Wir klären auf: Die 12 haarsträubendsten Haarmythen

am 17.06.2013 um 09:43 Uhr

Was tun wir nicht alles für dickes, geschmeidiges und gesundes Haar, das glänzt und einfach gut aussieht. Frisuren bestimmen den gesamten Look eines Typs und so pflegen wir besonders unsere Mähne mit verschiedensten Styling-Produkten und natürlichen Glanz-Boostern. Aber ist das überhaupt wirklich hilfreich? Und wie sieht es mit den obligatorischen 100 Bürstenstrichen am Tag aus? Fakt oder Fabel? Sollten wir den nächsten Friseurbesuch nach dem Mondkalender ausrichten? Fällt unser Haar bei Stress schneller aus? Wir haben die 12 größten Haarmythen für Sie unter die Lupe genommen.

Es rangeln sich so viele Mythen um unser geliebtes Haar, dass frau da schnell den Überblick verlieren kann. Und so recht wissen wir auch gar nicht, was stimmt und was wirklich nur ein Mythos ist. Sollen wir uns wirklich der nicht ganz angenehmen Therapie aussetzen und das Haar nach dem Waschen kalt ausspülen? Ist dadurch wirklich mehr Glanz garantiert? Sollen wir Haarkuren wirklich länger einwirken lassen, als auf der Packung steht? Soll man fettiges Haar wirklich öfter waschen? Wir haben die haarige Situation mal genauer untersucht und antworten Ihnen nun mit einem klaren „Ja“ oder „Nein“.

1) Haare wachsen schneller/dicker nach, wenn man sie regelmäßig schneidet

Ein Mythos, der sich nicht nur beim Haupthaar wacker hält, auch beim Beinhaar soll diese Fabel zustimmen. Auf dem Kopf lautet die Devise: Das Haar kann fülliger aussehen, wenn man die Spitzen abschneidet, die in der Regel nach längerem Nichtschneiden nach unten hin sehr dünn auslaufen. Aber sie wachsen weder schneller, noch dicker nach.

2) Stressbedingter Haarausfall

Dies trifft zu und wurde sogar wissenschaftlich belegt. So kann es bei Stress zu einem veränderten Haarzyklus kommen. Das bedeutet, dass das Haar verstärkt gewechselt wird. In der Regel reguliert sich der Haarausfall aber von selbst wieder, wenn der Stress nachlässt.

3) Kuren länger einwirken lassen

Mindestens einmal pro Woche sollten Sie Ihrem Haar eine Kur gönnen. Auf der Verpackung steht: „Eine Minute Einwirkzeit“. Ach was, Sie lassen die Kuren und Masken gern mal fünf Minuten einwirken, weil Sie für sich selbst beschlossen haben, dass das Ergebnis ein besseres ist? Nun ja, es ist definitiv nicht schlimm, wenn Sie mit dem Ausspülen warten, aber notwendig ist es auch nicht. Neue Texturen und Mittelchen haben nämlich ihre volle Wirkung schon nach wenigen Minuten erreicht. Sie können sich ruhig nach den Gebrauchsanweisungen richten.

4) Spliss ist reparierbar

Ein ganz klares Nein! Wenn das Haar einmal splissig ist, kann nichts und niemand mehr helfen. Außer die Schere. Schneiden Sie sich regelmäßig die Spitzen, denn splissbefallenes Haar sieht ungesund und ungepflegt aus. Spezielle Shampoos oder Haarmasken machen den Spliss aber leider nicht ungeschehen.

5) Produkte verlieren bei langem Gebrauch ihre Wirkung

Soll heißen, wenn Sie eine Produktlinie schon seit einem Jahr nutzen und Sie das Gefühl haben, dass Ihr Haar dadurch nicht mehr so weich und glänzend wird wie noch am Anfang, ist das kein trügerisches Gefühl. Denn tatsächlich verlieren Produkte über einen längeren Zeitraum ihre Wirkung. Tipp vom Experten: Einfach nach zwei, drei Flaschen Ihres herkömmlichen Produkts eine Flasche einer anderen Marke dazwischenschieben und danach können Sie ruhig wieder zum Lieblings-Shampoo greifen.

6) Viel hilft viel

Shampoo, Conditioner, Maske, Spitzen-Fluid, Hitze-Styling-Spray, Haaröle – die Devise „Viel hilft viel“ stimmt im Hairy Business keineswegs. Clever kombiniert können Sie ruhig mal etwas mehr Pflege in die Haare geben, aber zum Beispiel nach einer Color-Schutz-Spülung helfen keine anderen Produkte mehr, da das Haar versiegelt wird. Aufeinander abgestimmte Linien sind am ratsamsten.

7) Nach dem Mondkalender schneiden

Viele Frauen schneiden sich die Haare gezielt nach dem Mondkalender, da die Haare dann besonders dick und glänzend sein sollen. Aber stimmt das wirklich? Nun, wir sagen Nein. Wissenschaftlich gesehen hat der Mond natürlich keinen Einfluss auf unser Haarwachstum. Wenn Sie sich die Haare schneiden lassen wollen, dann tun Sie es einfach.

8) Fettiges Haar sollte frau oft waschen

Ganz klares Nein. Shampoos trocknen die Kopfhaut aus, woraufhin noch mehr Talg produziert wird. Vor allem Shampoos, die in Kontakt mit Wasser viel und leicht schäumen, sollten vermieden werden. Wenn Sie zu fettigen Haaren neigen, nutzen Sie milde Shampoos und waschen Sie nicht allzu oft. Sie werden den Unterschied schnell merken.

9) 100 Bürstenstriche am Tag für einen natürlichen Glanz

Mit der falschen Bürste sind 100 Bürstenstriche am Tag sogar durchaus schädlich. Mit der richtigen Bürste müssen Sie aber auch nicht so lang vorm Spiegel sitzen. Es ist richtig, dass Naturborsten den Talg vom Ansatz in die Spitzen verteilen und die Haare so mehr glänzen. 100 Striche sind dazu aber nicht nötig.

10) Zöpfe halten die Haare fest

Im ersten Moment stimmt das zwar. Aber zu strenge Pferdeschwänze oder auch Dutt-Frisuren, sowie Rastas strengen das Haarfollikel nur zu stark an, das daraufhin abstirbt, und auf Dauer gesehen kann sogar der Haaransatz zurückweichen. Also nicht zu fest binden!

11) Nasses Haar kämmen ist schlecht

Stimmt! Die Haarstruktur ist bei nassem Haar eine andere. Die Haare sind viel zerbrechlicher und können durch den Einsatz einer Bürste leichter ausreißen. Nutzen Sie zum Entwirren einen groben Kamm und die feine Bürste erst, wenn die Haare fast trocken sind.

12) Spülen mit kaltem Wasser bringt mehr Glanz

Nicht ganz angenehm, aber was tut man nicht alles?! Die Haare nach dem Waschen einfach mit kaltem Wasser ausspülen, sorgt für mehr Glanz? Nun ja, wissenschaftlich wurde das nie belegt. Einbildung? Wer weiß, wir raten jedenfalls davon ab. Es sei denn, Sie wollen morgens schneller wach werden.

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