Handpflege

Trockene Haut und rissige Nägel: So pflegen Sie Ihre Hände im Winter

am 15.12.2014 um 15:10 Uhr

Zeig mir deine Hände und ich sag dir wer du bist. Hände begegnen uns in den unterschiedlichsten Formen und Erscheinungen. Da wären zum Beispiel die feinen Hände mit wohlgeformten Fingernägeln, die kindlichen Hände, die eher rund ausfallen, die knochigen Hände, die „Zupacker“-Hände mit breitem Handrücken und kürzeren Fingern und zu guter Letzt die Langfinger. Alle Handformen sehen ganz unterschiedlich aus, lassen auf verschiedenste Charaktere schließen und doch haben sie eines gemeinsam: Sie sind eine Art Visitenkarte und lassen unser Gegenüber schneller ein Urteil über uns bilden, als uns lieb ist. Außerdem leisten sie jeden Tag Erstaunliches, ihnen sollte daher Tribut gezollt werden. Vor allem im Winter ist es besonders wichtig, seine Visitenkarten zu pflegen, sie in ordentliche Etuis zu hüllen. Wir verraten Ihnen hier und in unserer Fotoshow, wie Sie Ihre Hände auch im Winter weich und schön pflegen.

Reine Haut ist für viele ein Zeichen für Schönheit, allerdings lässt sich diese im Winter oft schwer zurecht pflegen. Das traurige Resultat der radikalen Kälte sind meist raue Hände und rissige Fingernägel – nichts, was einen wirklich guten Eindruck hinterlässt. Dabei kann die Handpflege im Winter doch so einfach sein.

Kältezeit ist Handschuhzeit

Mit dem Sinken der Temperaturen produziert der Körper weitaus weniger Lipide, die die Haut vor Umwelteinflüssen schützen. Schon bei etwa acht Grad fangen die Talgdrüsen an zu streiken, während sich die Lipid-Produktion ab acht Grad minus beinahe komplett einstellt. Was gegen die Kälte helfen kann, sind Handschuhe. Aber: Augen auf beim Handschuh-Kauf, denn nicht jeder Handschuh ist gut für die Hände. Um Kunstfasern sollten Sie beispielsweise einen großen Bogen machen, da die Hände durch diese schnell anfangen zu schwitzen und einen feuchten Luftstau verursachen, weitaus besser sind hingegen atmungsaktive Stoffe wie Fleece.

Eine Frage der Gewohnheit

Nicht nur die sinkenden Temperaturen setzen den Händen im Winter besonders zu, sondern auch unsere schlechten Gewohnheiten, die sich im Winter vermehrt einschleichen. Beispielsweise verkriechen wir uns in beheizten Räumen, die die Haut aufgrund zu wenig Luftfeuchtigkeit austrocknen lassen. Regelmäßiges Stoßlüften oder Luftbefeuchter sind daher empfehlenswert. Ebenso trinkt man im Winter meist deutlich weniger als im Sommer, auch das setzt der trockenen Haut an den Händen zusätzlich zu. Deshalb sind auch bei kälteren Temperaturen anderthalb Liter Wasser oder Tee pro Tag empfehlenswert.

Schonendes Händewaschen

Die richtige Handpflege geht schon beim Händewaschen los. Die Hände sollten demnach nicht zu heiß und auch nicht zu kalt gewaschen werden, lauwarmes Wasser beansprucht die Händen am wenigsten. Ebenso sollten Sie mit Seifen sparsam umgehen, da sie der Haut unnötig Feuchtigkeit entziehen. Meist reicht bereits klares Wasser aus, um die Hände von Talg zu befreien, bei schmutzigen Händen helfen allerdings nur Seifen, die sie jedoch pH-neutral wählen sollten. Alternativ dazu empfehlen sich synthetische Waschmittel, die reinigen und mit speziellen Substanzen rückfetten.

Sollten Sie einmal in eine Schneeballschlacht geraten oder Ihr Auto vom allmorgendlichen Tau befreit haben, ihre Hände demnach bis auf die Knochen durchgefroren sein, dann muss die Durchblutung der Hände angekurbelt werden. Lassen Sie abwechselnd warmes und kaltes Wasser über die Hände laufen, damit die Haut wieder besser mit Nährstoffen versorgt wird.

Richtiges Abtrocknen

Nach dem Händewaschen ist es wichtig, die Hände gründlich abzutrocknen. Wasser entzieht der Haut, wie wir alle wissen, Feuchtigkeit, was nicht selten der Auslöser für trockene Hände ist. Außerdem lässt sich Handpflege auch nur auf wirklich trockener Haut rückstandslos verteilen.

Das wichtigste Utensil

Cremen ist das A und O der Handpflege im Winter. Irrtümlicherweise denken viele Frauen, dass Bodylotions oder Fettcremes ausreichen, um den Händen die Pflege zu spenden, die sie im Winter brauchen. Irrtümlicherweise, denn Handcremes sind, anders als Bodylotions und Co., den speziellen Bedürfnissen der im Winter besonders beanspruchten Hände angepasst und wissen den Fett- und Feuchtigkeitsmangel dieser auszugleichen. Dabei handelt es sich nicht um einen simplen Trick der Beauty-Industrie, sondern um einen Fakt. Im Winter eignen sich vor allem Cremes mit einer Wasser-Öl-Emulsion, die sie nicht durch Wasser abwaschen lässt und somit auch im Alltag Wasser von den Händen abhält. Die Hände kühlen dadurch weniger schnell aus.

So wird gecremt

Auch beim Cremen selbst können uns Fehler unterlaufen, die sich durchaus auf das Erscheinungsbild der Hände auswirken. Demnach verteilen viele die Creme erst in den Handinnenflächen, mit denen sie dann die Handrücken bearbeiten. Das ist falsch. Die Haut des Handrückens besteht aus weitaus weniger Fettgewebe als die des restlichen Körpers und ist sehr dünn, sie sollte beim Cremen also auf keinen Fall vernachlässigt werden, ebenso wie die Haut zwischen den Fingern.

Gut gepeelt, halb gepflegt

Sie peelen Ihren Körper regelmäßig, um die Haut von abgestorbenen Zellen zu befreien und sie optimal auf die Pflege vorzubereiten. Warum tun Sie das nicht auch mit Ihren Händen? Etwa zweimal pro Woche sollten Sie Ihren Händen diese Beauty-Kur gönnen, ein Peeling in kreisenden Bewegungen auftragen und danach mit lauwarmem Wasser abspülen. Diese Peelings reinigen nicht nur die Haut, sondern pflegen sie auch mit Ölen sowie Antioxidantien und bereiten sie auf die folgende Pflege vor.

Abendliches Wellness-Programm

Um den Händen mal eine richtige Wohltat zu gönnen, sollten Sie sie über Nacht mit einer großzügigen Schicht Creme versehen und in Handschuhe hüllen. Allerdings können wir uns vorstellen, dass es nicht jedermanns Sache ist, die Nacht derart eingepackt zu verbringen. Verschieben Sie das Beauty-Ritual also auf die Zeit vor dem Schlafengehen und umwickeln Sie Ihre Hände mit Frischhaltefolie oder einem warmen Handtuch, unter das sie eine dicke Schicht Creme auf die Hände tragen. Das Ganze lassen Sie etwa 20 Minuten beim Entspannen auf der Couch einwirken.

Fingernägel pflegen

Erst durch die Fingernägel werden die Hände zum richtigen und ansehnlichen Werkzeug. Vor allem im Winter sollten wir Frauen allerdings darauf achten, die Nägel möglichst kurz und gerade zu halten, um so einwachsende Nägel oder Nagelbettentzündungen der ohnehin beanspruchten Hände zu vermeiden. Demnach sollten auch die Nägel beim täglichen Eincremen nicht außer Acht gelassen und hin und wieder mit speziellem Nagelöl massiert werden. Alle Lackliebhaberinnen unter uns, sollten beim Entfernen der Farbe auf lösungsmittelhaltige Produkte verzichten, denn auch diese trockenen die Nägel aus. Glauben Sie uns ruhig, es gibt auch genügend Lackentferner ohne Lösungsmittel, Aceton und Ethylacetat, die auch dunkle Lacke problemlos entfernen.

Welche Produkte wir Ihnen für die richtige Handpflege im Winter empfehlen, zeigen wir Ihnen in unserer Fotoshow.

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