Haartrends 2015

Exklusives Interview: Udo Walz über seine Lieblings-Haarschnitte für 2015

am 09.04.2015 um 11:59 Uhr

Nachdem sich unsere Redakteurin beim Starcoiffeur Udo Walz einem Make-over unterzog und sich ein angesagtes Weißgrau verpassen ließ, wollen wir noch mehr über die Haartrends des Jahres erfahren. Der neue Look unserer Redakteurin wurde von einem lässigen Long-Bob getoppt, der sich seit langer Zeit als Trendhaarschnitt behauptet. Doch welche Haarschnitte präferiert Herr Walz persönlich denn in diesem Jahr? Ist der Long-Bob wirklich noch die It-Frisur schlechthin oder gibt es andere Haarschnitte, die sich mehr und mehr etablieren? Wir haben Udo Walz im desired.de-Interview nach seinen Lieblings-Haarschnitten befragt und können vorab schon einmal verraten, dass das Wort „Dauerwelle“ im Salon des Starfriseurs strengstens verboten ist. Aber lesen Sie selbst, hier und in unserer Bildergalerie .

Long-Bob, Beach-Waves oder Pixie? Was will der Starcoiffeur in diesem Jahr auf den Köpfen der Frauen sehen. Wir haben bei einem Besuch im Salon von Udo Walz beim Meister persönlich nachgefragt.

Die Frage nach den Trends

Trends kommen und gehen, so selbstverständlich auch bei den Haarstyles, die die Welt bedeuten – etwas übertrieben ausgedrückt. Auch Udo Walz findet es schwierig, spezielle Trends – vor allem in Hinblick auf ein hübsches Haupt – auszumachen: „Eigentlich kann jeder Look gut aussehen, wenn man ihn denn selbstbewusst trägt.“ Klingt, als wäre es beinahe unmöglich, Jahr für Jahr neue Trends zu bestimmen, oder gibt es sie doch, die angesagten Styles? „Ich finde es wichtig, dass sich modebewusste Leute nach den Trends orientieren. Das gehört einfach dazu, ansonsten hätten sich Radikal- Schnitte und -Farben nie etabliert“, so Walz.

Vergangenheit und Zukunft

Bisher war es vor allem gern gesehen, sich natürlich zu geben, die Farben und Formen beinahe einflusslos Mutter Natur zu überlassen, mit sanften Beach-Waves den Strandspaziergang und mit softem Ombré den natürlichen Farbverlauf zu präsentieren. Doch wie stehen wir der Natürlichkeit in diesem Jahr gegenüber? „Heute ist es so, dass Frauen – vor allem auf dem Catwalk – kaum eine Frisur haben. Die Haare werden lediglich zu einem lockeren Dutt gestylt oder schlicht zum Pferdeschwanz gebunden. Perfektion ist nicht mehr gefragt und das finde ich auch gut. Man sollte die Haare nicht in irgendeine Frisur zwängen, der Look muss entspannt aussehen, wenn auch gestylt,“ sagt Walz und erklärt, dass die Frauen seinen Salon nicht mit dem typischen Frisch-von-Frisur-Gefühl verlassen sollen, sondern einen lockeren Look verpasst bekommen. Dafür föhnt er die Haare am liebsten von unten, lockert sie mit den Händen auf und fertig ist der Style.

Es ist also nach wie vor die Natürlichkeit, die sich beim Stylen der Haare behauptet, doch wie fallen die Schnitte in diesem Jahr aus? Haare ab oder doch eher lange Wallemähne? Bisher war es der Long-Bob, der sich in unterschiedlichsten Varianten auf den Köpfen der verschiedensten Mode-Queens zeigte. Auch Udo Walz schätzt diese Tendenz richtungsweisend ein, wandelt den Long-Bob allerdings etwas ab: „Die Asymmetrie ist definitiv wieder im Kommen. Ich mag es, die Haare im Nacken wie bei einem klassischen Bob sehr kurz zu schneiden, die Seiten dann allerdings deutlich länger zu belassen. Ich liebe den klassischen Bob, dafür ist Udo Walz bekannt. Allerdings muss er nun etwas abgewandelt und durch gestuft gehalten werden, damit er modern und ungezwungen aussieht.“

Styling versus Radikal-Veränderung

Udo Walz legt seine Vorlieben ganz klar auf kürzere Haare fest: „Ich tendiere zu kurzen Haaren, auch anhand dessen, was uns Hollywood so vor macht. Kurze Haare haben meist einfach mehr Stärke und Attitüde. Das brauchen wir heute.“ Aber trotz all der Trend-Tendenzen fällt es vielen Frauen schwer, sich von ihren kostbaren Längen zu verabschieden, nur um dem Trend gerecht zu werden. „Komischerweise ist es immer noch so, dass viele Frauen oft dann ihre Haare schneiden, wenn sich in ihrem Leben etwas drastisch geändert hat. Obwohl es in manchmal Fällen auch ohne den Lebenswandel angebracht wäre. Wer sich eben nicht an eine Radikal-Veränderung herantraut, kann auch mit dem Styling schon einiges bewirken. Sleek ist beispielsweise sehr cool bei längerem Haar. Außerdem bin ich ein großer Fans von seitlichen Ponys, die aus dem Seitenscheitel hervorgehen.“

No Go’s des Jahres

Auch zu dem, was gar nicht geht, bezieht Udo Walz ganz klar Stellung: „Das Wort ‘Dauerwelle’ ist bei uns im Salon verboten und auch luftgetrocknete Haare sind schrecklich. Das geht gar nicht und das nicht nur in diesem Jahr, sondern generell. Das finden wir einfach wahnsinnig scheußlich. Ich verstehe gar nicht, warum man so etwas macht. Es gibt so tolle Mittel, auch natürliche Wellen wunderbar zu definieren, ganz ohne Dauerwelle.“

Wir danken Udo Walz vielmals für dieses Interview und freuen uns auf ein haariges Jahr 2015. Erhaschen Sie einige Einblicke in unser desired.de-Interview mit Udo Walz sowie dessen Lieblings-Haarschnitte für 2015 in unserer Fotoshow.

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