Der perfekte Look für ein Wochenende: Guido Maria Kretschmer für eBay

am 11.04.2013 um 14:42 Uhr

Guido Maria Kretschmer – kaum ein Designer ist so charmant, so witzig und so begeisterungsfähig wie er, und spätestens seit dem Start von „Shopping Queen“ gibt es kaum eine Frau in Deutschland, die sich nicht auch ein Stück aus seinen Kollektionen in ihrem Kleiderschrank wünscht. Ein Traum, der jetzt wahr werden kann.

In Zusammenarbeit mit der Online-Auktionsplattform eBay hat Guido Maria Kretschmer nämlich eine sommerliche Kollektion entworfen, bei der sich alles um das Motto „Wochenende und Weekender“ dreht. Das Fantastische daran: Sie selbst können bis zum 24. April 2013 darüber abstimmen, welche der 20 Stücke es in die endgültige Kollektion schaffen. Der Weekender und elf weitere Designs sind dann ab dem 28. Juni 2013 exklusiv bei eBay erhältlich und die Preisspanne der Kollektion wird zwischen 49 und 199 Euro liegen.

Gestern Abend stellte Guido Maria Kretschmer in Berlin seine „Weekend-Kollektion“ vor und brachte somit schon einmal einen Hauch Sommer-Feeling an die Spree. Unsere desired.de-Redakteurin Laura hatte im Anschluss an die Präsentation die Gelegenheit, sich mit dem Designer zu unterhalten.

Herr Kretschmer, erst einmal: Herzlichen Glückwunsch zu dieser tollen Kollektion. Gerade das Thema Weekender ist interessant, da man ja grundsätzlich dazu neigt, zu viel einpacken zu wollen. Deshalb nun Ihr Rat: Was braucht man wirklich für einen Wochenend-Trip?

„Ich glaube, es kommt ein wenig darauf an, was man am Wochenende vorhat. Wenn man mit sich alleine verreist und Wellness erleben möchte, würde ich nur Sachen mitnehmen, die einem gefallen, die kuschelig sind und warm, die aber auch zulassen, dass Du jemanden treffen kannst. Wenn Du irgendwohin fährst mit jemandem, den Du beeindrucken willst – mit einer neuen Liebe oder mit Deinem Mann, den Du schon zehn Jahre hast – sollte man einen guten Bikini oder eine andere Badegeschichte dabei haben. Außerdem was für den Abend, was ein bisschen leicht und ungemacht aussieht – Weekend heißt auch Leichtigkeit und sollte nicht so verspannt sein. Außerdem würde ich gucken, was Warmes dabei zu haben, was Kuscheliges und irgendetwas, das ‚zu Hause‘ ruft. Natürlich auch irgendetwas, womit man auffallen kann, das sagt ‚Hallo, es gibt mich!‘, an dem man Freude hat und womit man ein wenig Außenwirkung erreicht. Und dann natürlich auch ein bisschen Geld, wenn’s geht, und hoffentlich einen tollen Mann, sonst ist es natürlich auch blöd.“

Das Kleid „Pandora“ – ein wirklich wunderschön sommerliches Maxi-Kleid – liegt Ihnen besonders am Herzen. Warum?

„Ich bin ja im Süden groß geworden, in Ibiza, und da gibt es so tolle Frauen – ältere und jüngere – die solche Kleider tragen. Das ist im Sommer easy zum Einkaufen, mit den Kindern, aber auch zum Fest mit einer tollen Kette drum. Da darf man fünf Kilo mehr haben, kann mal ein Bäuchlein haben. Wenn man einen Bikini anhat und die Nachbarin vorbeikommt, zieht man es schnell über. Man ist immer gut angezogen. Ich habe das Muster ja auch selbst entworfen, habe es selbst auf Stoff gesprüht. Ich dachte mir, das ist irgendwie frisch und das ruft ‚Hallo, ich bin ein Mädchen!‘“

Stimmt es, dass Sie die Kollektion an einem Wochenende entworfen haben?

„An einem Tag sogar! Ich bin schnell. Ich bin Saisonarbeiter und ich weiß genau, was ich will. Ich habe so viel im Kopf – ich kann gar nicht so lange leben, bis ich das fertig habe. Ich bin da wirklich schnell und fleißig. Ich bin nicht der Typ Designer, der erst drei Wochen nach Sylt fahren muss und sich dort überlegt: ‚Was mach ich denn?‘. Ich träume textil und ich kann mich schnell darauf einstellen. Ich habe es einfach im Kopf und zeichne es dann rasend schnell.“

Wie kam es zu der Idee, eine Kollektion mit eBay zu entwerfen, bei der der Käufer auch noch darüber entscheiden kann, welche Stücke letztendlich erhältlich sind?

„Ich finde Croudsourcing toll und was heißt darüber ‘entscheiden’ – das gibt es ja eigentlich gar nicht, weil ich denke, es gibt viele Frauen, die vielleicht nie das Geld haben, nicht einmal 50 Euro, um sich etwas zu kaufen, aber die trotzdem über den gesamten Look abstimmen können. Warum soll man also nicht als Frau – jetzt meinetwegen auf irgendeinem Dorf – sitzen und sagen: ‚Jetzt wünsche ich mir mal eine Tasche oder ein Weekender mit dem und dem und dem Artikel‘. Somit sind die Frauen auch irgendwie dabei und sehen nachher, was daraus geworden ist. Nicht nur die Käufer, sondern auch die, die gevotet haben, können mitspielen und das ist ja eigentlich die Steigerung von dem, was ich immer allen sage: ‚Liebt Mode, Freunde! Guckt euch Mode an. Du musst nicht alles besitzen, um glücklich zu sein.‘

Sie selbst sagen immer wieder, dass Ihre Designs für alle Frauen gemacht sind. Worin liegt da – auch im Hinblick auf die Wochenend-Kollektion – die Schwierigkeit?

„Es ist natürlich so, dass manche Modelle im Grunde genommen nur bis zu einer bestimmten Größe gradierbar (Anm. d. Red.: das schrittweise Vergrößern oder Verkleinern eines Grundschnittes) sind – da hört es auf bei Größe 46 oder 48. Ich weiß das von meinem eigenem Vertrieb und mein Handel sagt immer: ‘Guido, nicht größer als 48. Das ist nicht unsere Kundin.’ Aber ich merke eben auch gerade durch ‚Shopping Queen‘ – ich bekomme so viele Zuschriften – dass es viele Frauen gibt, die einfach größere Größen haben. Deswegen war es mir wichtig, auch ein paar Teile zu machen, die größer sind. Ich freue mich auf das Ergebnis, weil ich glaube, wenn wir dann herausfinden, dass die Frauen auch in größeren Größen zuschlagen, wird es definitiv auch kultiviert werden. Ich möchte gerne eine zweite Linie machen, die etwas günstiger ist – für Männer und Frauen – und da werde ich definitiv hochgehen bis über Größe 50. Ich will, dass auch diese Frauen etwas von mir haben.“

Wir müssen also nicht alle die perfekte Model-Figur haben?

„Ich glaube, es ist keine Schande, etwas dicker zu sein, weil man den Frauen, die nichts gegessen haben, eben auch ansieht, dass sie nichts gegessen haben. Ich glaube, dass das Lebensfreude sein kann und dass der liebe Gott uns alle anders gemacht hat. Es gibt eben Frauen, die haben einen kugelrunden Hintern und sind so süß – ob mit dicken Bäuchen oder kleinem Busen – trotzdem sind sie perfekt. Ich möchte, dass wir keine Angst mehr davor haben müssen, dass wir alle Size Zero sein sollen, weil das sind wir nicht und die, die es nicht sind, die tun sich so schwer. Ich sehe das ja bei ‚Shopping Queen‘. Aber ich weiß das auch von vielen Menschen, dass Formen sich ändern können und das muss man akzeptieren. Man darf sich nicht runterhungern auf eine Größe, die der Körper gar nicht will. Wir sind alle keine zarten Elfen.“

Der Sommer steht vor der Tür – auf welche Materialien sollte man gerade bei sommerlichen Temperaturen achten?

„Man sollte auf jeden Fall Fingertuch-Materialien tragen, Mischwaren auch. Aber man sollte gucken, dass man anständiges Textil trägt; dass man sein Material findet – das setzt aber auch voraus, dass man weiß: ‘Okay, das ist mein Körper’. Wer einen sehr massiven Körper hat, sollte darauf achten, dass er Strukturen wählt, die eher glatt und schmeichelnd sind und nicht so doll knittern, nicht auftragen. Die ganz Dünnen können natürlich vieles machen, aber auch da muss man gucken, dass man was trägt, worin man sich wohl fühlt, weil Kleidung ist auch zweite Haut. Manchmal ist sie auch Verpackung, aber sie ist eben auch immer Spiegel meiner Seele und meines Wohlbefindens. Eine Hose, die kneift, macht nicht so viel Spaß wie eine, die sitzt!“

Zu guter Letzt: Herr Kretschmer, welchen Trend wollen Sie diesen Sommer nicht mehr sehen?

„Was für mich nicht mehr geht, ist totales Colour-Blocking – das geht für mich auf keinen Fall. Keine Chance. Ist für mich nicht machbar!“

Wenn auch Sie jetzt das Guido-Maria-Kretschmer-Sommer-Feeling gepackt hat, gehen Sie auf www.ebay.de/gmk und stimmen Sie über Ihre persönlichen Favoriten ab!

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