Memoiren

Memoiren: Grace Jones wettert gegen Miley Cyrus und Co.

am 11.09.2015 um 16:39 Uhr

Extravagant, temperamentvoll, paradiesisch und kontrovers – das sind wohl die augenscheinlichsten Attribute, die man der berühmt berüchtigten Grace Jones zuschreiben würde. Und diesen macht die Musikerin jetzt mal wieder alle Ehre. Die 67-jährige Grace Jones wird nämlich bald ihre Memoiren veröffentlichen und nimmt diese zum Anlass, einmal so richtig mit der jüngsten Generation der Pop-Stars abzurechnen. Was die Diva zu Miley Cyrus und Co. zu sagen hat, das erfahren Sie hier und in der Fotoshow .

Grace Jones ist wohl einer der letzten wirklichen Paradiesvögel in der Musikbranche, die ihrem Image seit Jahrzehnten konstant treu bleibt. Angefangen hat alles mit dem legendären New Yorker Studio 54. Seitdem hat die Ikone ihren androgynen Stil und ihren perfekt gestylten Look zu ihrem Markenzeichen gemacht. Aber nicht nur das. Grace Jones, die vielen vor allem aus dem 1985er James Bond „Im Angesicht des Todes“ bekannt sein dürfte, ist vor allem auch berüchtigt für ihr fast schon ungezügeltes Temperament.

„I’ll never write my Memoirs“

Eine Meinung, die die im jamaikanischen Spanish Town geborene Künstlerin scheinbar revidiert hat. Denn unter genau diesem Titel werden ihre Memoiren am 29. September 2015 vorerst nur in englischer Sprache erscheinen. Zusammen mit dem Musik-Journalisten Paul Morley hat die 67-Jährige jene 400 Seiten starken Memoiren verfasst, die nicht nur einen Einblick in das turbulente Liebes- und Privatleben der Künstlerin geben, sondern auch ein umfangreiches Abbild der Kunst- und Musik-Landschaft der letzten Jahrzehnte liefern.

Keine Zukunft für Nicki Minajs und Mileys!?

Sie sind die momentan größten Pop-Stars, mit einer weltweiten riesigen Fangemeinde: Miley Cyrus, Rita Ora, Nicki Minaj oder Lady Gaga. Doch einer Grace Jones sind genau diese Damen ein Dorn im Auge. Verwunderlich eigentlich. Schließlich sind sie ebenso für ihren extravaganten Stil und Auftritt bekannt. Aber genau hier liegt für Grace Jones scheinbar das Problem, denn ihrer Meinung nach, würden die sie letzten Endes nur kopieren: „Sei wie Miley Cyrus. Sei wie Rihanna. Sei wie Lady Gaga. Sei wie Rita Ora und Sia. Sei wie Madonna. Ich kann nicht sein wie die – außer in dem Maße, in dem sie schon so sind wie ich.“, heißt es in einem Auszug, der sich kürzlich verbreitete.

Ganz einmal davon abgesehen, dass Grace Jones die Musik ihrer Nachahmer als „spastische Beats“ bezeichnet, hält sie die Pop-Phänomene à la Miley Cyrus & Co. außerdem auch für sehr vergänglich: „Es wird immer einen Ersatz geben, der sehr bald auf der Bildfläche erscheint– eine neuere Version, eine verrücktere Version, eine lautere Version. Wenn du also keinen langfristigen Plan hast, dann bist du bloß in einer Durchgangs-Phase. Der neueste Trend, das Ereignis von gestern.

Dass Grace Jones kein Ereignis von gestern ist, beweist sie schon allein durch eine mehr als 45-jährige Präsenz im Business. Ob das Miley Cyrus und Co. in der Zukunft auch von sich behaupten können, und Grace Jones damit Recht behalten wird, wird sich erst zeigen.

Erfahren Sie mehr zu Grace Jones’ Memoiren „I’ll never write my memoirs“ in unserer Fotoshow.

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