Haarpflege

Bad Hair Day: Fünf Gründe, warum Ihre Haare nicht richtig wachsen

am 16.11.2015 um 17:54 Uhr

Schnipp, schnapp, Haare ab! Abschneiden geht natürlich immer im Handumdrehen, aber die Haare auch wieder lang wachsen zu lassen, ist oftmals eine langwierige Angelegenheit. Vor allem, weil das langsame Heranzüchten der gewünschten Länge nicht selten mit Frust und Ungeduld verbunden ist: Denn oftmals will die liebe Wallemähne einfach nicht so, wie wir wollen. Aber lassen Sie den Kopf nicht hängen und greifen Sie in Ihrem Ärger vor allem nicht erneut zur Schere. Erfahren Sie hier und in unserer Bildergalerie fünf gute Gründe, warum Ihre Haare nicht so wachsen, wie Sie das möchten und was Sie dagegen tun können.

Ja, es kann zu einer echten Geduldsprobe werden: Die Haare auf die gewünschte Länge wachsen zu lassen. Wenn sich die Mähne aber zu viel Zeit lässt und eher durch Haarbruch und Spliss als durch neue Zentimeter glänzt, dann kann das an diesen fünf Gründen liegen:

1. Zu wenig Eisen im Blut

Einer der Gründe, warum Ihr Haarwachstum auf einmal stagniert, könnte sein, dass Sie zu wenig Eisen im Blut haben. Wieso? Eisen ist neben anderen Mineralien und Vitaminen sehr entscheidend an der Bildung Ihrer Haare und an einem gesunden Haarwachstum beteiligt. Je nach Ausprägung des Eisenmangels kann dieser zu Haarausfall oder einem Haarwuchs-Stopp führen und sogar das Haar strohig und trocken wirken lassen. Wenn Sie nun befürchten, dass Sie an Eisenmangel leiden könnten, dann achten Sie vermehrt auf Ihre Ernährung und setzen Sie auf starke Eisenlieferanten wie Nüsse, Spirulina, Spinat, Grünkohl und natürlich rotes Fleisch.

2. Zu viel Stress

Oh ja, Stress und Schlafentzug beeinflussen nicht nur Ihren Körper, Ihre Psyche und Ihr allgemeines Wohlbefinden, sondern natürlich auch Ihr Haar. Denn Stress kann tatsächlich den Haarzyklus verändern und somit nicht nur Ihr Haarwachstum stoppen, sondern sogar auch Haarausfall begünstigen. Wie das? Stress und Schlafentzug provozieren die vermehrte Ausschüttung von Botenstoffen wie Noradrenalin am Haarfollikel. Die dadurch ausgelöste Entzündung kann die Wachstumsphase des Haares vorzeitig beenden, sodass es spätestens nach zwei, drei Monaten ausfällt.

Um den Haarwuchs wieder anzuregen, müssen Sie also in erster Linie die Ursache des stressbedingten Haarverlustes beseitigen und versuchen, wieder Ruhe und Harmonie in Ihr Leben einkehren lassen. Dann klappt es auch bestimmt mit der gewünschten Haarlänge.

3. Die falsche Beauty-Routine

Meistens ist es eine Art Teufelskreislauf: Glätteisen und gute Haaröle sind tolle Partner, wenn es darum geht, trockenes und splissiges Haar perfekt zu kaschieren. Das Problem dabei ist nur, dass diese Methode auf lange Sicht natürlich dazu führt, dass Ihr Haar weiterhin strapaziert wird und nicht mehr richtig nachwachsen kann. Seien Sie deshalb streng mit sich selbst und versuchen Sie, für eine Weile komplett auf Ihr geliebtes Glätteisen und den Lockenstab zu verzichten sowie ein Mal die Woche auf eine tiefenpflegende Haarmaske zu setzen.

Weiterer Profi-Tipp: Verbannen Sie Ihre uralte Bürste aus Ihrer Beauty-Routine und setzen Sie auf eine Qualitätsbürste aus Naturborsten oder einen Tangle Teezer extra für strapaziertes Haar.

4. Eine zu trockene Kopfhaut

Manchmal ist ein wenig Fett gar nicht so schlecht: Wenn Ihr Haar nämlich generell sehr trocken ist, dann bekommt es von der Wurzel her zu wenig Fett für die Längen und Spitzen. Was dagegen hilft? Eine tägliche, sanfte Bürstenmassage der Kopfhaut, um die Fette von Ihrer Kopfhaut auch in Ihre gesamte Mähne zu transportieren. Auch eine intensive Kopfhautpflege wie Argan- sowie Kokosöl regenerieren eine trockene Kopfhaut und sorgen dafür, dass Ihr Haar wieder unbeschwert wachsen kann.

Tipp: Wenn Sie wissen, dass Sie am nächsten Morgen ohnehin Ihre Haare waschen möchten, dann reiben Sie Ihre Kopfhaut am Abend zuvor mit ein paar Tropfen Arganöl ein und lassen Sie dieses über Nacht einwirken.

5. Falsche Haargummis

Ja, es gibt sie, die ‚falschen‘ Haargummis, die Sie auf keinen Fall mehr benutzen sollten. Und zwar sind es die Exemplare, die diese kleinen, silbernen Metallteile enthalten. Diese sorgen nämlich tatsächlich für Haarbruch, Spliss und zerren beim Versuch, den Haargummi zu entfernen, nicht selten ganze Haare mit aus Ihrer Kopfhaut heraus. Können Sie nicht auf Ihren Haargummi verzichten? Dann verwenden Sie unbedingt dickere, softe Exemplare mit zusammen geklebten Enden.

Können Sie Ihr Haarwachstum mit der richtigen Ernährung beschleunigen?

Ja, das können Sie in der Tat. Unsere Kopfhaare wachsen etwa 1 bis 1,25 Zentimeter im Monat. Dafür verlieren wir aber auch pro Tag rund 100 Haare. Um das Haarwachstum ein bisschen zu beschleunigen, gilt eigentlich der Grundsatz aller Beauty-Fragen: Man ist, was man isst und eine gesunde Ernährung kann einen sehr fördernden Effekt auf Haut und Haare haben. Mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die in Fischsorten wie Lachs, Thunfisch und Makrele stecken, sind gesund und lassen Ihre Mähne ganz natürlich von Innen heraus glänzen. Fette helfen außerdem, die Vitamine und Mineralien aus der Nahrung zu verwerten, die für das Haarwachstum nötig sind, wie die Vitamine A, D, E und K.

Vor allem Lebensmittel, die Biotin und Eisen enthalten, wie Haferflocken, Erdnüsse, Spinat, und Avocado, sind ideale Helfer auf dem Weg zur gewünschten Haarlänge und lassen den Schopf nicht nur schneller wachsen, sondern auch umso intensiver glänzen. Das Spurenelement Zink ist ebenfalls ein echtes Allroundtalent: Es bringt unsere Haut und Haare zum Strahlen, unterstützt die Hauterneuerung und stärkt das natürliche Immunsystem. Vor allem Hülsenfrüchte wie Linsen, Bohnen und Erbsen enthalten das wertvolle Zink und sollten deshalb unbedingt auf dem Speiseplan stehen.

Impressionen zum Thema „Haare wachsen lassen“ finden Sie nun hier in unserer Bildergalerie.

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