Kosmetiktasche

Frischer Beauty-Wind: Unser Frühjahrsputz im Kosmetiktäschchen!

am 11.03.2015 um 14:16 Uhr

Es ist wieder so weit: Der Frühling steht vor der Haustür und damit ist es auch Zeit für das große Reinemachen. Dieses Jahr machen wir den großen Frühjahrsputz aber nicht nur in unserem Kleiderschrank, sondern auch in unserem Kosmetikbeutel. Dort haben sich nämlich mit Sicherheit so einige Tiegelchen, Tuben und Fläschchen angesammelt, die wir nicht mehr brauchen – oder viel schlimmer, die sogar ganz dringend in die Mülltonne gehören! Wir Frauen haben nämlich des Öfteren die Gewohnheit, unsere liebsten Kosmetikprodukte regelrecht zu horten, auch, wenn unser Regal schon proppenvoll ist. Welche Kosmetikregal-Leichen dieses Frühjahr unbedingt weg müssen und mit welchen Produkten Sie ideal in den Frühling starten, erfahren Sie hier und in unserer Bildergalerie.

Gleich zu Beginn, die Grundfrage: Wie lange ist Kosmetik überhaupt haltbar und was bedeuten die verschiedenen Symbole auf den Verpackungen?

Tiegel und Sanduhr

Das Kosmetiktäschchen quillt über, die Produkte stapeln sich im Regal und es ist kein Land in Sicht: Höchste Zeit also für einen gründlichen Beauty-Frühjahrsputz! Was in die Mülltonne gehört und was für den nächsten Winter noch aussortiert werden darf, das verraten Ihnen tatsächlich die kleinen Symbole auf Ihren Produkten.

In Deutschland ist ungeöffnete Kosmetik in der Regel 30 Monate lang haltbar. Alles, was kürzer als diese zweieinhalb Jahre haltbar ist, muss nach der EU-Kosmetikverordnung ein Mindesthaltbarkeitsdatum tragen – zu erkennen an der kleinen Sanduhr, die sich meist auf dem unteren Teil der Verpackung befindet. Aber auch Kosmetik ohne ausgewiesenes Mindesthaltbarkeitsdatum bleibt leider nicht für immer frisch: Dafür steht das andere, bekannte Symbol – ein offener Cremetiegel. Diese Zeitangabe sagt aus, wie viele Monate nach Anbruch das Produkt noch verwendet werden kann.

Nehmen Sie sich also genug Zeit und inspizieren Sie Ihre Produkte. Sind diese de facto bereits länger geöffnet, als es die Zeitangabe neben dem Cremetiegel angibt, dann seien Sie rigoros und sagen Sie Lebewohl!

Alles für den Teint

Base, Make-up, Foundation, Puder, Blusher und Co. sind in der Regel gute zwei Jahre haltbar und können problemlos auch so lange genutzt werden. Aber Achtung: Sobald sich bei Ihrer flüssigen Kosmetik anfangen, die Pigmente wie Wasser und Öl voneinander zu trennen, gibt es nur noch einen Ausweg: Ab damit in die Mülltonne! Ebenso, wenn klare Flüssigkeit aus der Make-up-Tube läuft, oder grauschwarze Flecken im Puderdöschen sichtbar werden, dann ist mit dem Produkt nicht mehr zu spaßen. Letzteres kann Schimmel bedeuten und diesen möchten Sie nun wirklich nicht mehr auf Ihr Gesicht auftragen, oder?

Profitipp: Concealer, Highlighter oder Abdeckcremes sind hingegen nur maximal ein Jahr haltbar.
Warum? Häufig werden die Mittel in Tiegelchen oder Tuben angeboten. Wenn Sie den kleinen Tarnkünstler dann mit dem Finger aufnehmen und eintupfen, verbreiten sich schnell Bakterien auf der Oberfläche. Auch der Concealer mit dem typischen Applikator-Schwämmchen hat das gleiche Problem, er berührt beim Auftragen jedes Mal die Haut und nimmt so viele Keime auf.

Farbspiele: Lippen und Augen

Je nachdem, wie viel Fett unser Lippenstift enthält, also wie reichhaltig und glänzend er ist, kann er von sechs Monaten bis zu zwei Jahren benutzt werden. Wischen Sie Ihren Lieblingslippenstift ruhig ab und zu nach dem Gebrauch mit einem frischen Kosmetiktuch ab, das hält die Keime in Schach. Versuchen Sie außerdem, den Lipstick und auch Lipgloss stets so dunkel wie möglich aufzubewahren: Eine geschlossene Kosmetiktasche ist ideal.

Lidschatten ist ca. zwei Jahre lang haltbar, cremiger Lidschatten, Eyebase oder flüssiger Lidschatten jedoch wie der Concealer nur ein Jahr. Denn auch hier gilt die Faustregel: Trennt sich die Flüssigkeit oder erscheinen dunkle Flecken, muss das Produkt sofort entsorgt werden.

Achtung: Dass Sie bei der Mascara mit Ihren Pump-Bewegungen nicht weiterkommen, das wissen Sie nun schon zu Genüge. Nicht nur, dass dieser Unsinn Ihre Mascara schneller austrocknet, sondern er transportiert auch noch mit jedem Stoß Bakterien und Keime ins Innerste Ihrer Wimperntusche. Das Produkt ist hochsensibel und daher höchstens sechs bis acht Monate haltbar. Sobald Ihre Mascara anfängt zu riechen, zu bröckeln oder zu klumpen, muss sie, auch wenn sie noch so teuer war, gnadenlos aussortiert werden.

Gut zu wissen: Kajal- und Augenbrauenstifte sowie Lippenkonturenstifte sind hingegen, dank des regelmäßigen Anspitzens, locker drei Jahre haltbar.

Pflege: Gesichtscreme

Hier müssen Sie besonders vorsichtig sein, da Sie Ihre Creme in der Regel täglich nutzen. Das Gute: Bei regelmäßigem Gebrauch verbrauchen Sie das Produkt ohnehin stets im vorgegebenen Zeitraum. Sollten Sie in Ihrem Kosmetikregal aber eine Creme nach längerer einmal Zeit „wiederfinden“, überlegen Sie vorm Auftragen gut, wie alt diese ist. Gesichtscremes halten in der Regel ein halbes bis ganzes Jahr. Aber auch hier gilt: Sobald sich Öl und Wasser voneinander trennen, das Produkt krümelig wird, oder gar beginnt ungewöhnlich zu riechen, ist es Zeit für ein Lebewohl.

Vorsicht: Augencremes halten leider nicht so lange, da sie weniger Konservierungsstoffe enthalten. Hier muss man sich schon nach drei bis sechs Monaten verabschieden. Auch mit abgelaufener Sonnencreme muss man vorsichtig umgehen, denn hier lässt sogar der UV-Schutz-Filter nach. Die letzte Flasche aus dem Sommerurlaub noch einmal verwenden? Lieber nicht, wenn Sie keinen fiesen Sonnenbrand riskieren möchten.

Applikatoren, Schwämmchen und Co.

Pinsel, Schwämmchen und Co. haben zwar kein Ablaufdatum, können aber trotzdem zu wahren Bakterienschleudern werden. Daher sollte man die Applikatoren alle zwei bis drei Monate mit einer speziellen Seife oder Waschlotion reinigen.

Profitipp: Pinsel zum Trocknen auch nicht aufrechtstellen, sondern liegend trocknen lassen, da sonst die Feuchtigkeit ins Holz dringt und die Verbindung zwischen Pinselhärchen und Holzstiel angreift.

Generell gilt: Für eine längere Haltbarkeit von allen Kosmetikprodukten auf Pumpspender oder Tuben statt Tiegel oder Dosen zurückgreifen. Länger haltbarer sind die Produkte ebenfalls, wenn Sie immer mit einem Schwamm oder Pinsel, anstatt mit den Fingern aufgetragen werden.

Hallo Frühlingsgefühle: Frische Neuzugänge

Nachdem wir nun ausführlich geklärt haben, von welchen Kosmetikprodukten Sie sich schweren Herzens trennen müssen, ist nun wieder ein wenig mehr Platz im Beauty-Täschchen für den einen oder anderen frühlingshaften Neuzugang.

Denn gegen Heizungsluft und Kälte haben uns reichhaltige Cremes gut durch den langen Winter gebracht, nun aber ihre pflegende Schuldigkeit getan. Im Frühjahr will unsere Haut endlich wieder Sonne tanken und sehnt sich nach leichten Produkten, die der Haut viel Feuchtigkeit spenden, ein frisches Strahlen verleihen und die natürliche Zellerneuerung unterstützen.

Perfekt dafür sind aquatische Cremes, die mit der Superkraft von H2O für eine neue Spannkraft sorgen und mit leichten Texturen aufwarten: So zum Beispiel die „Crème Eclat du Jour“ von Clarins, die „Time To Hydrate Active Gel Cream“ von Ahava oder die „Ibuki Refining Moisturizer“ von Shiseido. Alle drei Cremes sind leicht, vitalisierend, ziehen schnell ein und deshalb im Frühling eine gute Wahl.

Vorsorge ist besser als Nachsorge: Achten Sie unbedingt darauf, dass Sie ab den ersten, warmen Sonnenstrahlen auf eine Creme, ein Puder oder eine Foundation mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 15 setzen! Die „Bareskin Pure Brightening Serum“-Foundation von bareMinerals zum Beispiel hat einen LSF von 20 und sorgt für einen strahlenden, frischen Teint im Nude-Look. Etwas mehr Deckkraft bietet zum Beispiel die „Diorskin Star Teint Studio“ von Dior, das Make-up hat sogar einen LSF von 30 und ist somit auch für den Hochsommer ideal.

Entdecken Sie nun hier in unserer Bildergalerie weitere schöne Beauty-Neuzugänge , mit der Sie Ihre frisch aussortierte Kosmetiktasche ideal auf den kommenden Frühling vorbereiten können.

Kommentare


Luxus: Mehr Artikel