Hair Care

Die neue Kunst der Haarwäsche: So machen Sie es endlich richtig

am 31.03.2016 um 11:36 Uhr

Ja, es ist tatsächlich eine Kunst, denn Sie würden sich wundern, wie viel man beim einfachen Haare waschen tatsächlich falsch machen kann. Verwenden Sie das richtige Shampoo für Ihre Haarstruktur? Achten Sie auf die richtige Wassertemperatur und geben Sie Ihrem Haar die Abwechslung, die es braucht? Auch heißt es heute bei der modernen Hair-Care-Prozedur nicht mehr so wie früher „Viel hilft viel“, sondern auch durchaus mal „Weniger ist mehr“. Erfahren Sie hier und in unserer Bildergalerie alles, was Sie über die moderne Kunst des Haarewaschens wissen müssen, sodass auch Sie das volle Potential Ihrer Mähne ausschöpfen.

Wunderschöne, glänzende Haare, eine kraftvolle, starke Mähne: Jeder kennt die ansprechenden Bilder aus den Shampoo-Werbungen, die suggerieren, man könne spielend leicht mindestens so schöne Haare haben wie das Model. Oftmals fragt man sich dann, wieso man trotz hochwertiger Produkte aber immer noch einen stumpfen, glanzlosen Schopf besitzt. Dabei ist die Antwort ganz leicht: Sie waschen Ihre Haare einfach falsch!

Das Waschen an sich: So wenig wie möglich, so oft wie nötig

Wie oft Sie Ihre Haare letztendlich waschen sollten, ist eine Frage, die sich nicht so pauschal beantworten lässt. Warum? Weil natürlich jede Haarstruktur sehr individuell ist. Generell geht der Trend fort vom täglichen Waschen, da es die Mähne belastet und die Kopfhaut ihres natürlichen Schutzes beraubt. Aber nicht jeder kann beim morgendlichen Waschen so einfach aussetzen, vor allem dann nicht, wenn man sehr feines, leicht fettendes Haar hat. Deshalb lautet die Leitlinie: So wenig wie möglich, aber so oft wie nötig!

Das Problem mit sehr feinem Haar: Waschen Sie es zu häufig, dann entziehen Sie dem Haar und der Kopfhaut die natürlichen Öle, die es geschmeidig halten. Waschen Sie es nicht oft genug, dann sieht es einfach fettig aus. Versuchen Sie es einmal mit diesem Expertentipp: Benutzen Sie ab und an einen Volumen Conditioner anstatt eines Shampoos! Die meisten Spülungen besitzen nämlich ebenfalls milde Tenside, die Ihre Haare von Rückständen befreien, ohne sie zu belasten. So pflegen Sie Ihre Mähne auch bei täglichem Waschen noch genug.

Diese spezielle Art die Haare zu waschen, die sogenannte No Shampoo- oder Conditioner Washing-Methode, erfreut sich übrigens immer größerer Beliebtheit. Das wichtigste, falls Sie es auf längere Sicht damit versuchen wollen: Verbannen Sie alle Produkte mit Silikonen aus Ihrer Wasch-Routine! Diese setzen sich nämlich hartnäckig auf Ihrem Haar fest und lassen sich nur mit aggressiven Shampoos restlos entfernen.

Schaumparty: Wie viel Shampoo verwenden Sie?

Je mehr Schaum, desto besser? Nein! In der Regel brauchen Sie sogar nur eine münzgroße Menge an Shampoo. Auch ist ein aggressives Rubeln, Shampoonieren und Kneten zwar vielleicht angenehm für die Kopfhaut, aber nicht gerade optimal für Ihr Haar.
So geht’s richtig: Nehmen Sie ein wenig Shampoo und massieren Sie dieses ganz sanft von den Spitzen hoch bis in den Ansatz. Lassen Sie das Shampoo eine Minute einwirken und spülen Sie es dann aus.

Übrigens: Falls Sie ein sulfatfreies Shampoo benutzen, was in jedem Fall empfehlenswert ist, dann wird es von Natur aus so gut wie gar nicht schäumen! Denn nicht der Schaum löst den Talg und die Schmutzpartikel aus Ihrer Mähne, es sind die künstlich hergestellten Tenside, die das Haar reinigen. Der viele Schaum entsteht nur durch die Zusatzstoffe, wie eben Sulfate oder Silikone.

Achtung Wassertemperatur: Nicht zu heiß

Richtig heiß duschen, das mag ja für viele sehr angenehm sein, aber die Hitze des Wassers belastet mit Sicherheit Ihre Haare. Wer seine Mähne nämlich mit zu heißem Wasser wäscht, belastet nicht nur die Kopfhaut, sondern lässt die Haarwurzeln auch regelrecht austrocknen. Drehen Sie also beim nächsten Mal Ihre Wassertemperatur etwas herunter und waschen Sie Ihre Haare mit lauwarmem Wasser.

Eine kleine Wechseldusche zum Schluss ist übrigens auch nicht nur gut für Ihren Kreislauf: Auch Ihre Haare freuen Sich über eine kühle Erfrischung am Schluss. Diese verschließt die Haarwurzeln und sorgt für einen gesunden Glanz.

Abwechslung ist die halbe Miete

Wie so oft, ist auch bei der Haarpflege die Abwechslung wichtig: Profi-Friseure raten zum Beispiel alle paar Monate einmal das Shampoo zu wechseln, um das Haar auch mit verschiedenen Nährstoffen zu versorgen. Auch sind die Bedürfnisse Ihrer Mähne im Laufe des Jahres verschieden: Im Winter brauchen wir mehr reichhaltige Pflege, die uns diverse Öle wie Kokos-, Oliven-, oder Arganöl sowie Sheabutter geben. Im Sommer sehnt sich das Haar viel eher nach einer feuchtigkeitsspendenden Leichtigkeit.

Profitipp: Falls Sie in Gebieten mit sehr hartem, kalkhaltigem Wasser wohnen, waschen Sie Ihre Mähne mindestens einmal im Monat mit einem klärenden Shampoo, um diese von den hartnäckigen Rückständen zu befreien und wieder zum Glänzen zu bringen.

Niemals, niemals, NIEMALS trocken rubbeln

Eine der größten After-Wash-Sünden, die sich leider viel zu sehr festgesetzt hat: Das nasse Haar wird mit einem rauen, harten Handtuch und viel Elan, Kraft und Energie trocken gerubbelt. Kennen Sie?

Wussten Sie aber, dass Sie damit Ihre Haaroberfläche aufrauen, Spliss erzeugen und den Glanz regelrecht aus dem Haar heraus rubbeln? Nasse Haare sind nämlich um einiges sensibler als trockene.

So geht’s richtig: Die Haare sanft mit einem weichen Handtuch abtupfen und dann mit diesem zu einem Turban einwickeln, zehn Minuten warten, fertig!

Welche Shampoos und Conditioner sind denn nun die besten für feines, normales, trockenes oder koloriertes Haar? Erfahren Sie das hier in unserer Bildergalerie und finden Sie das perfekte Shampoo für Ihre Haarstruktur.

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