Schuhe, Schuhe und noch mehr Schuhe! Schuhdesignerin Giorgia Carpanzano im Interview

am 04.11.2013 um 18:14 Uhr

„Schuhe sind für Frauen der schnellste Weg, eine augenblickliche Metamorphose zu erzielen.“ Wenn das einer weiß, dann Schuh-Legende Manolo Blahnik. Für viele Frauen hört die Leidenschaft für diese Art der Metamorphose nicht beim Bewundern und Investieren in tolle Schuhe auf, sie wollen diejenigen sein, die diese Instant-Träume erschaffen. So auch die italienische Schuhdesignerin Giorgia Carpanzano, die bereits Head Shoe Designerin bei Dolce&Gabbana, Michael Kors und Calvin Klein gewesen ist. Im exklusiven Interview mit desired.de verriet sie uns alles rund um ihr Schuh-Universum!

Natürlich wollen wir wissen, wie es ist, mit einer Eminenz wie Stefano und Dominico zu arbeiten und wie sie es überhaupt soweit gebracht hat. Wir haben mit der sympathischen,  in New York lebenden Giorgia Carpanzano über ihre Erfahrungen als Schuhdesignerin, Must-haves und die kommenden Schuh-Trends 2014 gesprochen.

Von Cavalli zu Dolce&Gabanna

Giorgia Carpanzano hat bereits an der Seite von Größen wie Dolce&Gabbana gearbeitet und natürlich interessiert uns, wie ihre Reise überhaupt begonnen hat. „Nachdem ich zunächst in Rom Design studiert habe und anschließend einen Master in Schuhdesign in Rimini absolviert habe, bekam ich nach einigen Jahren eine Stelle bei Just Cavalli. Dolce&Gabbana war allerdings schon immer mein Traum, weil ich mich schon immer mit ihrem Style identifizieren konnte. Das Ganze war dann tatsächlich wie im Märchen – während ich noch bei Cavalli tätig war, bekam ich einen Anruf von D&G mit einem Jobangebot und konnte es gar nicht fassen. Es kam einfach so mühelos, ich denke ich hatte einfach Glück (lacht).“

Anekdoten der rechten Hand von Stefano Gabbana

Die italienische Schuhdesignerin erzählte uns, wie es für sie gewesen ist, Stefano Gabbana als direkten Vorgesetzten zu haben. „Von unserem ersten Zusammentreffen an waren beide stets natürlich und sympathisch, wobei ich die meiste Zeit direkt mit Stefano zusammengearbeitet habe. Stefano ist einfach großartig und unheimlich inspirierend. Er gibt dir den Mut, Dinge auszuprobieren, vor denen du zurückschreckst, und bringt dich dazu, über dich hinauszuwachsen. Er sagte immer zu mir: „Hab keine Angst Schuhe zu entwerfen, die ausdrucksstark sind, und fürchte dich schon gar nicht davor, deine Kreativität auf das nächste Level zu pushen!“

Wer mit einem der größten Designer-Duos unserer Zeit gearbeitet hat, hat sicherlich einiges erlebt und gelernt. Aus diesem Grund wollten wir von Giorgia wissen, welche für sie die wichtigste Lektion ihrer Karriere gewesen ist. „Ich denke, dass man in der Modebranche sehr offen sein muss, nicht nur, um neue Menschen kennenzulernen, sondern auch in Bezug auf die eigenen Ideen. Es ist einfach Teil des Designprozesses, Ratschläge und Kritik anzunehmen und nicht auf der eigenen Meinung zu beharren.“

Was tun, wenn alles Erreichbare bereits erreicht ist?

Die sympathische Italienerin hat im Grunde genommen alles erreicht, was eine Schuhdesignerin erreichen kann. Da ist der nächste natürliche Schritt selbstverständlich auch eine eigene Linie rauszubringen. „Ich habe zwei verschiedene Projekte. Zum einen werde ich im kommenden Jahr mit zwei weiteren Designern aus New York eine eigene Schuh-Linie lancieren, mit klassischen, stilvollen und hochwertig verarbeiteten Schuhen, die nicht gleich ein Vermögen kosten. Preislich werden diese dann zwischen 90 und 300 Dollar liegen. Zum anderen werde ich eine eigene Sneaker-Kollektion raus bringen, da ich Sneaker abgöttisch liebe und das schon immer vor hatte!

Der Teufel trägt Dolce&Gabbana

Bei so einem großen Namen wie Dolce&Gabbana sind natürlich auch die Prominenten nicht weit. Doch wie ist für sie wohl gewesen, ihre Kreationen das erste Mal an Celebrities zu sehen? „Ich erinnere mich an die erste Szene bei ‘Der Teufel trägt Prada’, als kurz ein D&G-Modell von mir zu sehen war, das war wirklich aufregend. Während ich bei Dolce&Gabbana war, habe ich ständig Celebrities in meinen Schuhen gesehen, die ersten Male war ich total euphorisch, aber mit der Zeit gewöhnt man sich daran, auch wenn das komisch klingt.(lacht) Es geht allerdings nichts über den Moment, wenn die Models in deinen Schuhen über den Laufsteg stolzieren und all diese wichtigen Menschen, wie Anna Wintour in der ersten Reihe sitzen und deine Kreationen sehen.“

Die Schuh-Trends 2014 & Top 5 Must-haves

Da sie bereits an ihrer eigenen Kollektion für das kommende Jahr arbeitet, verriet Giorgia uns außerdem, welche die heißesten Trends der kommenden Saison sein werden, welche die Top 5 Must-haves und die absoluten No-Gos sind. „Es werden definitiv weiterhin die Pointy-Toe-Pumps im Trend liegen und runde Spitzen und Plateaus ablösen. Die Tendenz bewegt sich auf jeden Fall zum einen in eine filigranere Richtung zum anderen zum maskulinen Look hin. Somit werden Mokassins und Schnürschuhe den Ballerina-Trend ersetzen. Open-Toe-Ankle-Boots werden ebenfalls ein großes Thema sein, ebenso Sneakers. Wer keine coolen Sneakers zu seiner Garderobe zählt, hat den Trend-Zug verpasst!(lacht)“

Must-haves würde ich sagen auf jeden Fall schlichte Pointy-Toe-Pumps, ein Paar ausgefallener Sneakers, Mokassins, klassische Schnürschuhe und hohe Peep-Toes. Zu den No-Gos würde ich schon die Ugg-Boots zählen, auch wenn diese sehr bequem und ideal für den Winter sind. Was allerdings nicht sein muss, sind Crogs, Moonboots und Gummistiefel!“

Entweder-oder-Quiz mit Giorgia

Pumps mit Plateau oder ohne? „Ohne!“

Stilettos oder Wegdes? „Wedges“!

Ankle-Boots oder Stiefel mit hohem Schaft? „Stiefel mit hohem Schaft.“

Animal- oder Blumen-Print? „Definitiv Animal-Print.“

Weitere Infos und Wissenswertes über Schuhdesignerin Giorgia Carpanzano finden Sie in unserer Fotoshow.

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