Food-Trend

Mal etwas anderes: Leckere Gemüsechips anstatt fettiger Kartoffelchips

am 06.07.2015 um 13:22 Uhr

Kartoffelchips sind lecker, da kann uns keiner etwas vormachen. Und sie lassen sich bei einem DVD-Abend aus einer Schüssel auf dem Schoß heraus so einfach weg knuspern. Allerdings kann man aufgrund der vielen Geschmacksverstärker und künstlichen Aromen irgendwie nicht wieder aufhören, wenn man einmal angefangen hat und fühlt sich dann meist selbst wie eine fettig frittierte Kartoffel. Wir suchen also eine gesündere, leichtere Alternative zu den fettigen Fertigchips und finden diese in: Gemüsechips. Sie vereinen das Knuspern und die Häppchenportionen in einem weitaus gesünderen Snack. Wir verraten Ihnen hier und in unserer Fotoshow einige leckere Gemüsechips-Rezepte.

Es gibt Gemüsechips auch fertig im Supermarkt zu kaufen, das wissen wir. Aber das sind nicht die Gemüsechips, die wir wollen. Wir wollen sie selbstgemacht und mit ganz auf unseren Geschmack angepassten Gewürzen. Eignen tut sich für die Chips-Alternative eigentlich jedes denkbare Gemüse. Aber lesen Sie selbst.

Süßkartoffelchips britische Art

Zutaten: 450 Gramm, Süßkartoffeln, 80 Milliliter Malzessig, 2 Esslöffel Olivenöl, 1 Teelöffel Meersalz

Nährwerte pro 100 Gramm: 263 Kilokalorien, 3 Gramm Eiweiß, 42 Gramm Kohlenhydrate, 10 Gramm Fett

Heizen Sie Ihren Backofen auf 190 Grad vor und widmen Sie sich dann Ihren Süßkartoffeln. Waschen Sie diese zuerst, bevor Sie sie mit einem Küchentuch trocken tupfen. Schneiden oder hobeln Sie die Kartoffeln dann samt Schale in hauchdünne Scheibchen. Das Essig, das Öl und das Salz vermengen Sie indes zu einer Marinade, in die Sie die Süßkartoffel-Scheiben dann etwa 15 Minuten einlegen. Danach breiten Sie die rohen Chips auf Backpapier aus und lassen sie beidseitig für 15 bis 20 Minuten knusperig backen.

Die Vorteile der Süßkartoffel gegenüber einer „normalen“ Kartoffel sind ganz klar der hohe Gehalt an Ballaststoffen, an Vitamin C und Beta-Carotin. Dadurch wird die Süßkartoffel zu einem angenehmen Sattmacher, der mit Vitaminen und Beta-Carotin zusätzlich die Zellen schützt, die Immunkräfte stärkt und den Alterungsprozess der Haut bremst.

Feurige Möhren-Chips

Zutaten: 240 Gramm Möhren, ½ Esslöffel Olivenöl, 1 Esslöffel süßliches Curry- oder Paprikagewürz

Nährwerte pro 100 Gramm: 345 Kilokalorien, 3 Gramm Eiweiß, 17 Gramm Kohlenhydrate, 29 Gramm Fett

Der Backofen wird auf 180 Grad vorgeheizt. Die Möhren waschen Sie wie gewohnt und schneiden Sie dann mit einem Schäler in dünne Streifen. Vermengen Sie die Möhren-Scheiben vorsichtig mit der Marinade aus Öl und Gewürzen und verteilen Sie sie dann auf Backpapier. Lassen Sie die Chips etwa 15 Minuten backen, bis sie knusperig sind.

Möhren sind für ihren hohen Gehalt an Beta-Carotin bekannt. Dieses beschert dem Gemüse nicht nur seine intensive Farbe, sondern auch allerhand Antioxidantien, die den Alterungsprozess der Haut hemmen. Ganz schön hübsche Chips, oder?

Nussige Kale-Chips

Zutaten: 200 Gramm Grünkohl, 1 Teelöffel Sesamöl, 1 Teelöffel Sesamsamen, Salz nach Belieben

Nährwerte pro 100 Gramm: 80 Kilokalorien, 5 Gramm Eiweiß, 5 Gramm Kohlenhydrate, 8 Gramm Fett

Wie immer heizen Sie den Backofen vor, am besten auf 130 Grad. Schneiden Sie die Grünkohlblätter vom Strunk ab und reißen Sie sie dann in mundgerechte Stücke. Achtung: Die Blätter schrumpfen im Backofen arg, deswegen dürfen die rohen Portionen ruhig ein wenig üppiger ausfallen. Waschen Sie die Blätter und – noch wichtiger – trocknen Sie sie gründlich. Wenden Sie die Grünkohlblätter anschließend in der Marinade aus Öl und Salz, kneten Sie die Ölmischung dabei vorsichtig in jedes Blatt. Breiten Sie den Kohl auf dem Backpapier aus und geben Sie dann die Sesamsamen darüber. Bei 130 Grad lassen Sie Ihre Kale-Chips etwa 30 Minuten backen. Öffnen Sie den Ofen zwischendurch kurz, damit der Wasserdampf des Kohls entfliehen kann.

Seitdem Grünkohl in den USA den Superfood-Hype durchmachte, ist es auch hierzulande als DER Geheimtipp bei allen Veggies bekannt. Und das zu recht, denn Grünkohl ist eine echte Kalziumbombe und gehört zu den Lebensmitteln mit dem meisten Vitamin-C-Gehalt.

Japanische Wasabi-Erbsen

Zutaten: 250 Gramm grüne, getrocknete Erbsen, ½ Esslöffel Tahini (Sesampaste), 2 Teelöffel Senfpulver, 1 Esslöffel Wasabi-Paste, 4 Teelöffel Wasabi-Pulver, 2 Esslöffel Mirin (süßer Reiswein)

Nährwerte pro 100 Gramm: 235 Kilokalorien, 18 Gramm Eiweiß, 36 Gramm Kohlenhydrate, 4 Gramm Fett

Weichen Sie die trockenen Erbsen am besten über Nacht, jedoch mindestens 12 Stunden, in Wasser ein. Seihen Sie sie dann ab und kochen Sie sie in Wasser knapp weich. Achten Sie darauf, die Erbsen nicht zu übergaren. Die Erbsen werden anschließend erneut abgeseiht und in einem Sieb getrocknet.

Heizen Sie den Backofen auf 100 Grad vor. Ölen Sie das Backpapier leicht ein und rösten Sie die Erbsen dann für etwa eine Stunde, bis Sie trocknen. In der Zwischenzeit rühren Sie Tahini, Wasabi-Paste und –Pulver sowie Senfpulver und Mirin zu einer Marinade, die Sie mit den angetrockneten Erbsen vermengen. Anschließend backen Sie die Wasabi-Erbsen für weitere 20 Minuten. Die Erbsen sollten dabei nicht braun werden.

Auch Wasabi-Erbsen gibt es zwar zu kaufen und doch sind sie selbstgemacht ohne Palmöl und Weizenmehl weitaus gesünder. Damit überliefern uns die Japaner einen der gesündesten Snacks, der mit wenig Fett, vielen Ballaststoffen und den meisterhaften Inhaltsstoffen in Wasabi und Senf auftrumpft.

Käse-Zucchini-Chips

Zutaten: 450 Gramm Zucchini, 25 Gramm Parmesan, 1 Esslöffel Olivenöl, 30 Gramm Semmelbrösel oder Hafer, Pfeffer und Salz nach Belieben

Nährwerte pro 100 Gramm: 96 Kilokalorien, 5 Gramm Eiweiß, 7 Gramm Kohlenhydrate, 5 Gramm Fett

Heizen Sie den Backofen auf 230 Grad vor. Schneiden Sie die Zucchini in gleich dicke Scheiben, damit die Chips nicht unterschiedlich knusperig werden. Ideal ist eine Dicke von etwa einem halben Zentimeter. Beträufeln Sie die Scheiben mit Olivenöl und wenden Sie sie dann einzeln und beidseitig in der Mischung aus geriebenem Parmesan, Sammelbrösel (oder Hafer), Pfeffer und Salz. Danach verteilen Sie die Zucchini-Scheiben auf dem Backpapier und backen sie für circa 20 Minuten, je nach gewünschtem Bräunungsgrad.

Wer auf Nachos mit Käse-Dip steht, wird Zucchini-Käse-Chips lieben, denn der leicht nussige Geschmack der Zucchini harmoniert hervorragend mit würzigem Parmesan und macht aus dem Gemüse einen kalorienarmen Genuss-Snack.

Sie haben noch nicht genug? In unserer Fotoshow inspirieren wir Sie mit weiteren leckeren Rezepten für Gemüsechips .

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