Haarpflege

Die Bade-Saison ist eröffnet – so schützen Sie Ihre Haare vor Chlorwasser und Co.

am 10.06.2014 um 15:45 Uhr

Ja, ja, ja – der Sommer ist da, endlich kann es wieder losgehen mit dem Badespaß. Doch bei vielen Damen, vor allem bei denen mit koloriertem Haar, kommt erst dann, bei der eigentlich so schönen Abkühlung, das böse Erwachen. Wenn Sie nämlich komplett erschöpft von der Sonne in den so lang ersehnten Pool hüpfen und die schicke, frisch gefärbte Sommerfarbe Ihres Haares einem grünschimmernden Ton weichen muss. Doch nicht nur Chlor kann Ihren Haaren so einiges an Energie, Glanz und Frische rauben, sondern auch Sonne, Salz und Wind gehören zu den Übeltätern des Sommers. Wir verraten Ihnen hier und in unserer Fotoshow, wie Sie Ihr Haar vor den Tücken der Hitze schützen.

Einmal ins Meer gesprungen und schon verwandelt sich das Haar in eine coole Beach-Mähne. Wer sich allerdings länger am Strand aufhält, wird sich schnell über unkämmbare Zotteln ärgern, die leblos und spröde am Kopf hängen. Grund dafür sind UV-Strahlen, Chlor und Salz, die die Haarstruktur angreifen und die natürliche Fett- und Schuppenschicht der Haare lösen.

Vor dem Urlaub

Im Urlaub wollen Sie schick aussehen und sich von Ihrer schönsten Seite zeigen? Das verstehen wir vollkommen. Vor allem einen Friseurtermin können wir vor dem sommerlichen Trip nur für Gut heißen, wenn Sie sich nicht gerade für eine Haarfärbung beim Coiffeur Ihres Vertrauens anmelden. Warum? Weil die Färbung Ihre Haare extrem angreift und bei starken Sonneneinstrahlungen zudem alles andere als schön ist, an Glanz und Intensität verliert. Lassen Sie sich vor dem Hitzeschock lieber die Spitzen schneiden. Dadurch werden die Haare widerstandsfähiger und sind vor Spliss geschützt.

Die Dusche vor dem Bad

Angekommen am azurblauen Meer, dem gemütlichen See oder dem Pool, müssen wir Sie an die weisen Worte von Frau Mama erinnern: „Dusch dich, bevor du ins Wasser springst!“ Muttis haben ja bekanntlich immer Recht. Auch damit, dass man sich vor dem Schwimmen duschen sollte. Zwar empfehlen die Mamas dies meist aus hygienischen Gründen, doch auch den Haaren tut dieser Rat etwas Gutes. Stellen Sie sich Ihre Haare einmal als Schwamm vor. Wird dieser vor dem Bad im kalten Nass mit sauberem Süßwasser gefüllt, wird es für Chlor- und Salzwasser weitaus schwieriger, das Haar anzugreifen. Sollte eine Dusche, aus welchen Gründen auch immer, nicht möglich sein, dann füllen Sie Ihr Haar vor dem Duschen mit etwas Conditioner oder Olivenöl auf.

Die richtige Duschtemperatur

Duschen sollten Sie sich wiederum nur mit lauwarmem Wasser. Zu heißes Wasser schädigt nämlich die Haaroberfläche und führt dazu, dass die Substanzen des Shampoos die natürliche Schutzschicht der Kopfhaut lösen. Schuppen werden vermehrt gebildet und ein unangenehmer Juckreiz entsteht.

Die Pflege danach

Nicht zu vergessen ist auch die Dusche NACH dem Bad. Selbst das Ausspülen der Haare ohne Shampoo beugt dem Andocken von Chemikalien und Metallen vor und schützt so die Haarstruktur und –farbe. Vor allem beim Baden in Salzgewässern wird es nämlich kritisch: Die gelösten Salzkristalle bleiben im Haar zurück und agieren wie ein Löschblatt, sie entziehen Feuchtigkeit und Fett.

Auch nach dem Baden sollten die Haare direkt mit Süßwasser ausgespült werden, auf Shampoo können Sie dabei getrost verzichten. Zu diesem greifen Sie dann besser am Abend und gönnen Ihrem Haar und der Kopfhaut eine kleine Erholungsphase. Um die Haare zusätzlich kämmbarer zu machen, empfiehlt sich eine Spülung, die Sie kurz einwirken lassen sollten.

Haare richtig trocknen

Wildes Handtuch-Rubbeln nach dem Waschen ist zweifelsohne ein zu aggressiver Waschgang für die Haare. Auch mit sanftem Ausdrücken der Feuchtigkeit aus den Haaren können Sie einiges  an Feuchtigkeit aufsaugen. Am schonendsten ist immer noch das Trocknen an der Luft, ohne jegliche Föhn-Hitze und Handtuch-Attacken. Setzen Sie sich allerdings keinesfalls mit nassem Haar in die pralle Mittagssonne – zwar wird Ihr Haar dadurch erstaunlich schnell trocknen, doch die UV-Strahlen bilden in Verbindung mit Feuchtigkeit Wasserstoffperoxid, was Ihren Haaren nicht nur unheimlich viel Feuchtigkeit raubt, sondern sie zudem ausbleicht, porös macht und ihnen den Glanz nimmt.

Gut behütet

Nicht nur Ihre Kopfhaut wird es Ihnen danken, wenn Sie sich am Strand in der prallen Sonne mit einem lässigen Sommerhut, einem Base-Cap, einem Bandana oder einem leichten Tuch vor Sonnenbrand schützen. Auch ihr Stilverständnis wird damit bewiesen und vor allem die Haare geschützt. Denn Conditioner und Öle können Haare förmlich zum Kochen bringen, wenn Sie der prallen Sonne ausgesetzt werden. Im Poolwasser sollten Sie nicht auf eine Badekappe verzichten, die Ihre Haare von den Metallen und Chemikalien im Nass schützt.

Sommerliche Schutz-Frisuren

Neben sommerlichen Hüten sind auch Steck- und Flechtfrisuren nicht nur angesagt, sondern schonend für die Haare. Durch diese Frisuren hat der Wind, der im Sommer wie ein Föhn agiert und die Haare störrisch, unkämmbar und kraus macht, weniger Angriffsfläche. Beim Stecken sollten Sie allerdings auf Metallspangen verzichten. Diese können in der Sonne glühend heiß werden und das Haar so enorm schädigen. Greifen Sie lieber zu Plastik- oder Holz-Modellen.

Unser Tipp für den lässigen Beachlook am Abend in der Strandbar: Kneten Sie etwas Schaumfestiger in die halbtrockenen Haare und zwirbeln Sie sie anschließend zu einzelnen Kordeln, die Sie mit Haarklemmen am Kopf aufstecken. Dann lassen Sie Ihre Haare komplett trocknen und öffnen die Minischnecken wieder. Fertig sind die sexy Beach-Wellen, die es nun nur noch mit Haarspray zu fixieren gilt.

In unserer Bildergalerie haben wir alle Tipps sowie hilfreiche Utensilien noch einmal für Sie zusammengestellt.

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