleife versehen wurden. Bei Nicole Miller wurde die Flechtfrisur zu einem besonderen Kunstwerk gestaltet: Sie verlief von der Stirn bis in den Nacken mittig entlang und lange Bänder waren in die Haare mit eingeflochten. Die Stylisten hinter den Kulissen der Fashion Shows nutzten also die große Vielfalt der Flechtfrisur gekonnt aus, um sie dem jeweiligen Look anzupassen.

Schließlich zählt auch noch der Kordelzopf zu den Trendfrisuren des Jahres 2014. Dabei wird das Haar in zwei Partien aufgeteilt und die beiden Stränge zunächst einzeln, dann miteinander verdreht. Das Endergebnis wird dann zusammengebunden und erinnert von seiner Form her an eine Kordel, woher folglich auch der Name dieser Frisur stammt. Auf dem Laufsteg war der Kordelzopf beispielsweise bei Temperley London als lässige, seitlich herabhängende Styling-Variante zu sehen. Er erweist sich damit als eine schöne Frisuren-Option für diejenigen Damen, die genug von Pferdeschwanz und Flechtfrisur haben und nach einer kreativen Alternative suchen.

In unserer Fotoshow zeigen wir Ihnen nochmal die schönsten Trendfrisuren 2014 .

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