Hair-Tattoo: Der haarige Trend von Jean Paul Gaultier

am 31.07.2013 um 17:35 Uhr

„Soll ich’s wirklich machen oder lasse ich’s lieber sein?“ Der Trend der Körperkunst ist keiner mit der Lebensdauer einer Eintagsfliege, doch in diesem Fall geht es Gott sei Dank nicht um Entscheidungen fürs Leben, sondern um den neuesten Beauty-Trend der Pariser Fashion Week: Haar-Tattoos. Die Models der Jean-Paul-Gaultier-Runway-Show sorgten nicht nur mit extravaganten Hochsteckfrisuren, sondern auch mit wilder, mit Leo-Print verzierter Haarpracht für staunende Blicke. Aufregend sieht es allemal aus, doch kann dieser Trend sich tatsächlich durchsetzten?

Jean Paul Gaultier wusste schon gar nicht mehr, wohin mit dem Leo-Print und dachte sich wohl kurzerhand: „Was nicht passt, wird passend gemacht!“ und ließ die Haarpracht seiner Models mit animalischem Leoparden-Muster verzieren.

Die fabelhafte Welt des Jean Paul Gaultier

Der Enfant Terrible der Mode trägt den Titel des bösen Buben nicht umsonst. Der französische Designer liebt das Extravagante und wo er eine Grenze sichtet, ist er mehr als bereit, diese mit allem, was er hat, zu überschreiten – geht nicht, gibt’s nicht! Das Einzige, was man Monsieur Gaultier definitiv nicht anmaßen kann, ist schlechter Geschmack. Zu schockieren und Menschen dazu zu bringen, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen, ohne in eine inadäquate Tendenz zu verfallen, ist eine Kunst und erfordert viel Kreativität und einen durchaus ästhetischen Spürsinn.

Wild Thing

Im Vergleich zu seinen Bondage inspirierten Looks ist der Haar-Tattoo-Trend schon fast verspielt und spiegelt vielmehr einen gewissen Freigeist-Flair wieder. Am Ende des Tages sollte Mode schließlich Spaß machen. Dazu hat Gaultier sich nicht nur kleidungstechnisch ausgetobt, sondern auch in Sachen Haar-Styles. Schwindelerregend hohe Hochsteckfrisuren treffen auf klassische Beehives, die wiederum von schlichten, zusammengesteckten Haaren abgelöst werden. Geschmückt wird das Haar nicht mit ablenkenden Accessoires, stattdessen wurden diese mit einem animalischen Leoparden-Muster besprüht für einen impulsiven Wildkatzen-Look.

Möglich machten es einfache Schablonen in dem jeweiligen Muster und etwas Sprühfarbe. Auch wenn der Trend „Hair-Tattoo“ heißt, ist dieser nichts für die Ewigkeit, spätestens bei der nächsten Haarwäsche ist der Lack wieder ab.

Mit mutigem Beispiel voran?

Der Leoparden-Print ist zeitlos und so vielseitig wie kein anderer. Je nach Einsatz des Wildkatzen-Musters kann der Look klassisch, auffällig und sogar punkig angehaucht wirken. Nachdem farbtechnisch von Platinblond bis hin zu Pastelltönen schon ziemlich alles ausprobiert wurde, dürfte ein derartiger Look zwar für einen Überraschungs-Effekt sorgen, dennoch nicht allzu unerwartet kommen.

Wer für Party-Outfits oder Motto-Partys auf der Suche nach etwas Neuem ist, sollte diesen Trend ruhig ausleben dürfen und wer mutig genug ist, diesen auch im Alltag auszuführen, kann durchaus so frei sein.

Die schönsten Bilder des Haar-Tattoo-Trend von Jean Paul Gaultier finden Sie in unserer Fotoshow.

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