Beauty-Trend

Frotox statt Botox: So werden Falten auf Eis gelegt

am 05.03.2015 um 15:12 Uhr

Botox-Behandlungen gehören in der Glamour-Welt Hollywoods zum guten Beauty-Ton. Wer dazu gehören will, muss in den meisten Fällen faltenfrei sein. Kein Wunder also, dass der Beauty-Dok dann mal eben in der Mittagspause aufgesucht, die lästige Zornesfalte kurzerhand glatt gebügelt wird. Selbst die maskenhaften Horror-Ergebnisse einiger Stars können viele nicht davon abhalten, sich die Falten mit dem Nervengift unterspritzen zu lassen. Mit der Frotox-Behandlung soll allerdings eine ungiftige, weitaus natürlichere Alternative gefunden worden sein, die Stirn zu glätten. Dabei werden die Falten wortwörtlich auf Eis gelegt. Was es damit auf sich hat und welche Vorteile das Kälte-Treatment gegenüber dem Nervengift Botulinumtoxin hat, das verraten wir Ihnen hier und in unserer Fotoshow .

Wir wollen Schönheitseingriffe keinesfalls gut heißen, schließlich erzählt doch jedes einzelne Fältchen in unserem Gesicht eine interessante Geschichte und dennoch ist es doch durchaus positiv anzumerken, dass in mitten des verrückten Schönheitswahns nach weniger schädlichen Alternativen gesucht wird.

Falten auf Eis legen

Die Frotox-Behandlung (medizinischer Name: Iovera) ist ein Kälte-Treatment, dessen Name sich aus den beiden Begriffen Freeze (Deutsch: Einfrieren) und Botox zusammensetzt und deren Ursprung (Überraschung) in Amerika liegt. Seit etwas weniger als einem Jahr ist diese Behandlungsmethode allerdings auch in Deutschland zugelassen und wird von verschiedenen Schönheitschirurgen praktiziert.

Bei der Behandlung setzt der Arzt eine Mininadel mit flüssigem Stickstoff in einen bestimmten Bereich der Stirn, um einen speziellen Nerv zu treffen. Der Stickstoff kühlt die Nervenbahnen in kürzester Zeit bis auf -70 Grad Celsius herunter. Durch diese drastische Kälte zieht sich das Axon des Stirnnervs um mehrere Zentimeter zurück, sodass die Muskeln, die bei Bewegung zu Querfalten und der Vertiefung der Zornesfalte führen, vorübergehend gelähmt und entspannt sind. Dadurch verschwinden die Falten.

Vorteile der Kühltherapie

Der größte Vorteil von Iovera gegenüber dem Einsatz von Botulinumtoxin ist selbstverständlich, dass Stickstoff auf natürliche Weise auch im Körper vorkommt und somit kein Gift für den Organismus darstellt. Trotz des weniger bedenklichen Stickstoffs, hält das Ergebnis der Iovera-Methode in etwa so lange an wie das einer Faltenunterspritzung mit Botox (etwa drei bis sechs Monate) und das, bei einem Preis von 400 Euro pro Sitzung, ähnlich der Kosten für eine Botox-Behandlung. Die Haltbarkeit ist bei der Kältetherapie davon abhängig, in welchem Bereich der Nerv getroffen wurde, da sich das Axon mit einem Wachstum von etwa einem Millimeter pro Tag neu bildet.

Die Behandlung dauert ungefähr zehn Minuten, wobei der Effekt sofort sichtbar ist. Frauen, die Ihre Stirnfalten mit Botox bekämpfen, müssen mindestens vier Tage auf ein Ergebnis warten. Und auch die Nebenwirkungen sind relativ gering: Leichter Kopfschmerz, eventuelle Schwellungen und kleine, blaue Flecken, die allerdings laut Experten sehr leicht überschminkt sind, könnten direkt nach der Behandlung folgen. Allerdings können sich die Patienten über ein weitaus natürlicheres, weniger maskenhaftes Ergebnis als nach einer Botox-Behandlung freuen, da nur ein Nerv der Stirnpartie lahm gelegt wird und somit eine natürliche Restbewegung bleibt.

Nachteile gegenüber Botox

Die Nachteile lassen sich relativ schnell zusammenfassen: Ärzte bestätigen, dass bei der Frotox-Behandlung kein „Feintuning“ möglich sei. Dadurch, dass bei der Methode nur ein bestimmter, dynamischer Nerv getroffen wird, kann Botox weitaus gezielter angewendet werden. Außerdem wird ein Patient nicht um eine lokale Betäubung herumkommen, da die Prozedur nicht ganz schmerzfrei ist, ein deutlicher Druck zu spüren sein soll.

Frotox gegen Schmerzen

Jedoch kann Frotox nicht nur im Kampf gegen das Alter seinen Einsatz finden, sondern erweist sich auch bei Schmerztherapien als durchaus sinnvoll. Die von der Firma MyoSciene ins Leben gerufene FCT-Methode (Focused Cold Therapy) etabliert sich nämlich auch immer mehr zur Behandlung von chronischen Schmerzen und Sportverletzungen wie etwa Knieschäden.

Erfahren Sie in unserer Fotoshow weitere Einzelheiten zur neumodischen Alternative für die Faltenbekämpfung und welche Vorteile Frotox gegenüber Botox hat.

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