Styling-Tipps

Perfekt Föhnen: So stylen Sie Ihr Haar wie ein Profi!

am 20.04.2016 um 15:16 Uhr

Morgens muss es schnell gehen, nach dem Sport fehlt die Lust zum aufwendigen Fönen und dann wundern Sie sich, warum Ihre Haare nicht so toll in Form sind wie beim Friseur? Ganz klar, ein Hairstylist beherrscht die richtige Föhntechnik. Wir verraten Ihnen die zehn schlimmsten Föhnsünden.

Raus aus der Dusche, Handtuch auf den Kopf, kurz Rubbeln, Bürsten und Föhn drauf: falsch, falsch, falsch und nochmals falsch. Selbst beim Föhnen gibt es eine Menge zu beachten, um Ihren Haaren so wenig wie möglich zu schaden. Vor allem nasses Haar ist sehr empfindlich und verzeiht keine rabiaten Trockentechniken.

Pitschnass unter die Hitze

Einer der häufigsten Föhnfehler ist das Föhnen patschnasser Haare. Wer hier den Fön ansetzt, fügt seinem Haar zu viel Hitze zu. Unser Tipp: Binden Sie sich ein Handtuch oder Frotteeturban um den Kopf. Schminken Sie sich erst einmal, cremen Sie sich mit Bodylotion ein oder trinken Sie einen Tee. Was auch immer Sie tun, lassen Sie Ihr Haar erstmal vor dem Föhnen etwa 15 Minuten antrocknen und drücken Sie die Nässe dann mit einem Handtuch aus dem Haar. Rubbeln ist tabu – nasses Haar ist sehr empfindlich.

Von hinten nach vorn

Viele Frauen neigen dazu, ihre Haare zuerst am Hinterkopf zu föhnen. Fangen Sie besser vorn mit dem Trocknen an und konzentrieren Sie sich auf dem Weg nach hinten auf den Ansatz. Vor allem der Ansatz kann so viel besser geglättet werden.

Alles auf einmal

Föhnen Sie nicht wild durch Ihre Haarpracht. Teilen Sie sich Ihr Haar partienweise auf, beispielsweise in drei Strähnen – links, rechts und hinten. Oder machen Sie es gleich wie die Profis und arbeiten Sie sich strähnchenweise von unten nach oben. So hat das am stärksten belastete Deckhaar Zeit zum Vortrocknen und wird nicht durch unnötige Hitze geschädigt.

Hitze ohne Hitzeschutz

Am besten eignen sich zum Hitzeschutz Kombinationen aus Hitzeschutzspray und einem Haaröl, das Sie in den Haarlängen und –spitzen verteilen. So bringt Ihnen Haaröl die glänzendsten Ergebnisse nach dem Föhnen.

Falsche Anwendung von Pflegeprodukten

Geben Sie zu viel Feuchtigkeitsspray, Pflege-Öl oder -Mousse in die Haare, werden diese mit hoher Wahrscheinlichkeit sehr fettig. Verteilen Sie Pflegeprodukte zuerst in empfohlener Menge in den Handinnenflächen. Ein Anti-Frizz-Serum sollten Sie lediglich am Haaransatz anwenden, wo das Haar beim Föhnen am stärksten strapaziert wird.

Föhnen ohne Aufsatz

Es klingt für viele wahrscheinlich banal, aber der Föhnaufsatz – Diffuser genannt – kontrolliert den Luftstrom und bringt die Wärme exakt dort hin, wo sie gebraucht wird. Außerdem lassen sich mit einem Diffuser schnell sanfte Wellen formen. Damit erspart man sich aufwendiges und schädigendes Styling und das Haar erhält mehr Volumen.

Bigger, better, stronger

Viele Frauen verwenden viel zu große Bürsten beim Föhnen. Das Problem: Mit zu großen Rundbürsten ist es beinahe unmöglich, Volumen zu stylen. Optimal sind Bürsten mit einem Durchmesser von etwa sechs bis sechseinhalb Zentimeter. Achtung: Wer langes Haar hat, sollte noch nasses Haar nicht bürsten und besser mit einem großzinkigen Kamm in Reih und Glied bringen. Die Bürste bringen Sie erst zum Einsatz, wenn das Haar gut angetrocknet ist. Anderenfalls schädigen Sie die Haaroberfläche zu stark.

Von oben herab

Einige von Ihnen haben sich von Ihrem Friseur des Vertrauens bestimmt schon abgeschaut, das Haar von unten zu föhnen. Dadurch schaffen Sie mehr Volumen. Vorsicht: Pusten Sie die Luft nicht von oben auf das Haar und – noch schlimmer – kämmen Sie es nicht durchgängig vom Ansatz zu den Spitzen. Damit produzieren Sie sich eine nicht ansehnliche, platte Frisur, die schnell strähnig aussieht.

Das Spiel mit der Temperatur

Spätestens, wenn es Ihnen zu heiß auf der Kopfhaut wird, sollten Sie merken, dass die Temperatur zu hoch eingestellt ist. Legen Sie lieber einen Gang in der Gebläse-Stufe drauf, als die Temperatur höher zu regeln. Sonst schadet das den Haarwurzeln und -längen. Um mehr Volumen und leichte Wellen zu stylen, sollten Sie die Rundbürste in die Haarsträhne drehen. Die Wellen können Sie dann mit kühler Luft festigen. Glatte Haare sollten hingegen beim Finish einen kühlen Luftzug abbekommen, um die Haaroberfläche zu entkräuseln.

Das wichtigste Tool

Ein guter Föhn ist eine langfristige Investition. Meist trocknen hochwertige Föhne die Haare mit weniger Hitze schneller als günstige Modelle. Achten Sie beim Kauf auf die Wattzahl, die zwischen 1600 und 2200 liegen sollte. Außerdem sollte ein Föhn im Idealfall zwei Heizstufen haben – eine Kältestufe und zwei Power-Stufen. Ganz wichtig: Der Föhn sollte gut in der Hand liegen und beim längeren Stylen nicht zu schwer werden.

Welche zehn Föhnfehler Sie in Zukunft besser vermeiden, zeigen wir Ihnen in unserer Fotoshow.

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